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Ausstellerplan AUTHENTICA 17 Basel

Handgefertigte Massvelos

Velofahren verlernt man nie, heisst es. Bei der Art und Weise aber, wie man das tut, hat man nie ausgelernt. Individualisten wie Patrik Widmer zum Beispiel schätzen den Komfort eines auf den Körperbau perfekt abgestimmten Rahmens. Er hat sich das Rahmenbauen selbst beigebracht und verwendet dazu ausschliesslich CroMo-Stahl, den er aus Italien bezieht. Wer auf zeitloses Design und Langlebigkeit setzt, ist bei ihm genau richtig. Der Einsatz von hochwertigen, ökologisch sinnvollen Materialien und die erstklassige Verarbeitung garantieren eine lange Lebensdauer und einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Davon ist Patrik Widmer überzeugt. Sein Versprechen, dass ein Velo von ihm sorgenfrei funktioniert, hat er noch nie gebrochen.

Nach Art von Leonhard

Im Passe-vite werden Kartoffeln schnell zu Brei. Bei Hansruedi Leonhard Schlegel findet dieser Alltagsgegenstand eine neue Aufgabe: als Uhr. Sinngebend heisst dieses Unikat «Le temps passe vite». Diesen Momenten, in denen Alltägliches eine neue Funktion findet, entlockt der gelernte Handwerker neu entdeckte Schönheiten. Er liebt es, Dinge zu kombinieren und der Phantasie Leben einzuhauchen. Aus Glühbirnen werden Öllampen, aus einer Velokette ein Flaschenöffner oder aus der Duschbrause eine Lampe. «Licht und Schatten, Design und Funktion» nennt er seine Objekte, die durch ihre neue Funktion verzaubern.

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Leonhard-Art
Hansruedi Leonhard Schlegel
Käppeliweg 74
4132 Muttenz | BL

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Balsam vom Marmotta

Die Natur ist die beste Apotheke. Was bereits unsere Vorfahren wussten, wird uns heute vermehrt wieder bewusst. Dazu zählt auch das Murmeltieröl, dem schon seit jeher eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Es soll helfen, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Muskelbeschwerden, Erkältungen und Hautkrankheiten zu lindern. Das Murmeltieröl enthält natürliches Kortison, und die damit verarbeiteten Heilkräutermischungen unter­stützen die therapeutische Wirkung. Silvan Schmid bezieht das Murmeltierfett ausschliesslich direkt von Schweizer Jägern. Dazu gehört auch sein Vater, der in Frutigen ein Labor für die Herstellung der Murmeli-Produkte mitinitiierte. Diese reinen und kraftvollen Naturprodukte sind in ihrer Art einzigartig und eignen sich hervorragend zum Einreiben und Massieren.

Schlicht adrett.

adrett. steht für zeitlosen Stil mit feinem Individualismus – Lieblingsstücke für die modebewusste und qualitätsorientierte Frau. Modedesignerin Rosita Notter und Textildesignerin Annina Olga Frei entwerfen und produzieren Kleinserien im eigenen Atelier. Beide haben ihre ganz eigenen Vorzüge für Kleider- und Strickdesign, zusammen ergänzen sie sich perfekt für moderne Mode. Sie legen grossen Wert auf solide Verarbeitung, gute Schnitttechnik und eine perfekte Passform. Ebenso sind ihnen Langlebigkeit und hochwertige Materialien wichtig. Kleidungsstücke können vor Ort angepasst oder auf Mass neu geschneidert und gestrickt werden. In ihrem Laden oberhalb vom Andreasplatz in Basel ergänzen Gastlabels ihr kleines aber feines Sortiment.

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adrett.
Rosita Notter & Annina Olga Frey
Andreasplatz 7
4051 Basel | BS

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Verwobene Unikate

Das Handwerk und die Entstehung eines Stoffes haben Mieke van Santen sofort fasziniert, als sie im Museum Ballenberg erstmals einen grossen Handwebstuhl in Betrieb gesehen hat. Heute hat sie selbst zwei Handwebstühle und einen grossen Teppichwebstuhl in ihrem Atelier. Ihre Spezialität sind handgewobene Textilien für den Wohnbereich wie Teppiche und Wolldecken. Am liebsten verwebt sie Garne, bei denen der Weg zum Produzenten möglichst nahe und zurückverfolgbar ist: die Teppichwolle aus der Schweiz, das Leinengarn für die Badetücher aus dem Emmental und die Wolle für die Decken von den Shetlandinseln. Für das Projekt «Teppi Grischun» hat sie über mehrere Jahre Teppiche aus Schweizer Schafwolle und Schaf- oder Geissfellstreifen verwoben.

Vom Samen zum Papier

Patricia Müller verkauft nicht einfach Papier. Das Papier von Patricia Müller ist Natur und Leidenschaft. Für ihre handgeschöpften Pflanzenpapiere verwendet sie Fasern, die sie auf dem familieneigenen Landwirtschaftsgut selbst anpflanzt, in der Umgebung sammelt oder aus alten Textilien gewinnt. In ihrem Atelier mahlt sie die Papierpulpe im Holländer. Daraus schöpft sie zarte und transparente Papiere mit Einschlüssen oder feste und dickere mit Prägungen. Sie zeigt uns eine Auswahl ihrer Papiere, Karten und Lampen, allesamt Unikate, die auf ihre Bestimmung warten. Papier fasziniert eben auch im Computerzeitalter.

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Papieratelier
Patricia Müller
Goltern 20
4578 Bibern | SO

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Zarter Schmuck

Auf Streifzügen durch die Natur entdeckt Regula Freiburghaus Blühendes und Liebliches, deren Form und Struktur sie interessieren. Sie nimmt die Pflanzen mit nach Hause und verarbeitet sie im Silberguss-Verfahren zu zarten Schmuckstücken. Mit dem Gussverfahren der «verlorenen Form» gewinnt sie einen direkten Abguss eines Blütenstengels, eines Fruchtstandes oder eines Samens. Die pflanzlichen Fragmente sind ein jedes einzig in seiner Art und bleiben dem Betrachter unvergänglich erhalten. Die lieblichen Schmuckstücke für Hals, Ohr und Hand schimmern hell oder sind in feinen Nuancen oxidiert. Regula Freiburghaus verwendet ausschliesslich Silber mit Fair Trade Label. Ein sorgsamer Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ist für sie seit Kindesbeinen selbstverständlich.

Getöpfert und gebrannt

Die Keramik-Objekte von Andrea Spano begeistern durch schlichte Formgebung und handwerkliche Präzision. In ruhiger Atmosphäre hört man das regelmässige Surren der Töpferscheibe, während sie konzentriert arbeitet. Sie töpfert Schalen, Vasen und Geschirr und brennt diese schliesslich in ihrem wunderschönen Atelier im ehemaligen Wasserkraftwerk der Papierfabrik Laufen. Ob filigran verziert oder robust und schlicht, ihr kreatives Schaffen kennt keine Grenzen.

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Töpferei Spano
Andrea Spano
Neumattweg 2
4243 Dittingen | BL

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Luftig geschmückt

Luft und ausgewählte Stoffe gepaart mit Freude an der Gestaltung von Formen und Farben – so entstehen die textilen Schmuckstücke von Doris Berner. Wichtig sind ihr hohe Qualität bei der Handarbeit und perfekte Verarbeitung in der Ausführung. Die Seiden- und Microfaserstoffe verarbeitet sie mit dem von ihr persönlich entwickelten Thermoverfahren zu zeitlos schmückenden Unikaten. Ihre Exponate bestechen durch ihr luftiges Design und in der Harmonie der Farben. Mit diversen Auszeichnungen preisgekrönt können ihre Einzelstücke auch im Museumsshop des Landesmuseums Zürich, im Textilmuseum St. Gallen oder in ausgewählten Galerien bewundert und erworben werden.

Nomen est omen

Für Andrea Stahl steht ausser Frage, dass der Umgang mit Schweissbrenner und Stahl ganz ihre Sache ist. Sie entlockt dem harten Metall eine feminine Leichtigkeit und formt filigrane, ausdrucksstarke Objekte für Haus und Garten. Das kreative Schaffen von Stahlobjekten geschieht aus der Stille ihrer Seele heraus, sagt sie. Eine nie versiegende Inspirationsquelle für Ideen, bei denen sie Grenzen ausloten und Stabilität ausreizen kann. Für Andrea Stahl ist die Faszination für Stahl seit ihrer Jugendzeit, als sie Möbel benötigte und diese kurzerhand selbst zusammenbaute, ungebrochen. Die Kombination von Feuer, Licht und Stahl lassen die Wände tanzen und schaffen eine warme Atmosphäre voller Lichtpoesie.

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Stahl by Stahl
Andrea Stahl
Köllikerstrasse 32
5036 Oberentfelden | AG

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Handwerk mit Emotionen

Die vier Themen Bild, Objekt, Raum und Event stehen beim kreativen Schaffen von René Fritschi im Vordergrund. Mit viel Herzblut entwirft, malt, kreiert, installiert und formt er persönlich geprägte Möbel, Leuchten, Schalen und Bilder. Aus Überzeugung ist für ihn Nachhaltigkeit wichtig. Aus Altem und Bewährtem erfindet er Neues und Modernes und verwendet dafür die unterschiedlichsten Materialien. René Fritschi lässt Emotionen entstehen!

Möbel neu erzählt

In der Möbelmanufaktur «altrimenti» werden verlorene Werte wieder entdeckt. Hochwertige, alte Möbel und Gartentische, die auf Grund ihrer Patina oft in der Abstellkammer landen, werden von Thomas Rimml gereinigt, repariert, abgeschliffen und erhalten eine leichte Lasur und dekorative Muster in neuen Farben. Dafür fertigt er mit grosser Sorgfalt Schablonen an – nach historischen Reliefs, afrikanischen Mustern oder geometrischen Designs der 50er bis 70er Jahre. Diese trägt er von Hand auf die neuen Einzelstücke auf. Thomas Rimml ist überzeugt: «Mustergültiges Upcycling ist nicht nur schön, sondern auch sinnvoll.» Die so zu einem zweiten Leben erweckten Unikate erübrigen billig produzierte Importe und setzen einen formschönen Akzent in Wohnung, Garten, Büro, Hotel oder Restaurant.

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altrimenti
Thomas Rimml
Winterthurerstrasse 710
8247 Flurlingen | ZH

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Möbel aus dem eigenen Wald

Schon früh hat Tobias Walker von seinem Vater, der Holzbildhauer war, die Faszination für Holz entdeckt. Nach vielen Lern- und Wanderjahren im In- und Ausland hat sich der gelernte Möbelschreiner den Traum von der eigenen Werkstatt erfüllt. Er verarbeitet ausschliesslich Massivholz oder mit Dampf gebogenes Holz. Ideen für die Entwicklung von Formen holt er sich auf ausgedehnten Reisen. Im geschickten Umgang mit speziellen Radien und Winkeln schafft er mit einer aussergewöhnlichen Formensprache individuelle Einzelstücke – in Zusammenarbeit mit seinen Kunden. Sein Holz bezieht er vom Förster, vom Bauern oder aus dem eigenen Wald, den er nachhaltig bewirtschaftet.

Zoggeli aus Bern

Wer liebt sie nicht, die Zoggeli aus Holz, die so wunderschön klappern beim Gehen. Ein paar Mal getragen und schon sind sie mit uns und unseren Füssen eins. Dank dem kleinen Absatz und der leicht nach oben gewölbten Zehenpartie rollt man optimal ab. Das ergonomische Fussbett aus Buchenholz sorgt auch bei grösster Sommerhitze für ein angenehmes Fussklima. Ausserdem sind die Schuhe von Tokushuu modisch verspielt und zeugen von viel Lebensfreude und Sinnlichkeit. Rebecca Studer, Mariann Lammerskitten und Zimi Kesselring lassen ihre Schuhe in der Schweiz produzieren. In der partnerschaftlich aufgebauten Manufaktur in Münchenbuchsee wird die Kollektion hauptsächlich vorproduziert. Im Atelier in Bern und an diversen Messen passen sie die Schäfte auch individuell an.

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TOKUSHUU
Rebecca Studer, Mariann Lammerskitten & Zimi Kesselring
Gerechtigkeitsgasse 53
3011 Bern | BE

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Goldige Verbindung

Ernesto Léon Marty ist überzeugt, dass die Wirkung seines Natur-Balsams auf einer höheren, feinstofflichen Ebene stattfindet. Stetig auf der Suche nach dem besten, reinsten und naturbelassensten Produkt, verarbeitet er biodynamisches Olivenöl, Honig, Bienenwachs und ätherische Öle zu einer Symbiose der Wohltat. Honig und Bienenwachs stammen aus der Bio-Imkerei aus dem Bündnerland. Die naturreinen ätherischen Öle sind vorzugsweise aus Wildsammlung oder aus kontrolliert biologischem Anbau. Sie sind die duftende Seele der Pflanzen und voller Lebenskraft, weiss er zu berichten. Der Balsam verwöhnt und regeneriert die Haut und gibt ihr Elastizität. Rein theoretisch ist der Natur-Balsam von Lésura sogar essbar.

Auf den Fisch gekommen

Taschen, Gürtel, Arm- und Uhrenbänder aus Schweizer Störleder – klingt vielleicht komisch, ist aber eine geniale Idee. Die studierte Textildesignerin und Materialscout Sabina Brägger verarbeitet in ihrem Berner Atelier Fischhäute aus dem Tropenhaus Frutigen. Daraus kreiert sie stilsicher aufwändige Modeaccessoires für Frauen und Männer. «Es ist für mich eine schwierige Gratwanderung, den Markt mit meinen Ideen zu erweitern und gleichzeitig den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen zu vermeiden. Aus diesem Grund arbeite ich mit ungenutzten Restmaterialien, die es zu finden, weiterzuentwickeln und dann für das Produktdesign nutzbar zu machen gilt.» Diverse Auszeichnungen, Medienberichte und Vortragseinladungen bestätigen die Originalität und die Qualität ihres Schaffens.

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SABINA BRÄGGER
Sabina Brägger
Bottigenstrasse 379
3020 Bern | BE

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Einzelstücke aus Holz

Jones José Joos wollte ursprünglich Gitarren bauen. Inzwischen hat er seine Passion für ausgefallene Möbelstücke entdeckt. Aus einem Stück Holz oder Altholz schreinert er das perfekt in den Raum eingepasste Badezimmermöbel, die nonkonforme Sitzbank oder ein Bett, das zum Träumen einlädt. Seinen Rohstoff bezieht er ausnahmslos aus der näheren Umgebung. Künftige Besitzer erzählen ihm von ihren Wünschen bezüglich Formen und Grössen, er setzt diese anschliessend in perfekter Verarbeitung in hohe Qualität um. Seine Lampen aus Holz sind innovativ, speziell die Bogenlampen haben es ihm angetan. Die Kunst der altbewährten Formverleimung hat er sich angeeignet. Er hält sich nicht immer an Konventionen, sondern sucht bewusst nach der individuellen Lösung.

Eine Handvoll Pflege

Dem Körper Gutes tun und sanften Duft mit natürlicher Pflege vereinen: Astrid Nigg widmet sich mit Haut und Haar der Herstellung von Naturseifen. Mit eigenen Rezepturen werden hochwertige Pflanzenöle und naturreine, ätherische Öle im Kaltverfahren zu einem handlichen Ganzen gerührt. Die Seife erlangt ihre besondere Milde mit dem schonenden Trocknen an der Luft während zwei bis drei Monaten. Aus ökologischen Gründen wird auf die Verwendung von Palmöl verzichtet und nachwachsende Rohstoffe verwendet. Jedes Stück Seife wird von Hand geschnitten und liebevoll verpackt. Die natürlichen Lipide, die ihre Seifen auf der Haut hinterlassen, pflegen nicht nur: Sie unterstützen die Funktionen der Haut und sind helfende Begleiter bei Hautstörungen.

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Toggenburger Naturseifen
Astrid Nigg
Wilerstrasse 138
9620 Lichtensteig | SG

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Treuherzige Wärme

Die Familie Balsiger hält seit 2001 Alpakas. Schon damals haben sie es sich zum Ziel gesetzt, aus der jährlich gewonnenen Alpakafaser hochwertige Produkte wie Duvets und Garn herzustellen. Es ist wichtig, dass der Rohfaserlieferant einen fairen Preis für seine Ware bezahlt bekommt und zugleich die Möglichkeit erhält, an der Wertschöpfungskette teilzunehmen. Unter diesem Aspekt haben Balsigers im Jahr 2013 die Firma Alpakaland Schweiz GmbH gegründet, welche die Fasersammlung, Herstellung und den Verkauf der Bettwaren koordiniert. Der Alpakazüchter kann an der Wertschöpfungskette teilhaben, indem er die Fasern zur Bettwarenproduktion liefert und diese anschliessend unter dem Label «Best Alpaca Bedding» an die Konsumenten weiterverkaufen kann.

Von Seilen gefesselt

«In der Seilerei Kislig vereinen sich Geschichte und Moderne», sagt Martin Benz. In der denkmalgeschützten Seilerei Kislig in Winterthur werden Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert. Das erlaubt ihm, Kleinstmengen und Sonderanfertigungen ebenso herzustellen wie grössere Mengen in kürzester Zeit. Im imposanten, 100 Meter langen Holzbau erinnert der metallische Geschmack traditioneller Maschinen und Geräte, vermischt mit dem lieblichen Duft von Kokos, Jute, Sisal und Flachs, an längst vergangene Zeiten. Martin Benz ist gelernter Seiler und führt den 1878 gegründeten, traditionellen Handwerks­betrieb seit 2003. Er beliefert Artisten, Spielplatzbauer und Fesselkünstler ebenso wie Uhrmacher, Pfadfinder und Betriebe aus Land- und Forstwirtschaft.

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Seilerei Kislig
Martin Benz
Breitestrasse 18
8400 Winterthur | ZH

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Verdichtete Zeit

Die Schalen von André Fasolin finden ihre Besonderheit ganz zu Beginn: Die verwendeten Rohstoffe sind ausnahmslos selbstgesuchte Materialien aus der Schweiz. Fündig wird André Fasolin in der Region Basel und im Jura-Gebirge. Entkalkter Ton und Huppererde, wie sie früher zur Produktion von Schamottsteinen verwendet wurde, eignen sich bestens, um die hohen Temperaturen beim Brennprozess zu vertragen. Für die Glasuren verwendet er vor allem Eisen als Farbgeber, das in der Schweiz in Steinen, Sand und Lehm enthalten ist. Versetzt mit verschiedenster Asche mahlt, siebt und experimentiert André Fasolin, bis er die richtige Mischung findet. Die Gefässe überraschen mit ihrer natürlichen Patina in unzähligen Variationen, jedes ist ein Unikat.

Seidenfein

Béatrice von Allmen liebt Originales und Originelles. In erster Linie haben es ihr originell verarbeitete Seidenschals in unzähligen, verschiedenen Form- und Farbvarianten angetan. So näht sie zum Beispiel einen Seidenrundschal, ergänzt diesen mit Seidenstrick und verziert ihn mit Stoffelementen. Die Seide bezieht sie aus Deutschland und färbt sie selbst nach ihren Vorstellungen ein. Von verschiedenen Lieferanten bezieht sie Rohstoffe, die sie lustvoll zu individuellen, modischen Accessoires verarbeitet. Dazu gibt sie gerne auch Stylingtipps und Nähtricks. Und mit ihrem praktischen Magnetsystem lassen sich Tücher und Schals tragen, ohne zu verrutschen.

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CreArt
Béatrice von Allmen
Schlossmattstrasse 4
3400 Burgdorf | BE

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Messerklingenscharf

Im Messerschmiede-Atelier im Gundeldinger Feld in Basel schweisst, klopft und schmiedet Hansjörg Klichenmann die scharfen Klingen aus Damaszenerstahl für seine einzigartigen Messer. In Handarbeit und mit viel Geduld führt er jeden Arbeitsschritt aus, von der Klinge bis zum passenden Griff. Das Muster im Damaszenerstahl kommt mit dem Polieren und Ätzen der Klingen zum Vorschein. Jedes ist ein Unikat und wird seinen Besitzer ein Leben lang begleiten. Die Griffe aus Horn, Holz, Knochen oder Kunststoffen werden mit Schrauben und Stiften aus rostfreiem Stahl, Titan, Messing, Silber oder Kupfer mit der Klinge verbunden. Eine Spezialität von Hansjörg Kilchenmann ist das Schmieden von rostfreien Stählen.

Gut Ding will Weile haben

Andrea Gehri nimmt sich gerne Zeit für ihre Kreationen. Ihre Grundmaterialien Seide und andere wertvolle Stoffe bearbeitet sie mit Siebdruck, Färben, Nähen, Filzen, Fotodruck, Zerreissen und sonstigen Techniken, die sie inspirieren. Ihr eigener Stil und ihre Sorgfalt bei dem Ziel, Unikate zu schaffen, sind dabei ständige Begleiter. Schals und weitere kunstvolle Tragbarkeiten aus edlen Materialien sind das Resultat. Andrea Gehri kreiert neue Lieblingsstücke: «Ich schätze es sehr, wenn meine Unikate von Menschen gekauft und getragen werden, welche den Wert meiner Arbeit sehen und Jahre an meinen Sachen Freude haben.» Sie hat in verschiedenen Galerien ausgestellt und ist zweimal im Jahr an Kunsthandwerkausstellungen anzutreffen – und nun auch an der Authentica.

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Andrea Gehri
Andrea Gehri
Freietstrasse 24
8595 Altnau | TG

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Wild behütet

Langeweile ist kein Begleiter von Annina Issler. Die Textildesignerin braucht nur einen besonders schönen Stoff in den Händen zu halten, um Inspirationen für neue Hutmodelle und Schals zu finden. «Es ist faszinierend, wie ein Hut eine Person komplettieren kann», erklärt sie ihre Begeisterung für Kopfbedeckungen. Von der ersten Idee, der Skizze, dem Konzept und der Produktion bis zum Verkauf: Annina Issler macht alles selbst. Sie schätzt es sehr, ihre Einzelstücke der Kundin oder dem Kunden passgerecht auf den Kopf zuzuschneiden, damit sie auch gut sitzen und ihren Zweck erfüllen können: schützen und schmücken!

Unikate aus Leder

In der Werkstatt von Samo, bekannt unter dem Namen lasamod, schwebt der Duft von gegerbtem Leder, Leim und Farbe gleichsam herb und vertraut in der Luft. Samo entwirft ihre Modelle zuerst auf Papier, welche dann von ihr in ein Schnittmuster umgesetzt werden. Mit spitzigster Messerklinge schneidet sie anschliessend das Leder präzise in die gewünschten Teile, bevor sie mit Nadel millimetergenau Stich um Stich in die gewünschte Form zusammengefügt werden. Die Unikate von lasamod haben eine klare und schlichte Formensprache, bei der Materialbeschaffenheit und Struktur als Ausgangspunkt stehen. Nebst handwerklichem Können und Geschick steht eine bis ins letzte Detail von Samo ausgeführte, perfektionierte Verarbeitung vom ersten Skizzenstrich bis zum letzten Fadenvernähen im Vordergrund.

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lasamod
Sarah Moser
Kanzleistrasse 104
8004 Zürich | ZH

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Mit Kleinserien zum Erfolg

Das Gestalten von Schmuckstücken ist die grosse Leidenschaft von Raffaele Haldimann. In der Verbindung von Farben, Formen und Materialien findet er die Vielfältigkeit für sein kreatives Schaffen. Fingerringe, Halsketten und Ohrschmuck zeigen unverwechselbar die eigenständigen und bunten, fröhlichen bis klassischen Kreationen der h kollektion. Die Herausforderung liegt in der Erforschung und Kombination von Materialien wie glasierter Keramik, Holz, Kunststoff und Metall. Die handgefertigten Kleinserien werden in der eigenen Werkstatt gestaltet, produziert und endgefertigt. Die Edelstahlteile werden in regionalen Werkstätten hergestellt.

Natur in Silber

«Die Natur fasziniert, ist zeitlos und nicht nur den Modetrends unterworfen», schwärmt Christa Wegener von ihrer Inspirationsquelle. Auf Streifzügen durch Feld und Wald sammelt sie Pflanzen und verarbeitet diese anschliessend bis zur fertigen Gussform. Die daraus entstehenden Silberanhänger können nach Kundenwunsch mit naturgefärbten Lederriemen kombiniert werden. Diese sind die Herzstücke ihrer FLORA + FAUNA Kollektion. In ihrem kleinen aber feinen Atelier in Basel kann man Christa Wegener dabei zusehen, wie sie mit ruhiger Hand verzaubernde Unikate schafft. Seit 1998 kreiert sie unter ihrem Label «ARTELIER» die kleinen Kostbarkeiten. Ihr Ziel: «Ich möchte den Menschen die Augen öffnen für die kleinen Schönheiten der Natur - über den Schmuck.»

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ARTELIER
Christa Wegener
Auf der Lyss 16
4051 Basel | BS

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Prunkstücke

Wer eine Leidenschaft hat für Schönes und Ausgefallenes, verliebt sich in die Prunkstücke von Wanda Bracher. Aus Frust über ein selbstgemaltes, misslungenes Bild wurde eine Passion: Wanda Bracher hat die Leinwand kurz entschlossen in Gold übermalt und schliesslich daraus eine Tasche genäht. Dieses «Prunkstück» seinerseits wusste nun zu begeistern und fand zahlreiche Liebhaberinnen. Jede Tasche ist für sich einmalig, jede handgemalt und zu 100% made in CH.

Robuste Kräuterkraft

Der Betrieb von Christian Schaller liegt auf 1000 Metern über Meer. Seine Pflanzen wachsen nicht so üppig wie im Unterland, dafür trotzen sie Kälte und Temperaturunterschieden und sind dadurch robust und kräftig. Christian Schaller hat sich ein grosses Wissen über Gewürz- und Heilpflanzen angeeignet. Dieses gibt er mit Begeisterung an Führungen und Kursen weiter. Er berichtet über die Verbundenheit der Heil-, Symbol- und Naturkräfte der Pflanzen und erzählt, wie er von der Vermehrung der Schösslinge bis zu deren Ernte ihre Entwicklung beobachtet.

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Pflanzenkräfte
Christian Schaller
Dorfstrasse 23a
3623 Teuffenthal | BE

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Herrschaftliche Weine

Verantwortung tragen gegenüber nachfolgenden Generationen. Diesen Grundsatz lebt die Familie Marugg in den Bündner Herrschaften. In Kombination von altem Wissen und neuer Technik bewirtschaften sie ihr Weingut nach den Richtlinien der integrierten Produktion. Fachkundige Pflege in Zusammenspiel mit Natur und Freude an ihrem Handwerk verspricht ihnen eine qualitativ hochwertige Ernte. Die Kelterung im eigenen Keller verlangt ein feines Gespür für das sonnenverwöhnte Traubengut. Dank langjähriger Erfahrung und einer konsequenten Mengenregulierung bieten die Maruggs mehrfach ausgezeichnete Weine und Spezialitäten an.

Genuss pur, Natur-Natur

Claude Chiquet und seine Frau Ruth sind eine Schweizer Weinbau-Seltenheit: Sie haben in ihren Ormalinger und Maispracher Rebgärten ausschliesslich PIWI-Rebsorten angepflanzt. Diese pilzwiderstandsfähigen Rebsorten kommen mit einem Minimum an chemischer Behandlung aus. Viel Handarbeit für Biodiversität und Qualität, heisst es im biozertifizierten Familienbetrieb. «2004 haben wir uns entschlossen, uns dem Weinbau zu widmen, und uns dabei ausnahmslos auf nachhaltige Produktion zu konzentrieren», sagt Claude Chiquet voller Überzeugung. Das Ergebnis ihres ökologischen Rebbaus sind acht Rebsorten, alle einzeln vinifiziert und anschliessend in ausgewogenen Assemblagen vereint oder sortenrein ausgebaut. Qualität, die man schmeckt, und Engagement, das hohe Wertschätzung verdient.

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Domaine Chiquet
Ruth & Claude Chiquet-Kunz
Hauptstrasse 144
4466 Ormalingen | BL

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Die Sonne im Glas

Der goldene Honigwein von Alexander Eckert wird gekühlt und im edlen Weinglas serviert. Seine Metsorten sind vollmundig im Geschmack und bezeugen, dass Met im Altertum das edelste Getränk war. Der gelernte Softwareentwickler ist überzeugt, Freiheit bedeute, etwas Sinnvolles zu tun. Er liess sich zum Imker ausbilden und beschloss, Met aus eigenem Honig zu machen. Heute verarbeitet er zusätzlich Bio-Honig aus der EU mit Wasser aus einer der Frienisbergquellen. Nach bis zu sechs Monaten Gärung lagert der biozertifizierte Bienenwein ein Jahr lang im Fass, um danach in Flaschen mit kunstvoller Etikette abgefüllt zu werden. 2015 wurde zum ersten Mal ein Met-Brand entwickelt, welcher für seine 40% vol. überraschend fein die Zunge kitzelt.

Whisky und Gin – echt schweizerisch

In der Bauernhofbrennerei von Urs Lüthy wird der einzigartige und authentische Schweizer Single Malt Whisky destilliert, der schon mehrfach prämiert und ausgezeichnet wurde. Die Braugerste und den UrDinkel baut er selbst an. Diese werden direkt auf dem Hof gemälzt und eingemaischt. Das schonende Brennverfahren und die jahrelange Reifung in verschiedenen Eichenfässern verleihen ihm besondere, typische Noten. Nebst edlen Fruchtdestillaten und Likören werden auch geistreiche Brennkurse, Workshops und Brennereibesichtigungen angeboten. Neu im Sortiment ist ein Gin, der auf der Basis eines edlen Schweizer Melassebrandes destilliert wird.

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Bauernhofbrennerei Lüthy
Urs Lüthy
Suhrgasse 27
5037 Muhen | AG

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Italianità in der Flasche

Julia Kolb verarbeitet feinste, biologisch angebaute Zitronen, Mandarinen und Orangen zu Likören. Kochen, Design und ihre Leidenschaft für Italien verbindet sie zu hochwertigen Erzeugnissen. Die Qualität steht dabei im Vordergrund. Nur unbehandelte Früchte und beste Zutaten werden nach originaler Zubereitungsart hier in der Schweiz oder in ihrem Ferienhaus in Italien verarbeitet. Die Exklusivität wird mit wunderschönen Etiketten, die sie von Hand anschreibt, unterstrichen. Ein eisgekühlter Schluck Limoncino lässt die Sonne der Amalfiküste auf der Zunge zergehen und Erinnerungen an lauwarme Nächte im Süden aufleben.

Fruchtiger Brand

Im Baselbieter Tafeljura oberhalb von Ormalingen liegt der Weidhof der Familie Schär mit einer wunderbaren Panoramasicht. Auf dem 33 Hektar grossen Landwirtschaftsbetrieb von Konrad und Annelies Schär werden nebst der traditionellen Milchwirtschaft rund 150 Apfel-, Kirsch-, Quitten- und Zwetschgenbäume gepflegt und damit ihre hofeigene Spezialitätenbrennerei beliefert. «Ein Baum, der regelmässig geschnitten wird und einen optimalen Fruchtbehang aufweist, bringt gesunde und geschmacklich intensive Früchte hervor», sind die beiden überzeugt. Ihnen ist das Credo «Qualität vor Quantität» wichtig, um feinste Edelbrände zu gewinnen. Sie nehmen mit ihren Likören, Obstbränden und Whiskys regelmässig und erfolgreich an öffentlichen Prämierungen teil.

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Weidhöfler Spezialitätenbrennerei
Familie Schär
Weidhof 203
4466 Ormalingen | BL

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Herz-Augen-Gaumenfreude

Im biologischen Hausgarten von Andrea und Philipp Elsener Rieder wachsen 50 Sorten Kräuter. Sie werden alle in sorgfältiger Handarbeit gepflanzt, gepflegt, geerntet und verarbeitet. So gehen kaum Inhaltsstoffe verloren und die Blüten und Blätter enthalten ein Optimum an Wirkung und Aromastoffen. Es ist der Familie wichtig, dass bei all ihren Tees die einzelnen Kräuter gut zu erkennen, zu riechen und zu fühlen sind. Die Pflanzen sollen leuchten und das Herz wie auch das Auge erfreuen. Koboldtrank, Drachenflug oder Merlin – die zauberhaften Namen ihrer Teemischungen versprechen einen überraschenden Teegenuss.

Grossmutter ist die Beste

Roman Treichlers Grosi wusste genau, wie man den Sommer haltbar machen konnte. In ihrem blauen Heft hat sie die feinsten Rezepte niedergeschrieben. Damit jedes Aroma unverfälscht bleibt, müssen die Früchte naturreif und ohne chemische Zusätze und Konservierungsmittel verarbeitet werden. Der Enkel und gelernte Koch hält sich daran. Die Spätsommer-Himbeeren sind ihm am liebsten: Sie haben viel Geschmack, keine Würmer und sind deshalb bestens dafür geeignet, als Konfitüre oder Sirup im Glas zu landen. Die raren, sensiblen Rosenblüten für seinen naturbelassenen Sirup erhält er von Monika und Peter Müller von oMioBio. Roman Treichler konserviert die Sommerfrüchte nach guter alter Grosi-Sitte und beliefert Private, Handelsbetriebe und Restaurants mit seinen natürlichen Erzeugnissen in Bioqualität.

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Haltbarmacherei
Roman Treichler
Rotbuchstrasse 66
8037 Zürich | ZH

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Aus Langeweile wird Hochprozentiges

Ingwer ist uns als Gewürz vor allem aus der asiatischen Küche bekannt, oder als Heilmittel bei Rheuma und Erkältungen. Aus Bio-Ingwer einen Likör zu machen hingegen, auf diese Idee kommt man aus Langeweile. Philip Jenzer tüftelte, bis er die optimale Mischung fand: nicht zu süss, nicht zu scharf, aber mit viel Ingwergeschmack. Nach der Geschäftsgründung zusammen mit Simon Borchardt entwickelte sich der Likör bei den Stadtbernern zu einem Kultgetränk und die Nachfrage ist kaum noch zu stillen. Die wohltuende Schärfe im Gaumen kann mit einem Trick verändert werden: Schüttelt man die Flasche, flattern die Trübstoffe im gelben Schnaps auf, was ihm mehr Schärfe verleiht.

Eine Schnapsidee

Wer weiss, aus was und wie Tonic hergestellt wird? Drei Barkeeper mit Leidenschaft für Gins und Tonics machten sich auf die Suche. Enttäuscht von überzuckerten Tonics mit wenig Geschmack machten sie sich schlau und begannen zu experimentieren. So viel sei verraten: Die Bitterstoffe entnehmen sie direkt aus der Chinarinde, die Chinin enthält – und ja, sie ist rot. Sie kochen die Rinde aus und verfeinern den daraus gewonnenen Sud mit Zitronengras und Ingwer. Der Rest des Rezepts ist selbstverständlich streng geheim! Gefunden haben die drei Tüftler schliesslich ein Tonic mit richtigem Geschmack, das sie in selbst designte Flaschen abfüllen und direkt an Gastronomie-Betriebe und regionale Getränkehändler verkaufen.

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Drink Tom's
Jakob Hostettler, Michael Hugi & Tom Häussler
Theaterplatz 2
3011 Bern | BE

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100% Natur + 100% Region = 200% Geschmack

«Die Fruchtdiversität in der Schweiz ist grösser als man denkt. Das gilt es zu nutzen!» Yves Bütikofer hatte ausserdem genug von Fruchtgetränken aus Konzentraten, bei denen die Früchte von sonst wo kommen. Deshalb kreiert er seit 2014 seine eigenen Bänz-Fruchtgetränke aus Direktsäften, mit Früchten ausschliesslich aus der Region, direkt vom Bauern. Neben Äpfeln stecken manchmal noch Himbeeren, Kirschen, Trauben, Rhabarber oder Cassis mit in der Flasche und sorgen so für verschiedene Geschmackserlebnisse. Und das kommt an: Bereits 2015 im kantonalen Süssmost-Qualitätswettbewerb in der Kategorie Mischgetränke prämiert, sind seine Fruchtgetränke in den knubbeligen Flaschen, die so gut in der Hand liegen, als optimale Durstlöscher heute gern gesehen – und gern getrunken.

Power von der Farm

Auf dem Hof der Familie von Ballmoos leben 70 Hochlandrinder. Seit 17 Jahren züchten sie erfolgreich diese schottische Rasse mit sachkundiger Betreuung und nach natürlichen Grundsätzen. Fleischqualität hat viel mit der Lebensqualität der Tiere zu tun, davon sind sie überzeugt. Die Kälber bleiben ein Jahr lang bei ihren Müttern und trinken die wertvolle Milch. Draussen auf den Wiesen haben sie viel Bewegung. Dadurch erhält das Fleisch seine schöne rote Farbe und eine feinfaserige Marmorstruktur. Auch bei der Schlachtung wird Respekt vor den Tieren gezeigt. Der kurze Weg zum Metzger im Dorf kommt dieser Haltung entgegen.

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power-farm
Familie von Ballmoos
Dorfstrasse 45
3421 Lyssach | BE

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Bündner Energieriegel

Jedes Land, jede Region ist stolz auf die eigenen Spezialitäten. In der Fleischtrocknerei von Alois Schlager ist es das Bündnerfleisch, das nach alter Tradition wie vor 300 Jahren rein naturgetrocknet wird. Künstliche Reife- und Umrötemittel braucht es dazu nicht: Das Fleisch ist von hoher Qualität und entspricht den strengen Richtlinien von Alpinavera. Alois Schlager und seine Partnerin Jacqueline Eberle erzählen, dass Bündnerfleisch wohl der älteste «Energieriegel» sei. Das Fleisch der Tiere, die in den Bergtälern und -höhen weiden, ist mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Das kann man riechen und schmecken! Ihre Erzeugnisse sind nicht nur Alpinavera zertifiziert. Bündnerfleisch und Churer Beinwurst tragen auch das Label von Slow Food.

Kompetente Harmonie

Im Luzernischen Seetal sind die klimatischen Bedingungen optimal für gehaltvolle, fruchtige Weine. Die teilweise vom Südwind geprägte Landschaft und die kühlen Winde aus dem Nordwesten sorgen für frische Aromatik, ist Mathias Brunner überzeugt. Der sympathische Önologe und Fachlehrer für Weinbau setzt auf eine breite Traubenauswahl und schonende Behandlung der Trauben. Die Gelegenheit, einen Bio-Streuobstgarten zu übernehmen, liess er sich nicht entgehen. Aus Birnen, Äpfeln und Pflaumen kredenzt er einen Fruchtbalsamessig, der sich grosser Beliebtheit erfreut und längst nicht mehr die Nachfrage deckt. Das Nischenprodukt ergänzt die Wertschöpfungskette seines Betriebs ideal.

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Brunner Weinmanufaktur
Mathias Brunner
Kommendeweg 3
6285 Hitzkirch | LU

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Goldenes Korn

Mit Rohstoffen aus der Region Gantrisch werden in der Dittligmühle Mehle und spezielle Backmischungen der Marke Goldkorn hergestellt. Geschah dies früher mit der Kraft des Wasserrads, ist der Traditionsbetrieb der Familie Wenger heute ein modernes Unternehmen. Neuste Technologien erlauben schonende und nachhaltige Verarbeitung von Getreide, das mit Zusatzprodukten wie Kernen und Nüssen aus qualifizierter biologischer Produktion ergänzt wird. Auf die Zugabe von Hefe wird verzichtet, damit die Backmischungen für Brote und Zopf ohne Farb- und Konservierungsstoffe haltbar bleiben. Neuste Technik wird mit altem Handwerk beim Mahlen des Vollkornmehls kombiniert: Dieses wird immer noch auf Stein gemahlen.

Linthmais ist Sonnenkost

Im Mais wird der Sommer gespeichert: Die ganze Kraft der Sonne wird im nahrhaften Korn festgehalten. Schon um 1700 hat man in der Linthebene erstmals Mais angepflanzt. Daraus entstand eine eigene Sorte, der Linthmais. Christian Bruhin hat dem beinahe in Vergessenheit geratenen Korn neuen Aufwind verschafft. Der reife Linthmais wird ungeschält vermahlen, weshalb das ganze Vitamin- und Mineralsalz unverändert erhalten bleibt. Er ist gentechnisch unverändert und als Vollkornmehl auf der Liste der Ostschweizer Culinarium-Produkte, was einen hohen Standard garantiert. Christian Bruhin ist innovativ und bietet verschiedene Produkte aus Linthmais an. Nebst der bekannten Polenta in unterschiedlicher Körnung sind seine Tortilla-Chips beliebt bei Jung und Alt.

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Linthmais
Christian Bruhin
Mühle
8856 Tuggen | SZ

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Dini «Schoggi»

Rebecca Odermatt und Thomas Ramseier betreiben mit viel Enthusiasmus und Fachkenntnis «minischoggi.ch». Die gelernte Konditorin-Confiseurin und Gewinnerin verschiedener Schokoladen-Wettbewerbe und der gelernte Lebensmitteltechnologe verarbeiten ausschliesslich Schweizer Schokolade, vermengt mit erlesensten Zutaten. Sie pflegen das traditionelle Handwerk des Chocolatiers mit Passion: «Die Liebe zum Detail sowie die Leidenschaft für feinste Schokolade werden durch unsere Chocolatiers gelebt und mit jeder Kreation weitergegeben», erzählen die beiden begeistert. Sie geben ihr Fachwissen gerne weiter und bieten an verschiedenen Orten in der Schweiz Kurse an. So kann jeder für ein paar Stunden selbst Chocolatier sein und darf am Ende «sini» Schoggi mit nach Hause nehmen.

Nativ extra vergine

Die Olivenbäume von Gino Carosella stehen seit Generationen in den Abruzzen. 1995 packte er die Chance und übernahm die alten, knorrigen Bäume, die auf dem Land seiner Vorfahren stehen. Mit den handgepflückten Früchten produziert er feines natives Olio d'oliva extra vergine. Die Oliven werden innert wenigen Stunden nach der Ernte mit moderner Technik gepresst. Die Bäume erhalten einen jährlichen Winterschnitt und werden mit natürlicher Gründüngung versorgt. Die Echtheit seiner Produkte ist Gino Carosella wichtig. Nur sonnengereifte Oliven verarbeitet er zu köstlichem Öl. Mit baumreifen Früchten aus seiner Heimat entsteht sein Olivenöl mit Zitronen und Orangen.

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olearia
Theresia & Gino Carosella
Schmiedemattweg 8
3629 Kiesen | BE

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Zu allem Senf

Einem der ältesten bekannten und gesunden Gewürzmittel – dem Senf – hat sich der Moutardier Reto Lutz verschrieben. Was vor 20 Jahren als ausgefallenes Weihnachtsgeschenk begann, ist heute seine Leidenschaft. Seinen nach Bio Suisse-Massstäben produzierten Senf aus der Zofiger Manufaktur gibt es in 28 Geschmacksrichtungen: von fruchtig süss bis extra scharf. Im Austüfteln und Mixen von neuen, edlen Rezepturen ist Reto Lutz ein Meister. Hochwertige Biozutaten zu finden war und ist eine Herausforderung. Heute schwärmt er von Zwetschgen aus Affoltern a.A. und Wildkräutern vom Uerkental/AG. Nebst seinen eigenen Bio-Senfen entwickelt er auch für und mit Senfliebhabern neue Kreationen.

Der Biber aus Appenzell

Wer Appenzell besucht, kommt um den «Beck Böhli» nicht herum. Das traditionsreiche Familienunternehmen in der fünften Generation geniesst einen ausgezeichneten Ruf als innovatives und erfolgreiches Unternehmen. Sie produzieren feinste Spezialitäten, allen voran natürlich die feinen Appenzeller Biber. Verwendet werden nur beste Zutaten, steht doch die Qualität an oberster Stelle. Nach einem über Generationen hinweg überlieferten Rezept stellen die Brüder Alfred und Markus Sutter mit dem Team die Appenzeller Biber in Handarbeit her. «Wer einen Appenzeller Biber geschenkt bekommt, erhält ein Symbol höchster Wertschätzung», sagen sie überzeugt. Die köstlichen Biber bereiten Freude und verwöhnen jeden Geniesser.

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Böhli Bäckerei
Alfred Sutter & Markus Sutter
Engelgasse 9
9050 Appenzell | AI

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Haas im Glas

Manch verwöhnter Schweizer erinnert sich bestimmt mit Wehmut an Grossmutters Kaninchenrezept, das vergessen gegangen ist. Wie in früheren Zeiten konserviert Erika Vollenweider Kaninchenfleisch, das sich durch einen hohen Eiweisswert und einen niedrigen Cholesterin- und Fettanteil auszeichnet. Sie kocht das gesunde Fleisch in frischem Gemüsesud, welcher mit regionalen Gewürzen und Gemüsen verfeinert wird. Im Glas abgefüllt, bleiben Geschmack und Nährwerte schonend erhalten. Die Kaninchen bezieht sie von ihrem Schwager und freut sich, ihre Kaninchen-Parfait-Kreationen als «Haas im Glas» im Delikatessenladen oder bei regionalen Verkaufsläden anzubieten. Gesundes und Regionales zu einem feinen Nischenprodukt verarbeiten zu können, bereitet Erika Vollenweider grosse Freude.

In der Mischung liegt die Würze

Michael Morskoi lässt sich gern von Kräutergerüchen verführen und von ihren Farben verzaubern. Daraus entstehen Kompositionen, die seinen Gewürzmischungen und -pasten ihren Charakter geben. In seinem «Chalira Gwürzatelier» tüftelt der leidenschaftliche Koch an harmonischen Zusammensetzungen. Chalira punktet mit der Liebe, der Qualität und der Handarbeit, mit der die Produkte hergestellt werden. Genau das Richtige für den anspruchsvollen Geniesser, der das Besondere liebt.

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Chalira Gwürzatelier
Michael Morskoi
Ochsengässli 9
5000 Aarau | AG

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Goldene Fäden

tagora ist Name und Konzept für eine nicht ganz alltägliche Geschichte. Silvia Bossard setzte 2007 im Aargauer Freiamt erstmals 15'000 erstklassige Safranknollen. Nach etlichen Rückschlägen und damit verbundenem Erfahrungsgewinn wurden es Jahr für Jahr mehr. Heute liefern über 300'000 Blüten die Fäden für das zertifizierte Label «Aargauer Safran». Entscheidend zur hohen Qualität trägt die Anbau- und Erntephilosophie bei: Die sorgfältige Bewirtschaftung nach den Richtlinien von Bio-Suisse und die zeitintensive Ernte von Hand liegen in den Händen eines hingebungsvollen und engagierten Teams. tagora steht für das Konzept mit dem Ziel, ideelle Aktivitäten und kommerzielles Vorwärtskommen unter dem Dreiklang Wohlfühlen, Wohlbefinden und Wohlwollen in Einklang zu bringen.

Schweizer Wurzeln

Lucia und Willy Schmid-Zwimpfer haben die Meerrettichwurzel für sich entdeckt. Sie pflanzen und pflegen sie auf ihrem Hof bis zur Ernte. Die würzigen Wurzeln werden gewaschen, gerüstet und geschnitten. Sie eignen sich frisch wie auch getrocknet und zu Pulver gemahlen zum Würzen von Speisen. Die Meerrettichwurzel ist äusserst gesund – ihr werden antiseptische Eigenschaften zugeschrieben, und sie kann als natürliches Hausmittel bei Mensch und Tier eingesetzt werden. Hohe Reinheit und Unverfälschtheit zeichnen das nach Bio Suisse-Massstäben produzierte Meerrettichpulver der Familie Schmid-Zwimpfer aus.

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Familie Schmid-Zwimpfer
Lucia & Willy Schmid-Zwimpfer
Schlossermatt
6130 Willisau | LU

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Entdeckungen zum Vernaschen

Die Caramels und Schokoladenstücke von Valérie Henchoz verführen die Sinne. Seit 14 Jahren experimentiert sie mit Zusammensetzungen und tüftelt an der optimalen Entfaltung des Geschmacks der hochwertigen Zutaten. Sei es ein Lebenswasser- oder Bier-Caramel oder ein Grand Cru-Praliné: Sie alle sind Einladungen, Duft und Geschmack zu entdecken. Valérie Henchoz sucht bewusst die Nähe zu ihren Lieferanten und arbeitet nur mit ihnen zusammen, wenn Qualität und «Bauchgefühl» stimmen. Dabei wird sie unterstützt von ihrem Ehemann und ihrer Tochter. Auf Spaziergängen und Wanderungen in den Alpen findet sie die Muster und Motive, mit denen sie ihre Kreationen liebevoll verziert.

Hochwertiges Öl vom Müller

Simon Müller übt einen aussergewöhnlichen Beruf aus: Er ist Ölmüller. Er sammelt intensiv Wissen rund um das Thema der Ölherstellung und der Ölpflanzen – der Saaten, Kerne und Nüsse. Öle und deren Wirkung auf die Gesundheit sowie deren Verwendung in Küche und hautpflegender Kosmetik interessieren ihn in der Gesamtheit. Er hat sich auf naturbelassene Speiseöle in Rohkostqualität spezialisiert. Diese presst er zusammen mit seiner Frau Sandra in einem schonenden Verfahren bei Temperaturen zwischen 28 und 37 Grad. Dazu benutzen sie eine spezielle Ölmühle mit Wasserkühlung, die für die hochwertige Ölgewinnung in Rohkostqualität durch Kaltpressung entwickelt wurde. Ihre Philosophie ist geprägt von einem konsequenten Qualitätsdenken und der Liebe zur Natur.

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Oelist
Simon Müller
Emmengasse 2
4223 Blauen | BL

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Gesundes von der Ziege

Karin und Thomas Wüthrich haben ihr Hobby zum Mittelpunkt ihres Lebens gemacht. Sie sind von Ziegen fasziniert und ihre Freude wird durch das lebhafte Wesen ihrer Saanen- und Burenziegen kräftig unterstützt. «Eine Pause auf der Wiese, umrundet von gesunden Ziegen, bringt uns Kraft», sagen die beiden überzeugt. Diese Kraft gibt ihnen den Antrieb, ihre Ziegenprodukte zu verarbeiten und zu verkaufen. Ihr Ziegenkäse wird von einer wachsenden Kundschaft geschätzt. Die Ziegen freut's: Mit ihren Jungtieren geniessen sie auf dem Rütihof ein glückliches Herdenleben.

Take it cheesy

Wer 90 Stunden in der Woche arbeitet und trotzdem glücklich strahlt, muss seinen Traum verwirklicht haben. Der junge Käser Serdar Hess hat 2016 in der Markthalle Basel seine eigene Käserei eröffnet – die einzige Stadtkäserei von Basel. «We love to cheese you» ist das Motto seines Einmannbetriebs. Die frische Rohmilch von Kuh, Ziege und Schaf bezieht der gelernte Milchtechnologe aus der Region Basel. Als sein eigener Chef entscheidet nun er, was produziert wird. In seiner Schaukäserei sind bereits etwa 23 Sorten Käse und diverse Varianten Jogurt und Quark entstanden, wie beispielsweise Süsskartoffel-Kürbis oder Apfel-Spinat. Seine Kreativität scheint grenzenlos zu sein, so wie seine Begeisterung: «Weil das Leben mit Käse mehr Freude macht».

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Mylk
Serdar Hess
Steinentorberg 20
4051 Basel | BS

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Ingredienza heisst Zutaten

Rolf Thalheim liebt Teigwaren. Was im Februar 1990 mit drei Sorten gefüllten Teigwaren begonnen hat, entwickelte er zu einem fantasievollen und qualitativ hochwertigen Pasta-Angebot. Nebst saisonalen Spezialitäten führt Ingredienza heute über 50 Sorten gefüllte Teigwaren und ein grosses Nudelangebot in verschiedenen Schnittbreiten. Ingredienza heisst Zutaten, fatto a mano das Rezept. Weil die Zutaten so wichtig sind, kennt Rolf Thalheim die zahlreichen Landwirtschaftsbetriebe, die ihn mit Gemüse und Kräutern, grösstenteils in lizenzierter Bioqualität, beliefern – aus Liebe und Überzeugung zum besseren Produkt!

Kaffee mit Frühlingsgefühlen

Im Basler Klybeck duftet es verführerisch. Der Duft kommt aus dem Café Frühling, von einem Spezialitätenkaffee, den zwei Basler Kaffeeprofis herstellen: Die spring roasters. Das sind die Brüder Felix und Benjamin Hohlmann, mehrfache Schweizer Kaffeemeister und leidenschaftliche Kaffeetrinker mit hohen Ansprüchen. «Unser Ziel ist, den typischen Geschmack eines jeden Kaffees in der Tasse sichtbar zu machen. Weil Kaffee nicht gleich Kaffee ist.» Und weil es beim Kaffeerösten auch um Erfahrung, die richtige Infrastruktur und den Austausch unter Kennern geht, gehen sie dafür in den «Corosting Space» der Kaffeemacher in Münchenstein. In der dortigen Kaffeeakademie vermitteln sie Liebhabern sowie Gastronomen alles Wissenswerte rund um ihr Lieblingsgetränk.

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spring roasters
Felix & Benjamin Hohlmann
Klybeckstrasse 69
4057 Basel | BS

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