Ausstellerplan Appenzell AUTHENTICA 18

Süsse Früchte in der Flasche

Im Obstgarten auf dem Mausacker Biohof wachsen wunderbare Früchte, die sich pressen lassen. 500 Obstbäume gedeihen hier, von denen Hans Oppikofer rund 300 Bäume seit seiner Kindheit selbst gepflanzt hat. Er und sein Team können diverse sortenreine Süssmoste anbieten, hauptsächlich aus Äpfeln. Die reifen Früchte werden nach traditionellen Methoden mit der Presse zu naturtrübem Saft verarbeitet. Daneben wird auch Apfel-Verjus gewonnen, der als altes Würzmittel gilt. Der Öpfelchrüüsler wird als Apfelschaumwein angeboten. Auch die Zwetschgen und Kirschen lassen sich wunderbar pressen und zu Fruchtwein verarbeiten. Hans Oppikofer produziert nach Bio Suisse-Richtlinien und ist Slow-Food-Produzent.

Vom Hochstamm in die Flasche

Es gibt einen Zeitungsartikel, der Martin Rihs aus Montagny-la-Ville als verrückt bezeichnet. Er folgt seinem Bauchgefühl, könnte man vielleicht auch sagen. Ausgebildet als Lehrer und Bauer ist er nun ebenso gelernter Destillateur, der 60 seiner 95 selbst produzierten Apfelsorten – von neu bis alt – zu feinstem Hochstammapfellikör verwandelt. Martin Rihs setzt dem enormen Rückgang der traditionellen Hochstammobstgärten den Erhalt seines eigenen entgegen, in extensiver und höchstem Grade ökologischer Produktion: «Dabei will ich nicht weniger, sondern keine Chemie auf meinem Land einsetzen», sagt er überzeugt. Seine Produkte sowie deren zahlreiche Konsumenten danken es ihm. Seine neueste Kreation: Apfel-Gin!

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Distillerie Belmont
Martin Rihs
Rte de Belmont
1776 Montagny-la-Ville | FR

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Farm der Tiere

André Steiner und dessen Vater Armin verfolgen ein Ziel: gefährdete Schweizer Nutztierrassen zu suchen, zu züchten und bekanntzumachen. Vom Pferd über die Ziege bis zum Kaninchen sollen interessierte Besucher bei ihnen in Zukunft 32 dieser seltenen Arten hautnah erleben können. Eine davon ist auch das Wollschwein. Einer mutigen Idee folgend, haben Wollschwein-Experte André Steiner und Metzger Armin Steiner vor mehreren Jahren begonnen, Wollschweinspezialitäten zu kreieren. Ganze 14 Monate bei extensiver Freilandhaltung umsorgt, werden die Schweine bei einem Metzger in der Nähe gemetzget, und nach alten Rezepten verarbeitet. Das bedeutet leidenschaftliche Arbeit, enormen Aufwand und eine daraus resultierende Qualität, die ihresgleichen sucht.

Feurig scharf

Das feurige, südamerikanische Temperament von Marbella Hagmann und Chili passen gut zusammen. Mit originalen Rezepten aus ihrer Heimat und mit Lust und Liebe verarbeitet sie die scharfen Früchte zu würzigen Saucen, Crèmes und Ölen. Sie lässt sich von Trends inspirieren und kreiert eigene Mischungen, die jedes Essen mit würziger Note zu einem Festmahl machen. In ihrem eigenen Indoor-Treibhaus gedeihen unterschiedlichste Chili-Sorten – von mild bis feurig scharf. In der Zwischenzeit widmet sich Marbella Hagmann der Konservierung des feurigen Gewächses und bietet sie im «Chiliwerk» zum Verkauf an. Sie freut sich, ihr Steckenpferd vom Samen bis zum kulinarischen Genuss begleiten zu können und mit so vielen begeisterten Abnehmern teilen zu können.

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Chiliwerk
Marbella Hagmann
Fürschtweg 43
8880 Walenstadt | SG

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Aromatischer Kaffeegenuss

In der cafémanufaktur von Simon Grossniklaus und Markus Stümpfig trifft Kaffee-Passion auf Handwerk. Das Herzstück im bekannten Altwyberhüsli in Solothurn bildet der handgefertigte Qualitätsröster. Rund 16 Minuten dauert der Röstvorgang für fünf Kilogramm Kaffee – Zeit genug, um einen der fünf Länderkaffees gleich selbst auszuprobieren. Das schonende Röstverfahren baut Säuren ab und gibt den Bohnen Zeit, um ihr Aroma voll zu entfalten. Alle Kaffees werden von Hand erlesen und röstfrisch in gestempelte, umweltfreundliche Aromaschutzverpackungen abgefüllt. Den beiden ist es wichtig zu wissen, woher die Bohnen kommen und sie sind bereit, dafür einen fairen Preis zu bezahlen. Kaffeeliebhaber mit Stil wissen das individuelle Aroma der Länderkaffees aus Kenia, Äthiopien, Kolumbien und Brasilien zu schätzen.

Liebende Seele

Premsoul steht für indischen Gewürztee in feinster Bioqualität. Alexandra und Brendon Mikronis haben sich in Indien kennengelernt. Die Faszination für das Land und der Genuss beim Chai-Trinken haben die beiden inspiriert, eigene Mischungen zu kreieren. Ihre Masala Chai's stellen sie eigenhändig mit Mörser und Velomühle her – in ihrem Chai-Atelier am Fusse des Üetlibergs. Diese liefern sie in der Stadt Zürich per Velo an diverse Bioläden und verkaufen sie an Märkten und Food Festivals. Seit Beginn beziehen sie alle ihre Zutaten ausschliesslich von biologisch produzierenden Teeplantagen, die Gewürze kaufen sie direkt in Indien ein. So unterstützen sie die Kleinbauern-Kooperative in Kerala und bekommen dafür wunderbare Gewürze von bester Qualität. Chai chai, garam chai!

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Premsoul Bio Chai
Alexandra & Brendon Mikronis
Zielweg 69
8055 Zürich | ZH

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Echt appezöllerisch

Das junge Unternehmen von Philip Fässler hat hohe Ansprüche, was das geschützte Label «appenzellerfleisch.ch» betrifft. Nur Fleisch aus dem Appenzellerland von Produzenten, die sie persönlich kennen, und die sich durch vorzügliche Tierhaltung auszeichnen, wird verarbeitet. Ein wichtiger Faktor ist, dass die gesamte Wertschöpfung in der Region bleibt. Aus diesem Grund haben sie sich entschlossen, den «Anker» in Unterschlatt, ein ehemaliges Schlachtlokal, weiter zu betreiben. Das schätzen viele Viehzüchter, denen es ebenfalls ein Anliegen ist, regional und kundennah zu produzieren. Und das schätzen wiederum die Fleischliebhaber: Beste, gesunde Appenzeller Spezialitäten wie zum Beispiel Mostbröckli sind weit über die Region Appenzell hinaus berühmt.

Gesunde Sprossen

Sprossen sind gesund, bringen Lebensfreude und verleihen Vitalität. Marco Vonmoos ist gelernter Biolandwirt und von der Kraft der Sprossen begeistert. Er hat aus hochwertigen Materialien ein System entwickelt, mit dem er und viele seiner Kunden zu Hause über 20 verschiedene Samen aus kontrolliert biologischem Anbau zum Keimen bringen können. Sprossen sind unübertroffen, was Geschmack und Inhaltsstoffe betrifft. «Es ist so einfach, ein schmackhaftes Gericht zuzubereiten und gleichzeitig dem Körper und der Gesundheit etwas Gutes zu tun», sagt Marco Vonmoos.

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naturwerker
Marco Vonmoos
Pfaffnauerstrasse 3
6260 Mehlsecken | LU

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Bündner Energieriegel

Jedes Land, jede Region ist stolz auf die eigenen Spezialitäten. In der Fleischtrocknerei von Alois Schlager ist es das Bündnerfleisch, das nach alter Tradition wie vor 300 Jahren rein naturgetrocknet wird. Künstliche Reife- und Umrätemittel braucht es dazu nicht: Das Fleisch ist von hoher Qualität und entspricht den strengen Richtlinien von Alpinavera. Alois Schlager und seine Partnerin Jacqueline Eberle erzählen, dass Bündnerfleisch wohl der älteste «Energieriegel» sei. Das Fleisch der Tiere, die in den Bergtälern und -hähen weiden, ist mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Das kann man riechen und schmecken! Ihre Erzeugnisse sind nicht nur Alpinavera zertifiziert. Bündnerfleisch und Churer Beinwurst tragen auch das Label von Slow Food.

Süsse Früchtchen

Elly Hilzinger kennt Variationen von Konfitüren, deren Zutaten Namen tragen wie Mädesüss, Eberesche oder Blacken. Rund 290 Sorten Konfis und Gelées stellt sie in ihrer eigens dafür gebauten Küche her. Die Früchte für ihre Kreationen sammelt sie oder baut sie in ihrem Garten selber an. Hauptsächlich hat sie sich auf Wildfrüchte spezialisiert. Zu den Konfitüren kommen etwa fünf Dutzend Sorten Sirup hinzu sowie diverse Essige und Tees. Rezepte findet sie manchmal in alten Kochbüchern. Der Berberitzenessig etwa ist eine solche Entdeckung. Verarbeitet werden nur reife, aromatische Früchte, die ihren vollen Geschmack beim Einmachen entwickeln.

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Elly Hilzinger
Rolf Vonaesch
Im Dorf 2
8547 Gachnang | TG

Feines vom Appezöller Hoflädeli

Ein Hofladen in Appenzell – das gibt's tatsächlich nur einmal! Manuela Mock-Dörigs Wunsch war es, Milch und Eier vom eigenen Hof weiter zu verfeinern. Und so aus einfachen aber hochwertigen Zutaten feine Gebäcke entstehen zu lassen, die sie seit mittlerweile sechs Jahren bei sehr grosser Nachfrage verkauft. Der unbehandelte Ur-Dinkel aus Lamperswil ist eine weitere wichtige Grundlage für ihre Brote, Zöpfe und Chrömli, aber auch für ihre Teigwaren wie Spaghetti, Fusilli oder Hörnli. Ausgestattet mit der Infrastruktur einer ehemaligen Bäckerei und einem Schamott-Steinbackofen wie zu Grossmutters Zeiten, werden bei Manuela Mock-Dörig noch alle Brote liebevoll einzeln in den Ofen geschoben und bestechen durch Geschmack und natürliche Haltbarkeit.

Eggmann's Thurgauerli von Herzen

Angelika Eggmann aus Frauenfeld hatte einen Traum. Davon inspiriert hat sie die alte Eggmannsche Bäckerei wiederbelebt, und backt nun in dritter Generation die schon damals stadtbekannten Thurgauerli mit Pralinéfüllung, Mandelmasse und Schokoladencouverture. Zusätzlich Energiepralinés und andere Köstlichkeiten. In der Liste ihrer Rohstofflieferanten finden sich Schweizer Namen, Fair Trade-Händler und Authentica Mitglieder. «Ich möchte davon leben können und dabei die Freude daran behalten», ist ihr Ziel. Vor allem zur Weihnachtszeit geht es in Angelika's Herzmanufaktur bereits hoch her. Eggmann's Thurgauerli eignen sich als Mitbringsel oder kleines Dankeschön, für die Familie oder die Mitarbeiter. Auf jeden Fall sind sie ein köstlicher Gruss von Herzen – seit 1953.

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Angelika's Herzmanufaktur GmbH
Angelika Eggmann
Gerlikonerstrasse 18
8500 Frauenfeld | TG

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Wilde Kräuter, kräftige Pestos

Mit teils mehr als 28 Wildkräutern veredeln Manuela und Marcel Schmid Pestos, Tapenaden, Salze und weitere Produkte. Vergleichbares gibt es wenig in der Schweiz. Diese Eigenkreationen sind aus der Liebe zur Natur und den Pflanzen, aus Erfahrung, Kreativität und auch aus Spielerei entstanden. Bei Manuela und Marcel Schmid kommt Wissen aus der Kräuterheilkunde und der nachhaltigen Landwirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei Gesundheit, Natur und Ökologie. Ihr Biohof besitzt eine eigene Quelle und sie arbeiten nach dem System der Permakultur. Das kommt der Umwelt, den Produkten und den Konsumenten zugute. Kräftige Kräuter für einen einmaligen Genuss.

zart bitter und mild süss

Renata Köhn ist diplomierte Bäcker- und Konditormeisterin mit einer Fructose-Unverträglichkeit. Dies hat sie auf die Idee gebracht, gemeinsam mit ihrer Tochter Severine, ausgebildete Grafikerin und Röstspezialistin, fructose- und lactosefreie Schokolade zu entwickeln: mit Reissüsse statt Zucker für eine milde Süsse, mit unterschiedlich starken Röstnoten für die unterschiedlichen Geschmäcker und mit fair gehandelten, hochwertigen Criollo-Kakaobohnen aus Peru – für ein Schokoladenerlebnis der besonderen Art: «Unsere Kreation ist für Genussmenschen, die sich auf dunkle Schokolade einlassen und ein Geschmackserlebnis erfahren möchten, welches in einer industriell hergestellten Schokolade nicht zu finden ist.» Ein lohnenswertes Wagnis!

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manufaktur bamert
Renata & Severine Köhn
Platanenweg 1
5070 Frick | AG

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Bio-Kräuter, nicht nur für Appenzeller

Die Appenzeller Bio-Kräuter von Maurus und Petra Dörig-Eyacher werden im landwirtschaftlichen Spezialitäten-Betrieb mit sozialen Aufgaben im Bereich der Integration von Menschen mit besonderen Bedürfnissen angebaut. In Zusammenarbeit mit regionalen und ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben bauen sie Kräuter in hächster Bio-Knospen-Qualität an. Sie nutzen diese Arbeit, um Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, Jugendlichen mit schwierigen Biographien, Langzeitarbeitslosen oder Asylbewerbern eine berufliche und soziale Perspektive zu bieten und sie bestmöglich in die Gesellschaft zu integrieren. Dörigs Bio-Kräuter verfeinern eine Vielfalt an Spezialitäten wie bespielsweise Schnaps, Käse oder Getränke.

Dressings, die überraschen

Die grosse Liebe für Japan, seine Menschen, Kultur und Küche haben Roman Donzé und sein Team gemeinsam. Sie bringen Schweizer Handwerkskunst und den unvergleichlichen Geschmack japanischer Zutaten zusammen und produzieren authentische Kabuki Dressings. Ohne Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe und dennoch sieben Monate haltbar. Die Dressings basieren auf im Original überlieferten Rezepten eines in die Schweiz immigrierten Japaners. Das Sortiment umfasst traditionelle, aber auch würzige Dressings, die sich auch für Marinaden und zum Dippen eignen. «Der japanische Geist offenbart sich für mich in der Art und Weise, wie jedes Gericht mit respektvollem Zubereiten zelebriert wird», sagt Roman Donzé.

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akari taste
Roman Donzé
Steinackerstrasse 11
8302 Kloten | ZH

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Italianità in der Flasche

Julia Kolb verarbeitet feinste, biologisch angebaute Zitronen, Mandarinen und Orangen zu Likören. Kochen, Design und ihre Leidenschaft für Italien verbindet sie zu hochwertigen Erzeugnissen. Die Qualität steht dabei im Vordergrund. Nur unbehandelte Früchte und beste Zutaten werden nach originaler Zubereitungsart hier in der Schweiz oder in ihrem Ferienhaus in Italien verarbeitet. Die Exklusivität wird mit wunderschönen Etiketten, die sie von Hand anschreibt, unterstrichen. Ein eisgekühlter Schluck Limoncino lässt die Sonne der Amalfiküste auf der Zunge zergehen und Erinnerungen an lauwarme Nächte im Süden aufleben.

Der Sirup-Alchemist

Der Zuckerpeitsche-Gründer und gelernte Koch Chris Eckert machte schon immer sein eigenes Ding. Er frönte leidenschaftlich – manchmal auf Umwegen, doch nie unbeirrt – der Kulinarik, dem Design und dem Sinn für Nostalgisches. So gedieh die Idee, sein Flair harmonisch zu vermengen und im ambitionierten Projekt Zuckerpeitsche aufleben zu lassen. Aus Fruchtsäften vom Bio Knospe zertifizierten Bauern und Fair Trade-Rohrzucker von einem Schweizer Händler lässt Chris Eckert Limonadensirup in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Rhabarber mit Tonka oder Mate entstehen. Und neu gibt es nun auch die erste fixfertige Limonade aus der 0.33l-Flasche – in Anlehnung an seinen Sirup «Fräulein Helene» mit Birne und Rosmarin. Zum Wohl!

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Sirupmanufaktur Zuckerpeitsche
Chris Eckert
Cheerstrasse 8
6014 Luzern | LU

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Engel auf der Zunge

In der Mürbel-Manufaktur riecht es angenehm nach schmelzendem Zucker. Auf dem Gasherd steht ein alter Kupferkessel, in dem hingebungsvoll mit einem hölzernen Löffel gerührt wird. Anschliessend die Masse auf der Marmorplatte langsam auskühlen lassen und immer wieder mischen, bis das Milchcaramel perfekt ist. Die Motivation, selbst Milchcaramel herzustellen, kam Barbara Meijerink, als sie in England ein Fudge probierte: «Es war, als ob mir Engel über die Zunge wandern.» Sie fühlte sich an ihre Kindheit erinnert, als sie frische Nidelzeltli vom Markt naschen durfte. Seit 2015 stellen Barbara und Niels Meijerink nun selbst solche Leckereien her. Auch in ausgefallenen Geschmacksrichtungen wie Alpensalz, Chili, Ingwer oder Whisky. Frisch, intensiv, authentisch.

Der Biber aus Appenzell

Wer Appenzell besucht, kommt um den «Beck Böhli» nicht herum. Das traditionsreiche Familienunternehmen in der fünften Generation geniesst einen ausgezeichneten Ruf als innovatives und erfolgreiches Unternehmen. Sie produzieren feinste Spezialitäten, allen voran natürlich die Appenzeller Biber. Verwendet werden nur beste Zutaten, steht doch die Qualität an oberster Stelle. Nach einem über Generationen hinweg überlieferten Rezept stellen die Brüder Alfred und Markus Sutter mit dem Team die Appenzeller Biber in Handarbeit her. «Wer einen Appenzeller Biber geschenkt bekommt, erhält ein Symbol höchster Wertschätzung», sagen sie überzeugt. Die köstlichen Biber bereiten Freude und verwöhnen jeden Geniesser.

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Böhli Bäckerei
Alfred Sutter & Markus Sutter
Engelgasse 9
9050 Appenzell | AI

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Kakao erleben

Bei Garçoa geht es zwar nicht um Wein, aber auch um Terroir, Sorte und Produzent: «Wir setzen uns dafür ein, dass man Kakao wertschätzt und die einzelnen Kakaosorten, -herkünfte und -produzenten in der Schokolade wahrnimmt.» Um diese Elemente erlebbar zu machen, verarbeiten die Agronomen Franziska Akert und Andreas Brechbühl sowie die Verfahrenstechnikerin Eva Schüler kleine Chargen an hochwertigem Kakao von ihnen bekannten Produzenten in Peru, Ghana und Indien. Die Verarbeitung von der Bohne bis zur Schokoladentafel erfolgt in ihrer eigenen Manufaktur in Zürich, mit viel Handarbeit und ohne jegliche Zusatzstoffe. Stilvoll, liebevoll, rein und fein.

Haas im Glas

Manch verwöhnter Schweizer erinnert sich bestimmt mit Wehmut an Grossmutters Kaninchenrezept, das vergessen gegangen ist. Wie in früheren Zeiten konserviert Erika Vollenweider Kaninchenfleisch, das sich durch einen hohen Eiweisswert und einen niedrigen Cholesterin- und Fettanteil auszeichnet. Sie kocht das gesunde Fleisch in frischem Gemüsesud, welcher mit regionalen Gewürzen und Gemüsen verfeinert wird. Im Glas abgefüllt, bleiben Geschmack und Nährwerte schonend erhalten. Die Kaninchen bezieht sie von ihrem Schwager und freut sich, ihre Kaninchen-Parfait-Kreationen als «Haas im Glas» im Delikatessenladen und bei regionalen Verkaufsläden anzubieten. Gesundes und Regionales zu einem feinen Nischenprodukt verarbeiten zu können, bereitet Erika Vollenweider grosse Freude.

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Wyland Haas
Erika Vollenweider
Ritterhof 3
8460 Marthalen | ZH

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Mit Genuss träumen

Den Gaumen überraschen und die kreative Küche bereichern: Georges Püntener stellt den vollen, natürlichen Genuss in den Vordergrund. Für seine veredelten Essige verwendet er ausschliesslich sonnengereifte Früchte, Gemüse und Kräuter von regionalen Bioproduzenten. In reiner Handarbeit verarbeitet er nach traditionellen, beinahe schon in Vergessenheit geratenen Konservierungsmethoden und ohne jegliche Zusatzstoffe die hochwertigen Zutaten zu feinen Essenzen. Der Kleinbetrieb ist bio-zertifiziert. Die diversen Essigvariationen werden in ausgewählten Bio- und Spezialitäten-Läden sowie auf Märkten direkt zum Kunden gebracht. «Werden unsere Essenzen mit feinen Speisen kombiniert, ist der Genuss ein Traum», verspricht Georges Püntener.

Mein Freund, der Wein

Für die Familie Mounir ist die kompromisslose Nachhaltigkeit mit dem Boden eine Selbstverständlichkeit. Alle Reben werden seit Jahren nach IP-Regeln oder biologisch gepflegt. Sie reifen unter der kraftspendenden Salgescher Sonne und werden mit viel Fachwissen zu Spitzenweinen verarbeitet. Olivier Mounir weiss um die Bedeutung von gelebter Teamarbeit und Motivation seiner Mitarbeiter. Mit Liebe zum Beruf und Respekt vor der Natur vereint er mit seinem Team alle Anstrengungen zu Weinen mit gehaltvollem Charakter und zarten Aromen. Der Wein ist mein Freund: Schenk ihm Zeit, er wird es belohnen. Die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen bestätigen diese Weisheit.

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Cave du Rhodan Mounir Weine
Olivier & Sandra Mounir
Flantheystrasse 1
3970 Salgesch | VS

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Rare Tropfen aus Thal

Am steilen Buechberg in Thal SG wachsen fast 50 verschiedene Rebsorten. Zehn Sorten baut Tom Kobel an und vinifiziert daraus seine Weine. Er produziert jährlich rund 30'000 Flaschen. Von gewissen Sorten stellt er mit 500 Flaschen echte Raritäten her. Seit 100 Jahren wird im Ochsentorkel-Weinkeller gekeltert. Ursprünglich aus einer Genossenschaft entstanden, produziert Tom heute als Aktionär hochwertige und einzigartige Weine. Er hat sich sein Handwerk und Wissen an der Fachhochschule in Wädenswil angeeignet und war anschliessend in Südafrika in einer Gross-Kellerei für die Weinproduktion zuständig. Heute geniesst er es, seine Weine von der Rebe bis zur Vermarktung zu begleiten und mit seinen Kunden persönlich im Austausch zu stehen.

Drei Freunde für feines Ketchup

Was machen drei Freunde, die eine Passion für hochwertiges und verantwortungsbewusstes Essen haben? Sie gründen einen Club. Adrian Trunz, David Leicht und Thomas Frischknecht haben Tomaten, die nicht in den Verkauf gelangen, geerntet und verarbeitet. Gewürze geröstet, gemahlen und gemischt. Weitere Zutaten wo möglich in Bio-Qualität aufgetan. Sie haben getüftelt, degustiert, Anregungen aus ihrem Umfeld und aus unterschiedlichsten Ländern einfliessen lassen. Ihr Anliegen: «Köstliche Ketchups, die feines Essen optimal begleiten, anstelle es zu dominieren.» Am Ende stehen nun raffinierte Ketchup-Sorten ohne Konzentrate, mit wenig Zucker und Säure – dafür mit ganzen Früchten und voll im Geschmack.

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The Gourmet Food Club GmbH
Adrian Trunz, David Leicht & Thomas Frischknecht
Bleikenstrasse 17
8583 Sulgen | TG

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Kochen mit Knochen

Wenn Le Saucier, der Saucenkoch, am Werk ist, wird hochwertiges Küchenhandwerk betrieben. Fabian Lange ist in der Spitzengastronomie tätig. Und unter dem Pseudonym «Le Saucier» stellt er vier verschiedene Jus her, die er mit viel Liebe und Leidenschaft persönlich herstellt und abschmeckt: Fisch, Gemüse, Geflügel und Kalb. Geröstetes Gemüse, Fischfrikassee oder Kalbs- und Geflügelknochen werden mit hochwertigem Rot- und Portwein abgelöscht, mehrfach und bis zu 48 Stunden reduziert, gesiebt und passiert. In diesem Verfahren entstehen die perfekten Saucen für vegetarische, vegane oder fleischhaltige Gerichte. Für die Jus verwendet er nur die besten Zutaten und garantiert, dass alle seine Saucen gluten- und laktosefrei sind und keine Zusatzstoffe enthalten. À la bonne heure!

Schön und natürlich sein

Bei Lili Olujic riecht es verführerisch fein aus Töpfchen und Döschen. In ihrer kleinen Manufaktur produziert sie mit Liebe und viel Herzenslust Badebomben und naturkosmetische Seifen, Crêmes, Öle und Salben. «Nur was ich auch essen kann, kommt auf meine Haut», sagt sie überzeugt. Ihre frische und lebendige Wesensart scheint sich auf ihre Produkte zu übertragen: Sie sind bunt und vermitteln Freude. Lili Olujic setzt heute ganz auf ihr Handwerk, bildet sich im In- und Ausland weiter und ist stets auf der Suche nach neuen Inspirationen. Ihr Motto lautet ganz unprätenziös: «be beautiful, be natural, be you» – sei schön, sei natürlich, sei du!

Japanische Tradition in Appenzell

Salome Lippuner, gelernte Goldschmiedin und Pionierin des asiatischen Lackhandwerks in der Schweiz, bringt neues Leben in die östliche Tradition und diese ins Appenzellerland. Mit dem Werkstoff Urushi, Saft des Lackbaums, veredelt sie Trägermaterialien wie Holz, Papier, Leder und Metalle. In Zusammenarbeit mit lokalem Handwerk erscheint z.B. Appenzeller Weissküferei in neuem Gewand. Urushi ist der beständigste natürliche Lack, widersteht Säuren, Laugen und Hitze bis über 100 Grad, ist elastisch und relativ kratzfest. Zahlreiche Schichten des Urushi-Lacks trägt Salome Lippuner in komplexen Techniken auf, die sie in Wien und Japan gelernt und weiterentwickelt hat. Dabei vereint sie Geduld und Präzision mit beeindruckender Kreativität.

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Urushi
Salome Lippuner
Nideren 4
9043 Trogen | AR

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Mut zur Farbe

Kathrin Nigg ist wie sie selbst sagt eine Frohnatur, die gerne lacht. Fröhlich wirkt auch ihre bunt leuchtende Keramik. Um die gewünschte Farbintensität zu erreichen, hat sie eine aufwändige Glasurtechnik entwickelt. Für die leidenschaftliche Töpferin ebenso wichtig sind allerdings die Keramik-Tierchen, die sie auf die Dosendeckel, Henkel und Schüsselränder setzt oder an Gefässen empor klettern lässt. Ihre Werkstatt und Verkaufsladen hat sie in einem ehemaligen Bauernhaus im Zürcher Menzengrüt, wo sie seit 2004 auch lebt und genug Platz für ihre Töpfer-Leidenschaft hat. Dort kann man ihr bei der Arbeit an der Drehscheibe zusehen und sich die Arbeitsprozesse erklären lassen. Und sich von Kathrin Niggs positiver Lebenseinstellung inspirieren lassen.

Weisses Gold

Irene Bernegger arbeitet mit hochwertigem, feinem Porzellan, dem sogenannten «Ice Porcelain». Daraus fertigt sie formschöne, gebrauchskeramische Stücke wie Schalen, Salz- und Pfefferstreuer, Espressotassen und Lampen mit einem warm durchscheinenden Licht. Das Produktdesign der ausgebildeten Keramikdesignerin zeichnet sich durch sinnlich fragiles Material und reduzierte Formen aus. Hauchdünne, formschöne Einzelstücke und in ihrer Natürlichkeit und Klarheit beeindruckende Kleinserien werden in ihrem Atelier in Bern produziert und verkauft. «Ich lasse mich durch traditionelle Themen inspirieren», sagt Irene Bernegger, und lässt so zum Beispiel eine reduzierte Form der Flachsblüte aus der St. Galler Stickerei in das Design ihrer nächsten Lampe einfliessen.

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Keramikdesign
Irene Bernegger
Sandrainstrasse 3b
3007 Bern | BE

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Mit Herz und Hand

«Wir produzieren nicht, sondern arbeiten ausschliesslich auf Kundenauftrag», sagt Simon Tobler, Meister der Polsterwerkstatt. Obwohl er immer mal wieder einem verstossenen Sessel über den Weg läuft, den er rettet und auf eigene Faust restauriert. Die Rohstoffe, die er verwendet, sind fast alles Naturprodukte und stammen aus der Schweiz oder Frankreich. Nicht alle Möbel, die er polstert, sind antik. Doch alle werden sie getreu ihrer Epoche restauriert. Sich dem Einzelstück anzunehmen, dessen Geschichte zu hören, die richtige Form, Qualität und Farbe dazu zu finden, das ist es, was die Werkstatt im ehemaligen Restaurant Saienbrücke ausmacht.

Wertiges schön gemacht

Kreativlust und Handwerk motivieren Thomas Sutter. Er interpretiert Traditionelles neu und verarbeitet Massivholz zu besonders wertvollen Objekten. Sein Kleiderbügel «Diana» beispielsweise ist formschön und praktisch, «ein wertiger Bügel für wertvolle Kleidung», wie er sagt. Der gelernte Möbelschreiner holte mit seinem Können und Talent den Weltmeistertitel und wagte es bereits in jungen Jahren, sich selbstständig zu machen. Heute darf er auf eine erfolgreiche Kollektion ausgewählter Möbelstücke blicken, die den Zeitgeist treffen. Er verwendet ausschliesslich Holz aus der Umgebung und produziert in seiner eigenen Manufaktur in Haslen/AI. Die Weissküfer-Arbeiten übernimmt der ortsansässige Weissküfer.

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thomas sutter
Thomas Sutter
Hauptgasse 7
9050 Appenzell | AI

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Sortenecht vermehrt

Garten Bieri ist eine einzigartige Spezialitätengärtnerei in der Ostschweiz. Sie führen ein Kompetenzzentrum für Pflanzen, die sie selbst produzieren und auch in Kundengärten arrangieren und pflanzen. «Mein Team und ich sind mit Freude bei der Arbeit und neue Herausforderungen sind uns ein Ansporn», erklärt Ernst Bieri seine Leidenschaft schlicht. Viel Fachwissen, sehr gute Pflanzenkenntnisse und ebenso viel Geduld braucht es, manchmal über Jahre, um erfolgreich gesunde, kräftige Pflanzen heranzuziehen. Mit ausgesuchten Raritäten haben sich Ernst Bieri und sein Team einen Namen gemacht. Auf Sortenechtheit wird grösster Wert gelegt, wenn Stecklinge, Steckhölzer und Wurzelschnittlinge veredelt und vermehrt werden.

Mit Natur gestalten

«Es gibt kaum etwas Facettenreicheres als die Natur, die uns umgibt», ist Walter Zellweger überzeugt. Aus der Natur zu lernen und sich von ihr inspirieren zu lassen, ist für ihn zu einer Leidenschaft geworden. Der gelernte Meister-Florist hat auch eine Ausbildung zum Farbgestalter absolviert. Als Florist und Gestalter hat er ein Auge dafür, Gärten, Wohnbereiche, Restaurants und auch Ausstellungen und öffentliche Räume in einem spannenden Dialog mit floraler Interpretation sprechen zu lassen. Er verwendet Gefässe, Körbe, Vasen in unzähligen Farben und Formen und komponiert mit der passenden Bepflanzung handgefertigte Gestaltungselemente, die verzaubern, verschönern und erfreuen. Dem staunenden Betrachter sei Träumen und Schwelgen erlaubt.

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Walter Zellweger
Walter Zellweger
Egg 81 / Sternen
9103 Schwellbrunn | AR

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Kleine, tragbare Kunstwerke

Goldschmied Paul Brent sieht es als Privileg, für seine Kunden Schmuckstücke herstellen zu können, die langanhaltende Freude bereiten. Der junge Engländer empfängt Kunden gerne in seinem Atelier im malerischen St. Peterzell, direkt am Jakobsweg. Dort präsentiert er ihnen eine ansehnliche und bereits mehrfach ausgezeichnete Palette an handgefertigtem Goldschmuck, liebe- und geschmackvoll versehen mit verschiedensten Edelsteinen. Das Oekogold-Zertifikat bestätigt ihm die Verwendung von Edelmetallen, die ausschliesslich aus Recycling-Prozessen gewonnen werden. Inspiriert von der Natur kreiert Paul Brent kleine Kunstwerke mit organischen Formen und von hoher Qualität, die man – und frau – nicht mehr ablegen möchte.

Mit Kleinserien zum Erfolg

Das Gestalten von Schmuckstücken ist die grosse Leidenschaft von Raffaele Haldimann. In der Verbindung von Farben, Formen und Materialien findet er die Vielfältigkeit für sein kreatives Schaffen. Fingerringe, Halsketten und Ohrschmuck zeigen unverwechselbar die eigenständigen und bunten, fröhlichen bis klassischen Kreationen der h kollektion. Die Herausforderung liegt in der Erforschung und Kombination von Materialien wie glasierter Keramik, Holz, Kunststoff und Metall. Die handgefertigten Kleinserien werden in der eigenen Werkstatt gestaltet, produziert und endgefertigt. Die Edelstahlteile werden in regionalen Werkstätten hergestellt.

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h kollektion
Raffaele Haldimann
Rosenweg 28
4500 Solothurn | SO

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Kopfkonform

Hüte sind so individuell wie ihre Trägerinnen und Träger. Sie variieren in Form, Grösse und Aussehen. Verena Philipp verarbeitet aus Hasenhaarfilz, Stroh und hochwertigen Textilien exakte Passformen für individuelle Köpfe. Diese zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus und schmücken das Haupt im Alltag oder zu speziellen Anlässen. Jagd- oder Schiebermützen, Stroh- oder Regenhüte, oder ein extravagantes Prunkstück: jedem Kopf seinen Hut!

Wohnlicher Filz

Marianna Gostner verfilzt sich nie. Aus heimischer Schafwolle lässt sie grosse Filzhocker in Steinoptik und originelle Sitzunterlagen entstehen. Die Naturwolle wird dafür nur mechanisch mit Seife gewaschen, damit die natürlichen Eigenschaften der Wolle wie die hohe Selbstreinigungskraft erhalten bleiben. Gefärbt wird mit Pflanzen aus dem eigenen Garten, gefüllt mit biologischer Hirsespreu aus der Schweiz, die die Körperform umschmiegt und so eine gute Sitzhaltung fördert. Marianna Gostner legt grossen Wert auf Natürlichkeit: «Mir ist es wichtig, dass die Schlichtheit meines Designs den Charakter und die wärmende Ausstrahlung des Rohmaterials sowie dessen Wärme wiedergibt». Ästhetisch, natürlich, bequem.

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7things
Marianna Gostner
Zelglistrasse 38
8634 Hombrechtikon | ZH

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Auf den Fisch gekommen

Taschen, Gürtel, Arm- und Uhrenbänder aus Schweizer Störleder – klingt vielleicht komisch, ist aber eine geniale Idee. Die studierte Textildesignerin und Materialscout Sabina Brägger verarbeitet in ihrem Berner Atelier Fischhäute aus dem Tropenhaus Frutigen. Daraus kreiert sie stilsicher aufwändige Modeaccessoires für Frauen und Männer. «Es ist für mich eine schwierige Gratwanderung, den Markt mit meinen Ideen zu erweitern und gleichzeitig den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen zu vermeiden. Aus diesem Grund arbeite ich mit ungenutzten Restmaterialien, die es zu finden, weiterzuentwickeln und dann für das Produktdesign nutzbar zu machen gilt.» Diverse Auszeichnungen, Medienberichte und Vortragseinladungen bestätigen die Originalität und die Qualität ihres Schaffens.

schlicht schön

In der Basler Aktienmühle wimmelt es vor Kreativität. Mittendrin befindet sich das Atelier von Carmen Schmassmann, in dem sie Taschen, Gürtel, Portemonnaies und weitere Accessoires aus Leder entwirft und produziert. Schlicht und stilvoll, reduziert in der Formensprache, damit das Leder mit seinen individuellen Eigenheiten zur Geltung kommt: «Meine Ideen entstehen abgestimmt auf die jeweiligen Leder. Das Produkt passt sich dem Material an!» Als Dozentin für das Lederhandwerk an der Berufsfachschule in Basel legt Carmen Schmassmann auch Wert auf Funktionalität und Langlebigkeit ihrer Produkte, sowie auf verantwortungsvolle Quellen für Leder und Fournituren. Ihre Lieferanten aus Schweiz, Deutschland und Frankreich besucht sie im Urlaub auch schon einmal selbst.

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caschmabi
Carmen Schmassmann
Aktienmühle Gärtnerstrasse 46
4057 Basel | BS

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Textile Lieblingsstücke

Andrea Gehri nimmt sich gerne Zeit für ihre Kreationen. Ihre Grundmaterialien Seide – diese bezieht sie unter anderem bei Swiss Silk – und andere wertvolle Stoffe bearbeitet sie mit Siebdruck, Färben, Nähen, Filzen, Fotodruck, Zerreissen und weiteren Techniken, die sie inspirieren. Mit ihrem eigenen Stil und grosser Sorgfalt kreiert sie Schals und weitere kunstvolle Tragbarkeiten aus edlen Materialien. «Ich schätze es sehr, wenn meine Unikate von Menschen gekauft und getragen werden, welche den Wert meiner Arbeit sehen und Jahre an meinen Sachen Freude haben.» Andrea Gehri hat in verschiedenen Galerien ausgestellt und ist mit ihren anziehenden Kreationen zweimal im Jahr an Kunsthandwerkausstellungen anzutreffen.

Leinen zum Verlieben

In ihrem Atelier stellt Lilli Krakenberger in Handarbeit Beutel aus antikem Leinen für alles her, was in einen Beutel passt: Brot, Znüni, Gedörrtes, Obst und Gemüse oder Geschenke und Handys. Jeder Beutel ist ein liebevoll gestaltetes Unikat. Sie fertigt aber auch Kleidungsstücke, die nach Wunsch und auf Mass individuell genäht werden. Sie ändert und flickt Lieblingsstücke oder zeigt, wie man das selber macht. «Lieblingsstücke soll man tragen, bis sie auseinanderfallen», sagt sie. Lilli Krakenberger hat ein feines Gespür für Textilien und für das Heilsame am textilen Handwerken. Gelernt hat die Gewandmeisterin ihr Handwerk in Theater, Film und Haute Couture. Ihr Wissen vermittelt sie jede Woche in der offenen Nähstube und in Näh-, Flick- und Stickkursen.

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atelier engelregenbogen
Lilli Krakenberger
Blumenweg 4
8636 Wald | ZH

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Seidenfein

Béatrice von Allmen liebt Originales und Originelles. In erster Linie haben es ihr originell verarbeitete Seidenschals in unzähligen, verschiedenen Form- und Farbvarianten angetan. So näht sie zum Beispiel einen Seidenrundschal, ergänzt diesen mit Seidenstrick und verziert ihn mit Stoffelementen. Die Seide bezieht sie aus Deutschland und färbt sie selbst nach ihren Vorstellungen ein. Von verschiedenen Lieferanten bezieht sie Rohstoffe, die sie lustvoll zu individuellen, modischen Accessoires verarbeitet. Mit ihrem praktischen Magnetsystem lassen sich Tücher und Schals tragen, ohne zu verrutschen.

Vom Samen zum Papier

Patricia Müller verkauft nicht einfach Papier. Das Papier von Patricia Müller ist Natur und Leidenschaft. Für ihre handgeschöpften Pflanzenpapiere verwendet sie Fasern, die sie auf dem familieneigenen Landwirtschaftsgut selbst anpflanzt, in der Umgebung sammelt oder aus alten Textilien gewinnt. In ihrem Atelier mahlt sie die Papierpulpe im Holländer. Daraus schöpft sie zarte und transparente Papiere mit Einschlüssen oder feste und dickere mit Prägungen. Sie zeigt uns eine Auswahl ihrer Papiere, Karten und Lampen, allesamt Unikate, die auf ihre Bestimmung warten. Papier fasziniert eben auch im Computerzeitalter.

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Papieratelier
Patricia Müller
Goltern 20
4578 Bibern | SO

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Traditionsreiches Handwerk

Thomas Aus der Au ist Kürschner. Er verarbeitet einheimische Rohfelle zu Pelzbekleidung und Accessoires. Er kreiert anschmiegsame Stirnbänder, Shawlkragen, Finnen- oder Trappermützen und Gilets, in warmen Naturfarben oder modisch gefärbt. Die Felle stammen hauptsächlich vom Rotfuchs, aus der sogenannten Hegejagd – eine regulierte Jagd zur Wildtierkontrolle. 1956 gründeten seine Eltern den Kleinbetrieb. Thomas aus der Au möchte zum Fortbestand und zum Verständnis des Kürschnereihandwerks beitragen: «Ich möchte mein Handwerk als Wert vermitteln, und dabei Vielfältigkeit und Kreativität hervorheben.» Dabei kreiert er individuelle Mode – jedes Teil ist ein handwerklich gefertigtes Einzelstück.

Wolle mit Temperament

Alpakas kommen zwar von weit her, fühlen sich aber bei Familie Bischofberger im Appenzeller Hinterland wohl und heimisch. Markus Bischofberger hat sich einen Namen gemacht als erfolgreicher Züchter. Seine Alpakagruppe umfasst rund 60 Tiere, jedes Jahr werden etwa 30 Junge geboren. Sie eignen sich zu therapeutischen Zwecken, werden für Trekking-Touren eingesetzt oder ihre hochwertige Fleisch- und Wollprodukte zum Verkauf angeboten. Ihre Wolle ist Öl frei, Feuer hemmend und Wasser absorbierend. Sie zählt nebst Kaschmir und Seide zu den edelsten Naturfasern. Bischofbergers lassen ihre Wolle zu hochwertigen Alpaka-Bettwaren verarbeiten. Die Kissen-, Decken- und Duvetfüllung wird unter dem Label «Best Alpaca Bedding» verkauft und sorgt für einen komfortablen, gesunden Schlaf.

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Alpaka Appenzell
Familie Bischofberger
Hinterarnig 250
9105 Schönengrund | AR

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Balsam vom Marmotta

Die Natur ist die beste Apotheke. Was bereits unsere Vorfahren wussten, wird uns heute vermehrt wieder bewusst. Dazu zählt auch das Murmeltieröl, dem schon seit jeher eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Es soll helfen, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Muskelbeschwerden, Erkältungen und Hautkrankheiten zu lindern. Das Murmeltieröl enthält natürliches Kortison, und die damit verarbeiteten Heilkräutermischungen unterstützen die therapeutische Wirkung. Silvan Schmid bezieht das Murmeltierfett ausschliesslich direkt von Schweizer Jägern. Dazu gehört auch sein Vater, der in Frutigen ein Labor für die Herstellung der Murmeli-Produkte mitinitiierte. Diese reinen und kraftvollen Naturprodukte sind in ihrer Art einzigartig und eignen sich hervorragend zum Einreiben und Massieren.

Sorgfältig behutet

Die Hutwerkstatt von Julian Huber im aargauischen Freiamt gibt es seit bald 100 Jahren. Die Maschinen, mit denen er edelste Hutmodelle für die Dame und den Herrn näht und verarbeitet, sind teilweise ebenso alt. «Innovativ seit 1919» – der Slogan vereint das traditionelle Handwerk und zeitgenössische Kreationen. Der Liebhaber von schützender Kopfbedeckung findet vom klassischen Zylinder bis zum topmodischen Trilby sein Lieblingsmodell in der richtigen Passform. In der letzten Manufaktur der Schweiz werden Strohhüte, die mit der Freiämter Kollektion ein Hut-Revival feiern, ebenso gefertigt wie Filzhüte, wie sie zum Beispiel Jäger oder exklusive Massschneidereien, Theater- und Opernhäuser schätzen. «Wir drängeln mit nassem Lappen und Bügeleisen das edle Material in Form», beschreibt Julian Huber charmant sein Kunsthandwerk.

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Risa Hutwerkstatt
Julian Huber
Zinsmattenstrasse 10
5607 Hägglingen | AG

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Haarig geschmückt

Eine fast vergessene Kunst, die im 1800 und 1900 in Europa weit verbreitet war, ging beinahe verloren. Einer von Wenigen, der noch mit der fast vergessenen Technik Schmuck aus Haaren fertigt, ist Jakob Schiess. Mit Glück konnte er das Handwerk erlernen. Er stellt auf seiner eigens angefertigten Jatte, so nennt man den Flechtstuhl, feine, filigrane und mit genau abgezählten Haaren schöne Kunstwerke her. Im Appenzellerland haben sich Schmuckstücke aus Haaren in der Trachtentradition verankert. Sind die scheinbar fast zerbrechlichen Kunstwerke aus eigenem Haar geflochten, erhalten sie eine sehr persönliche, sentimentale Note. Sie kleiden Finger, Hals oder auch Kleider und sind unvergesslich mit der eigenen Identität verflochten.

Stilvoll angerichtet

Natursteine wie Tonschiefer und Marmor haben ihren eigenen Charakter. Die Steinbildhauer Natalie Agreda und Sven Berger aus Riehen wissen, wie man diesen zur Geltung bringt. In ihrer traditionellen Steinbildhauerei lassen sie neben Grabmälern auch steinige Accessoires wie Servierbretter in verschiedenen Grössen und Formen, Butterdosen und Schalen aus Stein entstehen – mal rustikal, mal feingeschliffen. Natalie Agreda profitiert dabei von ihrer Zweitausbildung zur Objektdesignerin, und so setzen die beiden eine sehr bewusste Formensprache ein: «Uns gefällt es, neue Seiten des Steins und anderer Naturmaterialien zu erforschen und in unseren Objekten wiederzugeben». Diese Objekte sind formschöne Unikate, natürlich, stilvoll und geprägt von liebevoller Handarbeit.

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Pacha&b
Natalie Agreda & Sven Berger
Supperstrasse 28
4125 Riehen | BS

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Messer aus Damaszenerstahl

In der Schmiede in Appenzell fertigt Mario Manser nach uralter Handwerkskunst feinste Messer, Dolche und Schwerter. Dem Damaszenerstahl, das er für die Schneidewerkzeuge verwendet, wurden früher dank der hohen Bruchfestigkeit magische Kräfte zugesprochen. Dieser Stahl wird in vielen Arbeitsgängen mit weichen und harten Stahllagen kombiniert. Daraus gefertigte Messer sind nicht nur stahlhart und schneiden scharf, sondern erhalten durch das Damaszenermuster eine einzigartige Struktur. Keines sieht wie das andere aus, jedes Messer erhält seine eigene Maserung.

Hier brennt nichts an

Philipp Mannale überlässt bei seinen Fabrikaten nichts dem Zufall. In seine «Grillomario-Familie» ist jede Funktion eingebaut, an jede Eventualität ist gedacht: Diese Familie besteht aus der multifunktionellen Feuerschale Grillmario, dem höhenverstellbaren Grillrost Luigi und den PixPax Grillspiessli mit drei Neigungsstufen. Von Steak und Bratwurst über Spiessli und Grillgemüse bis hin zum Schlangenbrot findet dort alles seinen rechten Platz. Durchdacht bis ins letzte Detail, professionell und individuell gefertigt, anwenderfreundlich, einfach zu reinigen, langlebig und gleichzeitig ansprechend im Design – das ist dem gelernten Modell- und Maschinenbauer wichtig. Die nächste Grillsaison kann kommen!

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Kumanu Kunstruktions Manufaktur
Philipp Mannale
Kreisenau
8588 Zihlschlacht | TG

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Zünftiges Handwerk aus Appenzell

Im Zunfthaus zu Appenzell wird traditionelles Handwerk gelebt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine Gemeinschaft aus Künstlern, Handwerkern und Gewerbetreibenden aus verschiedenen Branchen zeigt auf drei Etagen die Vielfalt und Qualität regionaler Handwerkskunst. Zinngiesserin Sibylle Bichsel und Schuhmacher Cosma Impellizzeri sind zwei der kreativen Macher im Zunfthaus, die dieses bei der Authentica vorstellen. An diesem Stand können die Besucher einen Einblick in die Vielfalt des Zunfthauses bekommen und selbst Hand anlegen beispielsweise beim Zinngiessen oder Schuhe Machen. Faszinierendes Handwerk zum Zuschauen, Mitmachen und Kaufen aus dem Herzen von Appenzell.