Ausstellerplan Appenzell AUTHENTICA 17

Auf Geissenart

Die Appenzeller Ziege hat einen ausgeglichenen und lebhaften Charakter. Und sie ist vom Aussterben bedroht. Mathias Koch und seine Familie leisten mit ihren Ziegenmilchprodukten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser robusten Ziegenrasse. Ziegenmilch, Ziegenweich- und -frischkäse sowie das Bergziegenkäse-Mutschli gehören zu den beliebtesten Produkten. Über 300'000 Liter werden in der einzigen Schaukäserei in Appenzell Innerrhoden jährlich verarbeitet. «Mit unseren Ziegenprodukten tun wir nicht nur etwas für den Erhalt der Appenzeller Ziege, wir leisten auch einen Beitrag, um Brauchtum und Tradition aufrecht zu erhalten», sagt Mathias Koch.

Käse aus der Alpstein-Idylle

In der herrlichen Bergwelt des Alpsteins betreibt die Familie Gmünder im Sommer ihren Alpbetrieb. In dieser Idylle produzieren sie mit viel Liebe, Energie und Handarbeit aus frischer Alpmilch herrlichen, gesunden und schmackhaften Alpkäse. Alle ihre Sorten werden aus frischer Rohmilch hergestellt. Die unbehandelte und unpasteurisierte Milch enthält die guten Milchsäurebakterien, die so wichtig sind für einen geschmackvollen, geschmeidigen Käse. Die Grossfamilie Gmünder lebt, was sie macht: Der Gast, der die Wanderung ab Wasserauen unter die Füsse nimmt, wird willkommen geheissen und kann beim Käsen auf der Alp zuschauen. Anschliessend kann er sich in den warmen Sommermonaten im warmen Molkebad verwöhnen lassen und ein Plättli feinster Käsespezialitäten geniessen.

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Seealpchäs
Hans & Daniela Gmünder-Gollbach
Leimensteigstrasse 31
9054 Haslen | AI

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Appetit auf Leben

In lateinischen Ländern gibt es keinen Unterschied zwischen dem Handwerker und dem Künstler: artisan oder articiano – beide sind in der Werkstatt anzutreffen! Die Bio-Nudelwerkstatt von Peter Gschwend gibt es bereits seit 1981. Die Kunst des Nudelmachens besteht für ihn darin, eine natürliche Lebens- und Arbeitsweise zu finden. Der Teig, der selbstredend wo immer möglich aus Bioprodukten besteht, wird gewalzt, und auf keinen Fall gepresst oder gedrückt. Dieses Verfahren schont die guten Inhaltsstoffe und intensiviert den Geschmack. Der Schweizer Rudermeister, Notar und ehemalige Steward bei der Swissair kennt das Leben: «Wer Zeit hat, lebt» ist sein Motto. Seine Partnerin Edith Nüesch unterstützt ihn dabei.

Vom Hochstamm in die Flasche

Es gibt einen Zeitungsartikel, der Martin Rihs aus Montagny-la-Ville als verrückt bezeichnet. Er folgt seinem Bauchgefühl, könnte man vielleicht auch sagen. Ausgebildet als Lehrer und Bauer ist er nun ebenso gelernter Destillateur, der 60 seiner 95 selbst produzierten Apfelsorten – von neu bis alt – zu feinstem Hochstammapfellikör verwandelt. Martin Rihs setzt dem enormen Rückgang der traditionellen Hochstammobstgärten den Erhalt seines eigenen entgegen, in extensiver und höchstem Grade ökologischer Produktion: «Dabei will ich nicht weniger, sondern keine Chemie auf meinem Land einsetzen», sagt er überzeugt. Seine Produkte sowie deren zahlreiche Konsumenten danken es ihm.

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Distillerie Belmont
Martin Rihs
Rte de Belmont
1776 Montagny-la-Ville | FR

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Herz-Augen-Gaumenfreude

Im biologischen Hausgarten von Andrea und Philipp Elsener Rieder wachsen 50 Sorten Kräuter. Sie werden alle in sorgfältiger Handarbeit gepflanzt, gepflegt, geerntet und verarbeitet. So gehen kaum Inhaltsstoffe verloren und die Blüten und Blätter enthalten ein Optimum an Wirkung und Aromastoffen. Es ist der Familie wichtig, dass bei all ihren Tees die einzelnen Kräuter gut zu erkennen, zu riechen und zu fühlen sind. Die Pflanzen sollen leuchten und das Herz wie auch das Auge erfreuen. Koboldtrank, Drachenflug oder Merlin – die zauberhaften Namen ihrer Teemischungen versprechen einen überraschenden Teegenuss.

Bündner Energieriegel

Jedes Land, jede Region ist stolz auf die eigenen Spezialitäten. In der Fleischtrocknerei von Alois Schlager ist es das Bündnerfleisch, das nach alter Tradition wie vor 300 Jahren rein naturgetrocknet wird. Künstliche Reife- und Umrötemittel braucht es dazu nicht: Das Fleisch ist von hoher Qualität und entspricht den strengen Richtlinien von Alpinavera. Alois Schlager und seine Partnerin Jacqueline Eberle erzählen, dass Bündnerfleisch wohl der älteste «Energieriegel» sei. Das Fleisch der Tiere, die in den Bergtälern und -höhen weiden, ist mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Das kann man riechen und schmecken! Ihre Erzeugnisse sind nicht nur Alpinavera zertifiziert. Bündnerfleisch und Churer Beinwurst tragen auch das Label von Slow Food.

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Bischi Naturtrocknerei
Jacqueline Eberle & Alois Schlager
Hauptstrasse 64
7075 Churwalden | GR

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Auf zum «Chitzi Franz»

Bereits 1885 ging man in Appenzell um die Oster- und Pfingstzeit zum «Kitziträger» Josef Anton Fässler, wenn man das beliebte Fleisch der Geisskitzen haben wollte. Und noch heute bekommt man es in der Metzgerei Franz Fässler. Das und andere Spezialitäten, wie das mild gewürzte Appenzeller Schweinsfilet geräuchert oder die Appenzeller Whiskywurst – die beiden Verkaufsschlager der Metzgerei. Franz und Margrit Fässler führen ihren Familienbetrieb mit Leib und Seele. Neben der Freude am Fleisch selbst, dem eigenhändigen Verarbeiten und Austüfteln immer neuer Produkte legen sie grossen Wert auf die Qualität des Fleisches. Und als Lehrmeister des Jahres 2015 freut sich Franz Fässler sehr über die Möglichkeit, seine Leidenschaft für das Handwerk an junge Menschen weitergeben zu können.

Harte Schale, roter Kern

Wer meint, Baumnüsse müssten innen immer braun sein, hat die rote Gublernuss wohl noch nie gesehen. Sie ist das Markenzeichen von Heinrich Gubler-Merz, dem Besitzer der europaweit grössten Nusssortensammlung. In seiner zwei Hektar grossen Baumschule befinden sich über 300 Sorten, darunter 130 allein aus der Schweiz. Und das Wissen dazu, das der Holztechniker in langjähriger Arbeit zusammengetragen hat und auch in Kursen weitervermittelt. Seine Begeisterung ist deutlich spürbar: «Etwas wachsen, blühen und Früchte tragen zu sehen, ist etwas ganz Essentielles für mich.» Besondere Spezialität sind die seltenen, rohkernigen Nussbäume, deren Früchte mild und aromatisch zugleich schmecken – und sogar für Allergiker verträglich sind.

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Nussbäume
Heinrich Gubler-Merz
Unterdorfstrasse 5
8507 Hörhausen | TG

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Der Biber aus Appenzell

Wer Appenzell besucht, kommt um den «Beck Böhli» nicht herum. Das traditionsreiche Familienunternehmen in der fünften Generation geniesst einen ausgezeichneten Ruf als innovatives und erfolgreiches Unternehmen. Sie produzieren feinste Spezialitäten, allen voran natürlich die feinen Appenzeller Biber. Verwendet werden nur beste Zutaten, steht doch die Qualität an oberster Stelle. Nach einem über Generationen hinweg überlieferten Rezept stellen die Brüder Alfred und Markus Sutter mit dem Team die Appenzeller Biber in Handarbeit her. «Wer einen Appenzeller Biber geschenkt bekommt, erhält ein Symbol höchster Wertschätzung», sagen sie überzeugt. Die köstlichen Biber bereiten Freude und verwöhnen jeden Geniesser.

Engel auf der Zunge

In der Mürbel-Manufaktur riecht es angenehm nach schmelzendem Zucker. Auf dem Gasherd steht ein alter Kupferkessel, in dem hingebungsvoll mit einem hölzernen Löffel gerührt wird. Anschliessend die Masse auf der Marmorplatte langsam auskühlen lassen und immer wieder mischen, bis das Milchcaramel perfekt ist. Die Motivation, selbst Milchcaramel herzustellen, kam Barbara Meijerink, als sie in England ein Fudge probierte: «Es war, also ob mir Engel über die Zunge wandern.» Sie fühlte sich an ihre Kindheit erinnert, als sie frische Nidelzeltli vom Markt naschen durfte. Seit 2015 stellen Barbara und Niels Meijerink nun selbst solche Leckereien her. Auch in ausgefallenen Geschmacksrichtungen wie Alpensalz, Chili, Ingwer oder Whisky. Frisch, intensiv, authentisch.

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Mürbel
Barbara & Niels Meijerink
Dorfstrasse 9
8585 Mattwil | TG

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Linthmais ist Sonnenkost

Im Mais wird der Sommer gespeichert: Die ganze Kraft der Sonne wird im nahrhaften Korn festgehalten. Schon um 1700 hat man in der Linthebene erstmals Mais angepflanzt. Daraus entstand eine eigene Sorte, der Linthmais. Christian Bruhin hat dem beinahe in Vergessenheit geratenen Korn neuen Aufwind verschafft. Der reife Linthmais wird ungeschält vermahlen, weshalb das ganze Vitamin- und Mineralsalz unverändert erhalten bleibt. Er ist gentechnisch unverändert und als Vollkornmehl auf der Liste der Ostschweizer Culinarium-Produkte, was einen hohen Standard garantiert. Christian Bruhin ist innovativ und bietet verschiedene Produkte aus Linthmais an. Nebst der bekannten Polenta in unterschiedlicher Körnung sind seine Tortilla-Chips beliebt bei Jung und Alt.

in der Würze liegt die Kraft

Yves und Tania Woodhatch sind ein eingespieltes Team: Er der kreative Tüftler mit dem feinem Geschmackssinn, sie die gute Fee im Hintergrund. Das Ergebnis ist eine grosse Vielfalt an Gewürzmischungen aus aller Welt, die keine Wünsche offen lässt. Und vermisst doch noch jemand eine bestimmte Mischung, macht sich der Würzmeister sofort wieder ans Werk. Die Rohgewürze dafür mahlt er schonend in der Diamant-Mühle bei niedrigen Temperaturen, was die ätherischen Öle erhält und somit eine hohe Qualität, einen intensiven Geschmack und eine Langlebigkeit der Gewürze garantiert. Selbst Mittelalterfans kommen dabei auf ihre Kosten: So landen auch Ysop, Quendel und Langpfeffer in manchen Gewürzmischungen. Was dort sicher nicht landet, sind Zusatzstoffe.

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Würzmeister GmbH
Yves & Tania Woodhatch
Graswinkelstrasse 7
8302 Kloten | ZH

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Mit Genuss träumen

Den Gaumen überraschen und die kreative Küche bereichern: Georges Püntener stellt den vollen, natürlichen Genuss in den Vordergrund. Für seine veredelten Essige verwendet er ausschliesslich sonnengereifte Früchte, Gemüse und Kräuter von regionalen Bioproduzenten. In reiner Handarbeit verarbeitet er nach traditionellen, beinahe schon in Vergessenheit geratenen Konservierungsmethoden und ohne jegliche Zusatzstoffe die hochwertigen Zutaten zu feinen Essenzen. Der Kleinbetrieb ist bio-zertifiziert. Die diversen Essigvariationen werden in ausgewählten Bio- und Spezialitäten-Läden sowie auf Märkten direkt zum Kunden gebracht. «Werden unsere Essenzen mit feinen Speisen kombiniert, ist der Genuss ein Traum», verspricht Georges Püntener.

(f)eingemacht

Domenica Boutilly bezeichnet sich selbst als Einmacherin und Rezepttüftlerin. Dazu ist sie erfahrene Gastronomin, leidenschaftliche Köchin und Sammlerin – als solche in baselbieter und bündner Wäldern anzutreffen, wo sie einige Zutaten für ihre feingemachten Delikatessen sucht. Von diversen würzig-fruchtigen Chutneys, Chili-Peperonigelée und Puschlaver Pesteda bis hin zu marokkanischen Salzzitronen und schwarzen Baumnüssen kommt ihr alles ins Glas. Manche Kräuter und Beeren hat sie aus ihrem Garten in Graubünden, ihrem zweiten Standort, wo sie sich gleichzeitig für den Erhalt, die Verarbeitung und Vermarktung von seltenen Obstsorten einsetzt. Die Zutaten Leidenschaft und Engagement sind somit auch in jedem ihrer Gläser eingemacht.

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feingemachtes
Domenica Boutilly
Loogstrasse 18
4142 Münchenstein | BL

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Grossmutter ist die Beste

Roman Treichlers Grosi wusste genau, wie man den Sommer haltbar machen konnte. In ihrem blauen Heft hat sie die feinsten Rezepte niedergeschrieben. Damit jedes Aroma unverfälscht bleibt, müssen die Früchte naturreif und ohne chemische Zusätze und Konservierungsmittel verarbeitet werden. Der Enkel und gelernte Koch hält sich daran. Die Spätsommer-Himbeeren sind ihm am liebsten: Sie haben viel Geschmack, keine Würmer und sind deshalb bestens dafür geeignet, als Konfitüre oder Sirup im Glas zu landen. Die raren, sensiblen Rosenblüten für seinen naturbelassenen Sirup erhält er von Monika und Peter Müller von oMioBio. Roman Treichler konserviert die Sommerfrüchte nach guter alter Grosi-Sitte und beliefert Private, Handelsbetriebe und Restaurants mit seinen natürlichen Erzeugnissen in Bioqualität.

Hochwertiges Öl vom Müller

Simon Müller übt einen aussergewöhnlichen Beruf aus: Er ist Ölmüller. Er sammelt intensiv Wissen rund um das Thema der Ölherstellung und der Ölpflanzen – der Saaten, Kerne und Nüsse. Öle und deren Wirkung auf die Gesundheit sowie deren Verwendung in Küche und hautpflegender Kosmetik interessieren ihn in der Gesamtheit. Er hat sich auf naturbelassene Speiseöle in Rohkostqualität spezialisiert. Diese presst er zusammen mit seiner Frau Sandra in einem schonenden Verfahren bei Temperaturen zwischen 28 und 37 Grad. Dazu benutzen sie eine spezielle Ölmühle mit Wasserkühlung, die für die hochwertige Ölgewinnung in Rohkostqualität durch Kaltpressung entwickelt wurde. Ihre Philosophie ist geprägt von einem konsequenten Qualitätsdenken und der Liebe zur Natur.

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Oelist
Simon Müller
Emmengasse 2
4223 Blauen | BL

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Bio-Kräuter, nicht nur für Appenzeller

Die Appenzeller Bio-Kräuter von Maurus und Petra Dörig-Eyacher werden im landwirtschaftlichen Spezialitäten-Betrieb mit sozialen Aufgaben im Bereich der Integration von Menschen mit besonderen Bedürfnissen angebaut. In Zusammenarbeit mit regionalen und ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben bauen sie Kräuter in höchster Bio-Knospen-Qualität an. Sie nutzen diese Arbeit, um Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung, Jugendlichen mit schwierigen Biographien, Langzeitarbeitslosen oder Asylbewerbern eine berufliche und soziale Perspektive zu bieten und sie bestmöglich in die Gesellschaft zu integrieren. Dörigs Bio-Kräuter verfeinern eine Vielfalt an Spezialitäten wie bespielsweise Schnaps, Käse oder Getränke.

Nativ extra vergine

Die Olivenbäume von Gino Carosella stehen seit Generationen in den Abruzzen. 1995 packte er die Chance und übernahm die alten, knorrigen Bäume, die auf dem Land seiner Vorfahren stehen. Mit den handgepflückten Früchten produziert er feines natives Olio d'oliva extra vergine. Die Oliven werden innert wenigen Stunden nach der Ernte mit moderner Technik gepresst. Die Bäume erhalten einen jährlichen Winterschnitt und werden mit natürlicher Gründüngung versorgt. Die Echtheit seiner Produkte ist Gino Carosella wichtig. Nur sonnengereifte Oliven verarbeitet er zu köstlichem Öl. Mit baumreifen Früchten aus seiner Heimat entsteht sein Olivenöl mit Zitronen und Orangen.

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olearia
Theresia & Gino Carosella
Schmiedemattweg 8
3629 Kiesen | BE

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Schweizer Wurzeln

Lucia und Willy Schmid-Zwimpfer haben die Meerrettichwurzel für sich entdeckt. Sie pflanzen und pflegen sie auf ihrem Hof bis zur Ernte. Die würzigen Wurzeln werden gewaschen, gerüstet und geschnitten. Sie eignen sich frisch wie auch getrocknet und zu Pulver gemahlen zum Würzen von Speisen. Die Meerrettichwurzel ist äusserst gesund – ihr werden antiseptische Eigenschaften zugeschrieben, und sie kann als natürliches Hausmittel bei Mensch und Tier eingesetzt werden. Hohe Reinheit und Unverfälschtheit zeichnen das nach Bio Suisse-Massstäben produzierte Meerrettichpulver der Familie Schmid-Zwimpfer aus.

Zu allem Senf

Einem der ältesten bekannten und gesunden Gewürzmittel – dem Senf – hat sich der Moutardier Reto Lutz verschrieben. Was vor 20 Jahren als ausgefallenes Weihnachtsgeschenk begann, ist heute seine Leidenschaft. Seinen nach Bio Suisse-Massstäben produzierten Senf aus der Zofiger Manufaktur gibt es in 28 Geschmacksrichtungen: von fruchtig süss bis extra scharf. Im Austüfteln und Mixen von neuen, edlen Rezepturen ist Reto Lutz ein Meister. Hochwertige Biozutaten zu finden war und ist eine Herausforderung. Heute schwärmt er von Zwetschgen aus Affoltern a.A. und Wildkräutern vom Uerkental/AG. Nebst seinen eigenen Bio-Senfen entwickelt er auch für und mit Senfliebhabern neue Kreationen.

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Bio-Senf Zofingen
Reto Lutz
Rigiweg 22a
4800 Zofingen | AG

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Kein kalter Kaffee

In der KaffaWerkstatt von Maria Müller und Willy Zemp geht es fair, biologisch und genüsslich zu: Dort verarbeiten sie einen Wildkaffee aus den Bergregenwäldern der Provinz Kaffa in Äthiopien, dessen Verkauf zu einem Einkommen für viele Bewohner sowie zum Erhalt der dortigen Naturflächen beiträgt. Um eine nachhaltige Veredlung und eine hohe Qualität zu sichern, haben Maria Müller und Willy Zemp 2016 die Kaffawerkstatt eröffnet, in der sie die wilden Arabica-Bohnen nach herkömmlicher Handwerkskunst auf dem kleinen Ghibli-Ofen zu feinstem Kaffee rösten. Dabei eröffnet sich ihnen eine Kaffee-Geschmackswelt von fruchtigen, kräftig herben, leichten und blumigen Aromen, die jeden, der eine Kaffatasse probiert, zum Schwärmen bringt.

Gesunde Sprossen

Sprossen sind gesund, bringen Lebensfreude und verleihen Vitalität. Marco Vonmoos ist gelernter Biolandwirt und von der Kraft der Sprossen begeistert. Er hat aus hochwertigen Materialien ein System entwickelt, mit dem er und viele seiner Kunden zu Hause über 20 verschiedene Samen aus kontrolliert biologischem Anbau zum Keimen bringen können. Sprossen sind unübertroffen, was Geschmack und Inhaltsstoffe betrifft. «Es ist so einfach, ein schmackhaftes Gericht zuzubereiten und gleichzeitig dem Körper und der Gesundheit etwas Gutes zu tun», sagt Marco Vonmoos.

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naturwerker
Marco Vonmoos
Pfaffnauerstrasse 3
6260 Mehlsecken | LU

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Dini «Schoggi»

Rebecca Odermatt und Thomas Ramseier betreiben mit viel Enthusiasmus und Fachkenntnis «minischoggi.ch». Die gelernte Konditorin-Confiseurin und Gewinnerin verschiedener Schokoladen-Wettbewerbe und der gelernte Lebensmitteltechnologe verarbeiten ausschliesslich Schweizer Schokolade, vermengt mit erlesensten Zutaten. Sie pflegen das traditionelle Handwerk des Chocolatiers mit Passion: «Die Liebe zum Detail sowie die Leidenschaft für feinste Schokolade werden durch unsere Chocolatiers gelebt und mit jeder Kreation weitergegeben», erzählen die beiden begeistert. Sie geben ihr Fachwissen gerne weiter und bieten an verschiedenen Orten in der Schweiz Kurse an. So kann jeder für ein paar Stunden selbst Chocolatier sein und darf am Ende «sini» Schoggi mit nach Hause nehmen.

Charakter-Brot

Ofenfrische, intensiv duftende Holzofenbrote mit dunkler Kruste, in Demeter-Qualität. Ochsenaugen, Zimtblätter, Müslieggen und zwölf weitere Sorten Tischgebäck aus Demeter Dinkel, die zum Naschen einladen. Dieser Anblick offenbart sich in der kleinen Bäckerei des KORN.HAUS. Und ein herzlicher Bäckereileiter, der gelernte Bäcker und Sozialpädagoge Peter Fischer, der auch nach 17 Jahren noch für seine Gebäcke schwärmt. So wie für sein Team aus elf leidenschaftlichen Bäckerinnen und Bäckern, darunter betreute Mitarbeitende, Ausbildner und Lehrlinge. Achtsamkeit und Verantwortung gegenüber Mensch und Erde sind wesentliche Grundlagen für die Arbeit im KORN.HAUS. Und am Ende stehen charaktervolle, hochwertige Produkte, die mittlerweile in der ganzen Schweiz beliebt sind.

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KORN.HAUS
Peter Fischer
Schwalbenstrasse 7
8374 Dussnang | TG

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Aus Langeweile wird Hochprozentiges

Ingwer ist uns als Gewürz vor allem aus der asiatischen Küche bekannt, oder als Heilmittel bei Rheuma und Erkältungen. Aus Bio-Ingwer einen Likör zu machen hingegen, auf diese Idee kommt man aus Langeweile. Philip Jenzer tüftelte, bis er die optimale Mischung fand: nicht zu süss, nicht zu scharf, aber mit viel Ingwergeschmack. Nach der Geschäftsgründung zusammen mit Simon Borchardt entwickelte sich der Likör bei den Stadtbernern zu einem Kultgetränk und die Nachfrage ist kaum noch zu stillen. Die wohltuende Schärfe im Gaumen kann mit einem Trick verändert werden: Schüttelt man die Flasche, flattern die Trübstoffe im gelben Schnaps auf, was ihm mehr Schärfe verleiht.

Feine Umdrehungen

Er macht sich gerne die Hände schmutzig. Daher hat sich Lars Urfer nach seinem Studium in Industrial Design für einen Brennkurs und daraufhin für das Brennen von Gin und Absinth entschieden. In seiner Brennerei im Berner Mattenquartier tüftelt er an neuen Kreationen, verfeinert seine beliebten Klassiker, und gibt sie anschliessend in den Verkauf – unter anderem in die Bar nebenan, die «Gastro Brennerei». Ausserdem bietet er Tastings und Brennkurse in seiner Brennerei an. «Alte Rezepte aus dem 19. Jahrhundert sind ein spannender Ausgangspunkt für neue Kreationen», sagt Lars Urfer begeistert. Einige Kräuter für diese Kreationen baut er selbst an, und einen Kleinbrennhafen hat er sich dafür zugelegt. Mit der eidgenössischen Verwaltungsnummer 666 – teuflisch gut.

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Matte Brennerei
Lars Urfer
Greyerzstrasse 85
3014 Bern | BE

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Mein Freund, der Wein

Für die Familie Mounir ist die kompromisslose Nachhaltigkeit mit dem Boden eine Selbstverständlichkeit. Alle Reben werden seit Jahren nach IP-Regeln oder biodynamisch gepflegt. Sie reifen unter der kraftspendenden Salgescher Sonne und werden mit viel Fachwissen zu Spitzenweinen verarbeitet. Olivier Mounir weiss um die Bedeutung von gelebter Teamarbeit und Motivation seiner Mitarbeiter. Mit Liebe zum Beruf und Respekt vor der Natur vereint er mit seinem Team alle Anstrengungen zu Weinen mit gehaltvollem Charakter und zarten Aromen. Der Wein ist mein Freund: Schenk ihm Zeit, er wird es belohnen. Die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen bestätigen diese Weisheit.

Eleganter Begleiter

«Die gemeinsame Leidenschaft für den Wein sowie das Bestreben, einen eigenen Weg zu gehen, hat die drei Familien Bagno, Kobel-Reimann und Margarito zu «Amitschi» vereint», erzählt Marco Bagno. Im sonnenverwöhnten Racale (Apulien, Italien) wachsen auf roter Erde die gehaltvollen Trauben heran, liebevoll von der Familie Margarito gepflegt. An ausgewählten Tagen gepflückt und behutsam in Kistchen gelegt, treten sie nach ihrer Reife die Reise in die Schweiz an. Hier werden sie von der Weinmacher-Familie Kobel-Reimann in Thal sorgfältig verarbeitet und vinifiziert. Das Ergebnis ist ein edler Tropfen, harmonisch und samtig. Unter dem Namen «Amitschi» ? «Freunde» ? ist er ein eleganter Begleiter zu einem gemütlichen Essen oder in einer geselligen Runde.

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Montamare
Marco Bagno
Hirschwiese 12
8730 Uznach | SG

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Kompetente Harmonie

Im Luzernischen Seetal sind die klimatischen Bedingungen optimal für gehaltvolle, fruchtige Weine. Die teilweise vom Südwind geprägte Landschaft und die kühlen Winde aus dem Nordwesten sorgen für frische Aromatik, ist Mathias Brunner überzeugt. Der sympathische Önologe und Fachlehrer für Weinbau setzt auf eine breite Traubenauswahl und schonende Behandlung der Trauben. Die Gelegenheit, einen Bio-Streuobstgarten zu übernehmen, liess er sich nicht entgehen. Aus Birnen, Äpfeln und Pflaumen kredenzt er einen Fruchtbalsamessig, der sich grosser Beliebtheit erfreut und längst nicht mehr die Nachfrage deckt. Das Nischenprodukt ergänzt die Wertschöpfungskette seines Betriebs ideal.

Ein Fläschchen Italien

Die beste Art den Limoncino di Giovanna zu geniessen, ist, den kalten Likör mit geschlossenen Augen zu trinken und auf sich wirken zu lassen. Alleine die Namen der Liköre machen Lust, die süssen Tropfen zu probieren: Fragolino, Zenzerino, Mocaccino, Meloncino. Das klingt doch schon nach Dolce Vita und Sonnenreife. Die diversen, auserlesenen Früchte für ihre Liköre bezieht Johanna Stettinger direkt beim Produzenten. Die Qualität des Rohstoffes will sie schliesslich selbst prüfen: «Der Entstehungsprozess ist eine Reise». Denn was daraus entsteht, ist nicht immer von vorneherein festgelegt. Und für neue Vorschläge von Kunden ist DiGiovanna auch offen. Mazerat-Liköre aus sorgfältigster Produktion – da kann man den Sonnenuntergang förmlich schmecken.

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DiGiovanna
Johanna Stettinger
La Strada d'Lindeman 12
6574 Vira-Gambarogno | TI

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Sortenecht vermehrt

Garten Bieri ist eine einzigartige Spezialitätengärtnerei in der Ostschweiz. Sie führen ein Kompetenzzentrum für Pflanzen, die sie selbst produzieren und auch in Kundengärten arrangieren und pflanzen. «Wir sind mit Freude bei der Arbeit und neue Herausforderungen sind uns ein Ansporn», erklärt Ernst Bieri seine Leidenschaft schlicht. Viel Fachwissen, sehr gute Pflanzenkenntnisse und ebenso viel Geduld braucht es, manchmal über Jahre, um erfolgreich gesunde, kräftige Pflanzen heranzuziehen. Mit ausgesuchten Raritäten haben sich Ernst Bieri und sein Team einen Namen gemacht. Auf Sortenechtheit wird grösster Wert gelegt, wenn Stecklinge, Steckhölzer und Wurzelschnittlinge veredelt und vermehrt werden.

Den richtigen Ton finden

Wer bei einer Töpferei nur an Vasen denkt – weit gefehlt! «Heute ist fast alles möglich», sagt Fred Braun mit glänzenden Augen. In seiner Töpferei stellt er unter anderem Kacheln, bunte Säulen, Gartenzäune, Salontische und Wandbilder her. Die Töpferei ist 115 Jahre alt und beschäftigte früher 15 Personen. 1987 übergab Fred Brauns Grossvater ihm den Betrieb, den er nun seit 30 Jahren alleine führt. Er arbeitet mit 100 % erneuerbarer Energie, die Rohstoffe bezieht Fred Braun aus Deutschland und der Schweiz. Wer zum ersten Mal an dessen buntem Keramikgartenzaun vorbeigeht, bleibt wahrscheinlich über das Ausmass dieser Kreativität verwundert stehen. Und wer eine Frage hat, findet sich schon bald in einem fesselnden Gespräch wieder.

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Töpferei Braun
Fred Braun
Bahnstrasse 11
9442 Berneck | SG

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Geschichtsträchtig & einzigartig

Einzelstücke finden, deren Patina erhalten und so Geschichte bewahren: Regula Brun wertschätzt alte Schubladen-Möbel und die Geschichten, die in ihnen stecken. Jedes Möbelstück, das sie verkauft, ist nummeriert und trägt ihr Label «Einzelstück». Ihr Engagement zum Erhalt antiker, einheimischer Möbel ist Teil einer Gegenbewegung zur Wegwerfgesellschaft. Die Zusammenarbeit mit sozialen Institutionen und der Einsatz von Naturölen zur Konservierung der Möbel sind ihr Beitrag zur gelebten Nachhaltigkeit. In Regula Bruns Manufaktur werden Geschichtsträger nicht nur bewahrt, sondern mit Sorgfalt zu neuem Leben erweckt.

UnFASSbar schön

«Vor bald zehn Jahren schenkte mir meine Mutter ein kleines gebrauchtes Weinfass aus dem Burgund. Plötzlich war mir klar, dass daraus ein Stuhl entstehen soll». Heute macht die gelernte Möbelschreinerin Laura Ducret Fassmöbel, Fasssessel und Fassleuchten vorzugsweise aus Schweizer Fässern. Alles Einzelstücke und nach Kundenwunsch. Jedes Fass hat eine eigene Form und Farbe, je nach Küfer und dem Wein, der darin gelagert wurde. Laura Ducrets zweite Leidenschaft sind Flüssigintarsien. Dafür schnitzt sie filigrane Motive in Möbel, die sie mit farbigem Kunststoff wieder auffüllt. Durch die Verbindung von Handwerk und künstlerischem Flair entstehenden Unikate, die der Kunde in Holzart, Form und Design mitbeeinflussen darf.

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Lorbeer Holzdesign
Laura Ducret
Winzerstrasse 79
8049 Zürich | ZH

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Ohne Hand kein Werk

Seit 25 Jahren gibt es die Möbelei Baumann im Toggenburg. «Die stete Suche nach dem Neuen, Unbekannten, Andersartigen inspiriert mich. Zum Beispiel als Gegenstück zur Schublade die Drehlade, oder zum Rechteck die Ellipsenform», schwärmt Robert Baumann von seinem Handwerk. Holz, Metall, Leder und Farbe als Werkstoffe verhelfen seinen Ideen erst zur physischen Präsenz. So entstehen Tische, Stühle, Sessel, Lampen oder farbige Möbel und Objekte. Im Gespräch mit der Kundin oder dem Kunden sucht Robert Baumann nach der geeigneten Umsetzung. Jedes seiner Möbel ist ein Unikat, die Handschrift immer erkennbar.

Tischkultur mit dem richtigen Dreh

Abstraktes Denken schliesst materielles Handwerk nicht aus, im Gegenteil. Die Keramikerin Katja Stucki hat neben der Töpferei ein berufliches Standbein in der Wirtschaftsinformatik. Sie kennt sich also aus in virtuellen Welten. Sie ist überzeugt: je synthetischer das Leben wird, umso wichtiger ist es, den materiellen Alltag mit wohltuenden, fassbaren Objekten von ästhetischem Wert zu bereichern. Ihre Vorliebe gilt Gefässen aller Art und Grösse, die sie auf der Töpferscheibe frei dreht. Unzählige Glasuren geben ihren Kleinserien und jedem ihrer Unikate eine unverwechselbare Einzigartigkeit. Im Hochtemperatur-Bereich im Gas- oder im Elektroofen gebrannt, werden die Gebrauchsgegenstände nicht nur resistent gegen Säuren, Laugen, Kälte und Wärme, sondern erhalten durch die Verglasung einen wunderbaren Klang.

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Keramik Töpferei Katja Stucki
Katja Stucki
Ida-Sträuli-Strasse 73
8404 Winterthur | ZH

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Mit Herz und Hand

«Wir produzieren nicht, sondern arbeiten ausschliesslich auf Kundenauftrag», sagt Simon Tobler, Meister der Polsterwerkstatt. Obwohl er immer mal wieder einem verstossenen Sessel über den Weg läuft, den er rettet und auf eigene Faust restauriert. Die Rohstoffe, die er verwendet, sind fast alles Naturprodukte und stammen aus der Schweiz oder Frankreich. Nicht alle Möbel, die er polstert, sind antik. Doch alle werden sie getreu ihrer Epoche restauriert. Sich dem Einzelstück anzunehmen, seine Geschichte zu hören, die richtige Form, Qualität und Farbe dazu zu finden, das ist es, was die Werkstatt im ehemaligen Restaurant Saienbrücke ausmacht.

Wohnen mit Stil

Wenn Karl Laimbacher Holz für Restaurationen verwendet, dann muss dieses schon mindestens 150 Jahre auf dem Buckel haben. Das Holz erhält er jeweils von alten Häusern, die abgerissen werden. In der Appenzeller Antikschreinerei werden Möbel restauriert, Oberflächen fachmännisch behandelt und Einzelanfertigungen mit Laimbachers Handschrift hergestellt. Hier geht es um Ideen, Wünsche und Handwerk. «Fordern Sie uns heraus», schreibt der Antikschreiner furchtlos. Auch sein Wissen gibt Karl Laimbacher gerne an Hobbyrestaurateure weiter, wenn diese bei ihm vorstellig werden. Gerne wagt er sich zwischendurch auch an moderne Möbel – aber stilvoll muss es sein.

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Antikschreinerei
Karl Laimbacher
Hauptgasse 18
9050 Appenzell | AI

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Hier brennt nichts an

Philipp Mannale überlässt bei seinen Fabrikaten nichts dem Zufall. In seine «Grillomario-Familie» ist jede Funktion eingebaut, an jede Eventualität ist gedacht: Diese Familie besteht aus der multifunktionellen Feuerschale Grillmario, dem höhenverstellbaren Grillrost Luigi und den PixPax Grillspiessli mit drei Neigungsstufen. Von Steak und Bratwurst über Spiessli und Grillgemüse bis hin zum Schlangenbrot findet dort alles seinen rechten Platz. Durchdacht bis ins letzte Detail, professionell und individuell gefertigt, anwenderfreundlich, einfach zu reinigen, langlebig und gleichzeitig ansprechend im Design – das ist dem gelernten Modell- und Maschinenbauer wichtig. Die nächste Grillsaison kann kommen!

Mit Natur gestalten

«Es gibt kaum etwas Facettenreicheres als die Natur, die uns umgibt», ist Walter Zellweger überzeugt. Aus der Natur zu lernen und sich von ihr inspirieren zu lassen, ist für ihn zu einer Leidenschaft geworden. Der gelernte Meister-Florist hat auch eine Ausbildung zum Farbgestalter absolviert. Als Florist und Gestalter hat er ein Auge dafür, Gärten, Wohnbereiche, Restaurants und auch Ausstellungen und öffentliche Räume in einem spannenden Dialog mit floraler Interpretation sprechen zu lassen. Er verwendet Gefässe, Körbe, Vasen in unzähligen Farben und Formen und komponiert mit der passenden Bepflanzung handgefertigte Gestaltungselemente, die verzaubern, verschönern und erfreuen. Dem staunenden Betrachter sei Träumen und Schwelgen erlaubt.

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Walter Zellweger
Walter Zellweger
Egg 81 / Sternen
9103 Schwellbrunn | AR

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Natürliche Bestimmung

Tobias Neubauer hat seine Leidenschaft für das Gärtnern, für das Arbeiten in Einklang mit der Natur, schon in der Kindheit mitbekommen. Seine Eltern führen seit 1989 die Gärtnerei im Thurgau nach Bio Suisse-Richtlinien, er leitet seit 2012 den eigenständigen Bereich des Naturgartenbaus. «Mein Traum ist eine Schweiz voller naturnah gestalteter Gärten, die Lebensraum für Tiere, Insekten und einheimische Pflanzen bieten und somit auch zu einem Paradies für die Menschen werden. Die Entstehung oder Weiterentwicklung eines solchen Gartens von der ersten Idee bis zur ersten Hummel begleiten zu dürfen, ist eine schöne Aufgabe», schwärmt er von seiner Arbeit. Dem gelernten Zierpflanzen- und Landschaftsgärtner ist es wichtig, biologisch, naturnah und somit lebensbejahend zu arbeiten.

Von Seilen gefesselt

«In der Seilerei Kislig vereinen sich Geschichte und Moderne», sagt Martin Benz. In der denkmalgeschützten Seilerei Kislig in Winterthur werden Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert. Das erlaubt ihm, Kleinstmengen und Sonderanfertigungen ebenso herzustellen wie grössere Mengen in kürzester Zeit. Im imposanten, 100 Meter langen Holzbau erinnert der metallische Geschmack traditioneller Maschinen und Geräte, vermischt mit dem lieblichen Duft von Kokos, Jute, Sisal und Flachs, an längst vergangene Zeiten. Martin Benz ist gelernter Seiler und führt den 1878 gegründeten, traditionellen Handwerksbetrieb seit 2003. Er beliefert Artisten, Spielplatzbauer und Fesselkünstler ebenso wie Uhrmacher, Pfadfinder und Betriebe aus Land- und Forstwirtschaft.

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Seilerei Kislig
Martin Benz
Breitestrasse 18
8400 Winterthur | ZH

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Haarig geschmückt

Eine fast vergessene Kunst, die im 1800 und 1900 in Europa weit verbreitet war, ging beinahe verloren. Einer von Wenigen, der noch mit der fast vergessenen Technik Schmuck aus Haaren fertigt, ist Jakob Schiess. Mit Glück konnte er das Handwerk erlernen. Er stellt auf seiner eigens angefertigten Jatte, so nennt man den Flechtstuhl, feine, filigrane und mit genau abgezählten Haaren schöne Kunstwerke her. Im Appenzellerland haben sich Schmuckstücke aus Haaren in der Trachtentradition verankert. Sind die scheinbar fast zerbrechlichen Kunstwerke aus eigenem Haar geflochten, erhalten sie eine sehr persönliche, sentimentale Note. Sie kleiden Finger, Hals oder auch Kleider und sind unvergesslich mit der eigenen Identität verflochten."

Sorgfältig behutet

Die Hutwerkstatt von Julian Huber im aargauischen Freiamt gibt es seit bald 100 Jahren. Die Maschinen, mit denen er edelste Hutmodelle für die Dame und den Herrn näht und verarbeitet, sind teilweise ebenso alt. «Innovativ seit 1919» – der Slogan vereint das traditionelle Handwerk und zeitgenössische Kreationen. Der Liebhaber von schützender Kopfbedeckung findet vom klassischen Zylinder bis zum topmodischen Trilby sein Lieblingsmodell in der richtigen Passform. In der letzten Manufaktur der Schweiz werden Strohhüte, die mit der Freiamter Kollektion ein Hut-Revival feiern, ebenso gefertigt wie Filzhüte, wie sie zum Beispiel Jäger oder exklusive Massschneidereien, Theater- und Opernhäuser schätzen. «Wir drängeln mit nassem Lappen und Bügeleisen das edle Material in Form», beschreibt Julian Huber charmant sein Kunsthandwerk.

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Risa Hutwerkstatt
Julian Huber
Zinsmattenstrasse 10
5607 Hägglingen | AG

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Eine Handvoll Pflege

Dem Körper Gutes tun und sanften Duft mit natürlicher Pflege vereinen: Astrid Nigg widmet sich mit Haut und Haar der Herstellung von Naturseifen. Mit eigenen Rezepturen werden hochwertige Pflanzenöle und naturreine, ätherische Öle im Kaltverfahren zu einem handlichen Ganzen gerührt. Die Seife erlangt ihre besondere Milde mit dem schonenden Trocknen an der Luft während zwei bis drei Monaten. Aus ökologischen Gründen wird auf die Verwendung von Palmöl verzichtet und nachwachsende Rohstoffe verwendet. Jedes Stück Seife wird von Hand geschnitten und liebevoll verpackt. Die natürlichen Lipide, die ihre Seifen auf der Haut hinterlassen, pflegen nicht nur: Sie unterstützen die Funktionen der Haut und sind helfende Begleiter bei Hautstörungen.

Schätze stilvoll verpackt

Die Schachteln von Yvonne Müller sind Schmuckstücke. Wand für Wand von Hand geschnitten, geklebt, bezogen, verziert. Als Grundmaterial verwendet sie Karton, die Auskleidung macht sie mit Velours und für den Bezug verarbeitet sie Seide und Kunstpapiere. Diese Vorliebe hat sie aus ihrem siebenjährigen Aufenthalt in Singapur. Ausgefallene und landestypische Seidenstoffe kauft sie auf ihren diversen Reisen ein, die weiteren Materialien kommen aus der Schweiz. Yvonne Müller fertigt alle Arten von Boxen, die man einkleiden kann: Schachteln, Etuis, Hüllen, in allen Formen, Farben und Materialien, ganz individuell nach Kundenwunsch. Liebevoll, einzigartig und langlebig – bereit für Schätze aller Art.

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Boxit!
Yvonne Müller
Geissbühlstrasse 18
5600 Ammerswil | AG

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Goldige Verbindung

Ernesto Léon Marty ist überzeugt, dass die Wirkung seines Natur-Balsams auf einer höheren, feinstofflichen Ebene stattfindet. Stetig auf der Suche nach dem besten, reinsten und naturbelassensten Produkt, verarbeitet er biodynamisches Olivenöl, Honig, Bienenwachs und ätherische Öle zu einer Symbiose der Wohltat. Honig und Bienenwachs stammen aus der Bio-Imkerei aus dem Bündnerland. Die naturreinen ätherischen Öle sind vorzugsweise aus Wildsammlung oder aus kontrolliert biologischem Anbau. Sie sind die duftende Seele der Pflanzen und voller Lebenskraft, weiss er zu berichten. Der Balsam verwöhnt und regeneriert die Haut und gibt ihr Elastizität. Rein theoretisch ist der Natur-Balsam von Lésura sogar essbar.

Zeitgemäss verfilzt

Wolle isoliert und hält wärm. Wird Wolle verfilzt, erhalten wir ein Naturprodukt, das uns vor Nässe schützt, widerstandsfähig und schwer entflammbar ist. Diese Eigenschaften werden seit Jahrhunderten geschätzt. Barbara Glünkin hat schon als junge Frau die Wolle ihrer Schafe verarbeitet. Heute verarbeitet sie Wolle von verschiedensten Qualitäten zu liebevollen Filzaccessoires für den Wohnbereich und zu Kleidungsstücken. Neue Ideen entstehen im Alltag, unterwegs und irgendwo. Sie hält sie im Notizbuch fest, bis sie zwischen ihren Händen mit Hilfe von Wasser und wenig Seife oder Essig zu lebendigen Objekten werden. Mit modernen Verarbeitungsmethoden und modischen Ideen zeigt sie auf, dass dieses alte Handwerk auch heute noch zeitgemäss ist.

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Filzatelier tragbAR(T)
Barbara Glünkin
Mösli 303
5057 Reitnau | AG

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Textiles Treiben

Modisch freche Lederjupes, Jacken, die Wind und Wetter trotzen und verspielte Hosenröcke, die sich auch zum Velofahren eignen? Das modische Angebot von Doris Schmid ist multifunktional und lustvoll. Für ihr sorgfältiges Handwerk bezieht sie Stoffe aus Schweizer Produktion. Sie kombiniert verschiedene Materialien und reflektierende Elemente zu Einzelstücken, die langfristig Freude bereiten und ihren Trägerinnen ans Herz wachsen. Getrieben von ihrer Lust, Eigenes zu entwerfen ist es ihr ein persönliches Anliegen, mit ökologisch einwandfreien Materialien ihrer Wertschätzung gegenüber Kleidern Ausdruck zu verleihen.

Vollendete Perfektion

«Wirklich schön und wertvoll sind besondere Dinge erst dann, wenn sie auch im Alltag verwendet werden können und Bestand haben», ist die Designerin Ly-Ling Vilaysane überzeugt. Aéthérée steht für die Seele, die den physischen Körper zu etwas Lebendigem macht. Genau das ist das Anliegen der zeitlosen Prêt-à-porter-Mode mit verspielten Details und raffinierten Schnitten. Produziert wird diese in einem kleinen Team in der Schweiz und Deutschland. Mit Seide aus Italien, Plumetis und Schärli aus der Schweiz, Herrenanzugstoffen aus italienischer Wolle und Kaschmir sowie dem traditionellen Loden aus Österreich. Um sich stetig weiter zu entwickeln, legt Ly-Ling Vilaysane grossen Wert auf den Kontakt mit ihren Kunden – und lädt herzlich ein in ihre St. Galler Boutique.

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Aéthérée
Ly-Ling Vilaysane
Bahnhofstrasse 15
9000 St. Gallen | SG

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Mit Charme verwoben

Der «Wäbchäller» von Helen Niederer-Fässler ist in einem gemütlichen, historischen Weberhaus mit viel Charme untergebracht. Sie webt Handtücher, Tischwäsche, Geschirrtücher und schmale Bänder bis hin zu Liegestühlen aus natürlichem Material in verschiedenen Mustern und Farben. Nebst Traditionellem sucht sie auch Neues und beschäftigt sich intensiv mit Papiergarn, woraus sich robuste Einkaufstaschen nähen lassen. Aus dem gleichen Garn entstehen auch Körbe zur Aufbewahrung von kleinen Dingen oder für Dekorationen. Helen Niederer nimmt sich viel Zeit, um im persönlichen Gespräch ihren Kunden Material, Herstellung und Idee zu erläutern. Dies gern auch an Marktständen, die sie persönlich und mit viel Engagement betreut.

Feine Tafelkultur

Die Sicht auf die Welt ist für Ursula Waldburger mit einem Stickfilter umgeben. Unzähligen Dessins, Kräutern, Blüten und Blättern hat sie in feinten Stichen Form gegeben und damit Leinen- und Baumwolle verziert. Ihr Ansporn ist es, über den Rahmen hinaus zu stricken, wie sie sagt. Der Stich modelliert die Zeichnung. Diese wird zuerst von Hand auf Papier gebracht und dann Stich für Stich am Computer programmiert. Die Eigenkreationen von Ursula Waldburger zieren Bett-, Bad- und Tischwäsche, Kimonos und kleine Nachthemden. Die Stoffe bezieht sie von Herstellern aus der Schweiz, Österreich und dem angrenzenden EU-Raum, mit denen sie langjährige und vertrauensvolle Partnerschaften pflegt.

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Waldburger Stickerei Manufaktur
Ursula Waldburger
Stickereistrasse 4
9320 Arbon | TG

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Kräuterzauber

Heimische Heilpflanzen findet Martina Rocco vor ihrer Haustür. In ihrem Kräutergarten und in der wilden Natur des Appenzellerlandes sammelt sie die Zutaten für ihre Naturkosmetik-Produkte. Von Hand gefertigt produziert sie in Kleinmengen und rein natürlich Salben, Crèmes, Shampoos und Öle. Ihr ist es wichtig, regionale Pflanzen und ihr umfangreiches Wissen zu erhalten, weiterzugeben und neu zu entdecken. Sie bietet Kräuterwanderungen an, gibt Salbenkurse und zaubert eine Vielzahl von Pflege- und Wellnessprodukten in kleine Dosen, Fläschchen und Töpfchen. Die meisten ihrer Produkte sind basisch und tragen zauberhafte Namen wie «Prinzessinencrème» oder «Elfentraum-Öl».

Wild behütet

Langeweile ist kein Begleiter von Annina Issler. Die Textildesignerin braucht nur einen besonders schönen Stoff in den Händen zu halten, um Inspirationen für neue Hutmodelle und Schals zu finden. «Es ist faszinierend, wie ein Hut eine Person komplettieren kann», erklärt sie ihre Begeisterung für Kopfbedeckungen. Von der ersten Idee, der Skizze, dem Konzept und der Produktion bis zum Verkauf: Annina Issler macht alles selbst. Sie schätzt es sehr, ihre Einzelstücke der Kundin oder dem Kunden passgerecht auf den Kopf zuzuschneiden, damit sie auch gut sitzen und ihren Zweck erfüllen können: schützen und schmücken!

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Chapeaux Zovage
Annina Issler
Wangen 34
8127 Forch | ZH

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Anschmiegsam weich

Das Filzen entdeckt hat Gabriela Finger vor vielen Jahren per Zufall. Mit Weiterbildungen und Vertiefung, grosser Leidenschaft für Material und Handwerk wurde sie zu einer Meisterkönnerin im Nunofilzen. Mit hochwertigem Material und feinsten Textilien bekannter St. Galler Hersteller fertigt sie Jacken, Mäntel, Kleider und Schals und verspielte Accessoires wie Broschen, Stulpen und Schmuck. Persönlich ausgesuchte Stoffe befilzt sie detailgetreu mit Merinowolle und Seide, die sie ausschliesslich aus der Bündner Wollspinnerei bezieht. Kompromisslos sucht sie die Perfektion von Material, modernem Design und Tragkomfort. Dabei ist ihr der persönliche Kontakt zu Interessierten sehr wichtig und gestaltet Arbeiten auch direkt mit ihren Kundinnen und Kunden.

Auf Mass schön

Cosma Impellizzeri wurde die Leidenschaft für Schuhe in die Wiege gelegt. Sein Vater ist gelernter Schuhmacher und betreibt heute noch zusammen mit seiner Frau in Herisau ein Schuhgeschäft. Sie haben sich spezialisiert auf Qualitätsschuhe und Spezialschuhe. Cosma Impellizzeri fertigt in seiner Werkstatt in Schwellbrunn nebst Taschen und Gürtel auch Schuhe aus feinstem Leder nach Mass. Der Kunde erhält nicht nur ein Unikat an seine Füsse, sondern verwöhnt diese auch mit perfekter, individueller Anpassung. Selbstverständlich kommen dabei auch Ästhetik und perfekte Verarbeitung zum Zuge und verbinden so Komfort mit der Freude an Schönem. So, wie es Schuhliebhaber schätzen!

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Mass-Schuhmacherei + Lederatelier
Cosma Impellizzeri
Dorf 38
9103 Schwellbrunn | AR

stilvoller Blickfang

Die Designerin und Produzentin Maya Lörtscher hat vor zehn Jahren eine ganz neue Verwendung für altes Material entwickelt: das Bedrucken von Textilien mit Schieferplatten. Die Platten haben über die Jahrmillionen einen je einmaligen Fingerabdruck bekommen. Maya Lörtscher greift genau diese Einmaligkeit auf und kreiert so in ihrem Atelier kunstvolle Unikate: formschöne Taschen, Handtaschen, Schminktaschen, weitere nützliche Accessoires wie Portemonnaies und diverse Etuis. Die Blachen, die sie mit den Schieferplatten bedruckt, sowie das Kunstleder, das sie ebenfalls einarbeitet, bezieht sie bei Schweizer Lieferanten. «Einzigartig und doch mit einem klaren Wiedererkennungswert», so beschreibt Maya Lörtscher die Werke ihres Labels ml Schiefer Design.

Unverwechselbare Ringe

Klare Linien und Farben drehen sich in der Welt von Judith Bütler-Studer zu tragbaren Ringen. Sie liebt farbenfrohe und ungewöhnliche Kombinationen. ?Wer meine Ringe trägt, will als Individuum wahr genommen werden?, sagt sie. Mutig kombiniert sie Material mit Motiven und Farben zu einzigartigen Objekten. Ihre Verbundenheit zur Natur hilft ihr, florale Formen und schöne Oberflächen zu finden, die sie mit Achtsamkeit in tragbare Schmuckstücke einbringt. Eine Spezialität sind ihre aufschraubbaren Ringe, deren Innenleben ausgewechselt werden können. Sie werden so für ihre Besitzer zu unverwechselbaren Kreationen.

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jb bonbon
Judith Bütler-Studer
Rigistrasse 2
5607 Hägglingen | AG

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Kleine, tragbare Kunstwerke

Goldschmied Paul Brent sieht es als Privileg, für seine Kunden Schmuckstücke herstellen zu können, die langanhaltende Freude bereiten. Der junge Engländer empfängt Kunden gerne in seinem Atelier im malerischen St. Peterzell, direkt am Jakobsweg. Dort präsentiert er ihnen eine ansehnliche und bereits mehrfach ausgezeichnete Palette an handgefertigtem Goldschmuck, liebe- und geschmackvoll versehen mit verschiedensten Edelsteinen. Das Oekogold-Zertifikat bestätigt ihm die Verwendung von Edelmetallen, die ausschliesslich aus Recycling-Prozessen gewonnen werden. Inspiriert von der Natur kreiert Paul Brent kleine Kunstwerke mit organischen Formen und von hoher Qualität, die man – und frau – nicht mehr ablegen möchte.

Ein Leben für die Kreativität

Silvia Coray sagt von sich selbst, dass sie für das kreative Arbeiten lebt. Während sie einst Charakterfiguren und Marionetten modellierte, ist heute unter anderem der Silber- und Hornschmuck ihr neues Zuhause: So findet man bei ihr zum Beispiel Silberringe, Ohrstecker und Halsketten kombiniert mit Porzellan und Keramik in der RAKU-Technik. Sowie Fingerringe für sie und ihn aus Bündner Gems- und Hirschhorn, mit Silberelementen versehen. Durch ihre langjährige Erfahrung mit verschiedenen Arbeitstechniken kann sie ihrer unerschöpflichen Phantasie freien Lauf lassen. Was vor 35 Jahren im kleinen Kämmerchen begann, ist nun ein Vollzeitjob in ihrem Atelier und Laden. Ihr Credo dabei lautet: «Alles von Hand, alles von Herzen, alles von mir.»

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Cora s.art
Silvia Coray
Obergasse 9
7015 Tamins | GR

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