Ausstellerplan Brugg Windisch AUTHENTICA 16

Möbel aus dem eigenen Wald

Schon früh hat Tobias Walker von seinem Vater, der Holzbildhauer war, die Faszination für Holz entdeckt. Nach vielen Lern- und Wanderjahren im In- und Ausland hat sich der gelernte Möbelschreiner den Traum von der eigenen Werkstatt erfüllt. Er verarbeitet ausschliesslich Massivholz oder mit Dampf gebogenes Holz. Ideen für die Entwicklung von Formen holt er sich auf ausgedehnten Reisen. Im geschickten Umgang mit speziellen Radien und Winkeln schafft er mit einer aussergewöhnlichen Formensprache individuelle Einzelstücke – in Zusammenarbeit mit seinen Kunden. Sein Holz bezieht er vom Förster, vom Bauern oder aus dem eigenen Wald, den er nachhaltig bewirtschaftet.

Von Seilen gefesselt

«In der Seilerei Kislig vereinen sich Geschichte und Moderne», sagt Martin Benz. In der denkmalgeschützten Seilerei Kislig in Winterthur werden Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert. Das erlaubt ihm, Kleinstmengen und Sonderanfertigungen ebenso herzustellen wie grössere Mengen in kürzester Zeit. Im imposanten, 100 Meter langen Holzbau erinnert der metallische Geschmack traditioneller Maschinen und Geräte, vermischt mit dem lieblichen Duft von Kokos, Jute, Sisal und Flachs, an längst vergangene Zeiten. Martin Benz ist gelernter Seiler und führt den 1878 gegründeten, traditionellen Handwerksbetrieb seit 2003. Er beliefert Artisten, Spielplatzbauer und Fesselkünstler ebenso wie Uhrmacher, Pfadfinder und Betriebe aus Land- und Forstwirtschaft.

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Seilerei Kislig
Martin Benz
Breitestrasse 18
8400 Winterthur | ZH

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Der Fasstischmacher

Wenn Holzfässer nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten ausgedient haben, werden sie für den Fasstischmacher Walter Amrhyn erst interessant. Denn er gibt ihnen eine neue Aufgabe: Mit einem speziellen Verfahren werden bei der Firma Walter's Wood Idea alte, krumme Fassdauben gerade gebogen und zu neuen, einzigartigen Möbeln verarbeitet. «Durch die Eigenschaften und den Charme des gebrauchten Eichenholzes ist jedes Stück ein Unikat mit allen Spuren seiner Vergangenheit», schwärmt Walter Amrhyn. Tische und Möbel werden auf Kundenwunsch angefertigt und sind nummeriert. Stammt das Fass aus einem Weingut, bekommt der Kunde eine Flasche vom entsprechenden Wein dazu. So schliesst sich der Kreis.

Flüssiges dicht verpackt

«Eichenfässer sind unser Leben» steht zuvorderst gross auf dem Firmenprospekt. Es ist eine klare Aussage und ein Versprechen zugleich. Roland Suppiger ist Küfer in der vierten Generation, die Familienküferei existiert seit 1895. Das Fachwissen wurde mit viel Herzblut weitergegeben. Heute ist Roland Suppiger einziger Lehrmeister für diesen Beruf in der Schweiz. Er verwendet einheimische Hölzer und fertigt Fässer in allen gewünschten Grössen. Das grösste fasst 15 000 Liter und steht auf einem Weingut im Piemont. Das alte, traditionelle Handwerk findet heute auch den Zugang zu modernen Trends. Im Wellness-Bereich sind Bottiche, Hot-Pots und Whirlpools gefragter denn je und können nach individuellen Vorstellungen und Platzverhältnissen angefertigt werden.

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Küferei Suppiger
Roland Suppiger
Chli Ebnet 7
6403 Küssnacht am Rigi | SZ

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Gestalter mit Grundsätzen

Seine Möbel sprechen eine klare Sprache. Sie sind zeitlos und die handwerklich hochstehende Verarbeitung kommt im schlichten Design besonders gut zum Ausdruck. David Müller verknüpft ergonomische Ansprüche mit Ästhetik. Der gelernte Möbelschreiner liess sich nach einigen Lehr- und Wanderjahren zum Baubiologen weiterbilden. Der sorgfältige Umgang mit Ressourcen ist ihm wichtig. In der Herstellung und Gestaltung seiner Möbel achtet er auf das sensible ökologische Gleichgewicht, wie auch auf das Bedürfnis der Menschen, sich wohlzufühlen. Nach diesen Grundsätzen ist auch sein Stuhl STABELLE gefertigt, für den er mit seinem Teampartner für den Wood Award nominiert wurde.

Ohne Hand kein Werk

Seit 25 Jahren gibt es die Möbelei Baumann im Toggenburg. «Die stete Suche nach dem Neuen, Unbekannten, Andersartigen inspiriert mich. Zum Beispiel als Gegenstück zur Schublade die Drehlade, oder zum Rechteck die Ellipsenform», schwärmt Robert Baumann von seinem Handwerk. Holz, Metall, Leder und Farbe als Werkstoffe verhelfen seinen Ideen erst zur physischen Präsenz. So entstehen Tische, Stühle, Sessel, Lampen oder farbige Möbel und Objekte. Im Gespräch mit der Kundin oder dem Kunden sucht Robert Baumann nach der geeigneten Umsetzung. Jedes seiner Möbel ist ein Unikat, die Handschrift immer erkennbar.

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Möbelei Baumann
Robert Baumann
Ebnaterstrasse 5
9630 Wattwil | SG

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Mit Kleinserien zum Erfolg

Das Gestalten von Schmuckstücken ist die grosse Leidenschaft von Raffaele Haldimann. In der Verbindung von Farben, Formen und Materialien findet er die Vielfältigkeit für sein kreatives Schaffen. Fingerringe, Halsketten und Ohrschmuck zeigen unverwechselbar die eigenständigen und bunten, fröhlichen bis klassischen Kreationen der h Kollektion. Die Herausforderung liegt in der Erforschung und Kombination von Materialien wie glasierter Keramik, Holz, Kunststoff und Metall. Die handgefertigten Kleinserien werden in der eigenen Werkstatt gestaltet, produziert und endgefertigt. Die Edelstahlteile werden in regionalen Werkstätten hergestellt.

Stilvoller Blickfang

Die Designerin und Produzentin Maya Lörtscher hat vor zehn Jahren eine ganz neue Verwendung für altes Material entwickelt: das Bedrucken von Textilien mit Schieferplatten. Die Platten haben über die Jahrmillionen einen je einmaligen Fingerabdruck bekommen. Maya Lörtscher greift genau diese Einmaligkeit auf und kreiert so in ihrem Atelier kunstvolle Unikate: Formschöne Taschen, Handtaschen, Schminktaschen, weitere nützliche Accessoires wie Portemonnaies und diverse Etuis. Die Blachen, die sie mit den Schieferplatten bedruckt, sowie das Kunstleder, das sie ebenfalls einarbeitet, bezieht sie bei Schweizer Lieferanten. «Einzigartig und doch mit einem klaren Wiedererkennungswert», so beschreibt Maya Lörtscher die Werke ihres Labels ml Schiefer Design.

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ml Maya Lörtscher
Maya Lörtscher
Eigenstrasse 30
8193 Eglisau | ZH

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Luftig geschmückt

Luft und ausgewählte Stoffe gepaart mit Freude an der Gestaltung von Formen und Farben – so entstehen die textilen Schmuckstücke von Doris Berner. Wichtig sind ihr hohe Qualität bei der Handarbeit und perfekte Verarbeitung in der Ausführung. Die Seiden- und Microfaserstoffe verarbeitet sie mit dem von ihr persönlich entwickelten Thermoverfahren zu zeitlos schmückenden Unikaten. Ihre Exponate bestechen durch ihr luftiges Design und in der Harmonie der Farben. Mit diversen Auszeichnungen preisgekrönt können ihre Einzelstücke auch im Museumsshop des Landesmuseums Zürich, im Textilmuseum St. Gallen oder in ausgewählten Galerien bewundert und erworben werden.

Seidenfein

Béatrice von Allmen liebt Originales und Originelles. In erster Linie haben es ihr originell verarbeitete Seidenschals in unzähligen, verschiedenen Form- und Farbvarianten angetan. So näht sie zum Beispiel einen Seidenrundschal, ergänzt diesen mit Seidenstrick und verziert ihn mit Stoffelementen. Die Seide bezieht sie aus Deutschland und färbt sie selbst nach ihren Vorstellungen ein. Von verschiedenen Lieferanten bezieht sie Rohstoffe, die sie lustvoll zu individuellen, modischen Accessoires verarbeitet. Dazu gibt sie gerne auch Stylingtipps und Nähtricks. Und mit ihrem praktischen Magnetsystem lassen sich Tücher und Schals tragen, ohne zu verrutschen.

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CreArt
Béatrice von Allmen
Schlossmattstrasse 4
3400 Burgdorf | BE

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Verspielte Individualität

Das Sortiment von Esther Fabris umfasst Mode und Accessoires für Frauen, die ihr Selbstbewusstsein gerne durch ein besonderes Erscheinungsbild unterstreichen. Im persönlichen Gespräch mit der Kundin findet sie heraus, wie sich individuelle Wünsche, Stoffe, Masse und Schnitte verbinden lassen. Sie legt grossen Wert auf die Verarbeitung edler Stoffe. Baumwolle, Leinen und Seide sind die Basics jeder Sommerkollektion, Wollstoffe überwiegen in den Kollektionen für die kühleren Tage. Die Natürlichkeit der Materialien schafft eine sinnliche Verbindung von Trägerin und Kleidungsstück. Fabrix steht für anmutiges und sublimes Design, mit einem ganz eigenen Stil aus Klarheit und Verspieltheit.

Mit Liebe gebunden

Hochwertige Qualität, eigene Gestaltungen und das Erleben des Werkstoffes sind bei Isabel Wey und Petra Stäger die wichtigen Eckpfeiler, die für ihr Schaffen Voraussetzung und Antrieb sind. Die beiden Frauen sind begeistert von ihrem Buchbinderhandwerk und engagieren sich auf verschiedenen Ebenen für dessen Erhalt und für die meisterliche Handwerkskunst. Sie binden Bücher in unzähligen Formen, Farben und Grössen und reparieren alte, zerfledderte Einbände. Sie bevorzugen es, direkt mit dem Kunden die ideale Gestaltung zu besprechen und nach dessen Vorstellung umzusetzen. Dabei kommen manchmal auch ungewöhnliche Materialien zum Einsatz – wie zum Beispiel Damenstrümpfe.

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Papierhandwerk Stäger + Wey
Isabel Wey & Petra Stäger
Landstrasse 1
5415 Rieden | AG

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Gesponnen weich

Die Angorakaninchen Gempa, Zora, Brunette, Bella und Nera haben es gut. Im Winter sind sie wollig warm eingepackt und wenn der Frühling kommt und die Winterwolle zu warm wird, löst sich diese und wird mit einem speziellen Kamm ausgekämmt. Die Kleinstmengen werden gesammelt, die feinsten Härchen finden sich in den Grannenhaaren und in der Unterwolle. Sie sind innen hohl, was die Angorawolle so einzigartig flauschig macht. Esther von Siebenthal verwendet für das Färben Blüten und Pflanzen, die möglichst in ihrem Garten wachsen. Nach dem Karden werden sie auf dem Spinnrad zu feinster Wolle versponnen. Das regelmässige Surren und dabei den Gedanken nachzuhängen sei unvergleichlich schön, erzählt sie. Ihre Wolle verkauft sie in Wollläden und an Märkten, am liebsten zusammen mit Strickanleitungen.

Traumhaft verspielt

Vor etwa 30 Jahren hat Sonja Pfister-Renggli realisiert, dass keine der im Handel erhältlichen Puppen als Spielgefährtinnen für ihre Tochter ihren Ansprüchen entsprachen. Mit über mehrere Generationen vererbter Leidenschaft und Feingefühl für Modedesign und Näherei schuf sie kurzerhand ihre eigenen, handgenähten Puppen aus Naturmaterialien. Mit liebevollen, freundlichen Gesichtern, schlicht und gleichzeitig farbenfroh, wunderbar angenehm für Kinderhände, und gefüllt mit Schafswolle aus der Region. Über ihre Motivation sagt Sonja Pfister-Renggli: «Glückliche Kinder sind mein Arbeitsmotto!» Dazu tragen auch ihre selbst gefertigten Kinderkleider bei: «KINDERBUNT schlicht und schlau ohne Schnörkel und Kitsch.»

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Puppenmacherei
Sonja Pfister-Renggli
Thunstrasse 4
3150 Schwarzenbrug | BE

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über Haupt

Lucia Vogel liebt die Hutmacherei. Sie ist gelernte Modistin und engagiert sich seit vielen Jahren in der Ausbildung von Lernenden und damit für den Fortbestand dieses seltenen Handwerks. In ihrem Atelier und dem Showroom in Lenzburg, wo der gesamte Produktionsprozess aus einer Hand stattfindet, können sich Besucherinnen von ihrem handwerklichen Können und ihrer Liebe zum Detail selbst überzeugen. Und frau hat die Qual der Wahl: «Ich fertige alles an, was sich auf den Kopf setzen lässt: Filz- und Strohhüte, Kopfschmuck/Fascinators, Stoff- und Ledermützen, Strickmützen», sagt Lucia Vogel voller Elan. Dabei legt sie grossen Wert auf Qualität, Ästhetik und Langlebigkeit ihrer verwendeten Materialien sowie der Endprodukte.

Zeitgemäss verfilzt

Wolle isoliert und hält wärm. Wird Wolle verfilzt, erhalten wir ein Naturprodukt, das uns vor Nässe schützt, widerstandsfähig und schwer entflammbar ist. Diese Eigenschaften werden seit Jahrhunderten geschätzt. Barbara Glünkin hat schon als junge Frau die Wolle ihrer Schafe verarbeitet. Heute verarbeitet sie Wolle von verschiedensten Qualitäten zu liebevollen Filzaccessoires für den Wohnbereich und zu Kleidungsstücken. Neue Ideen entstehen im Alltag, unterwegs und irgendwo. Sie hält sie im Notizbuch fest, bis sie zwischen ihren Händen mit Hilfe von Wasser und wenig Seife oder Essig zu lebendigen Objekten werden. Mit modernen Verarbeitungsmethoden und modischen Ideen zeigt sie auf, dass dieses alte Handwerk auch heute noch zeitgemäss ist.

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Filzatelier tragbAR(T)
Barbara Glünkin
Mösli 303
5057 Reitnau | AG

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Creativ verwoben

Inspiriert von Mustern und Bildern entwirft Marianne Wolleb ihre Webstücke auf Papier oder mit dem Computerprogramm. Die gelernte Trachtenschneiderin webt selbst entworfene Muster zu wundervollen Trachtenstoffen, die sie teilweise auch selbst vernäht. Eine weitere Spezialität sind ihre Schals aus Naturmaterialien. Die Garne spinnt sie von Hand. Geduld, Ausdauer und gute Handfertigkeit sind ihre Begleiter, wenn sie sich an den Webstuhl setzt und Zug um Zug das Schiffchen in ruhigen Bahnen hin und her gleiten lässt.

Must Have!

Wer wünscht sich nicht eine anschmiegsame Begleiterin? Ob in dezenten oder in kräftigen Farben: Taschen der Sattlerei Fiona Losinger sind Unikate, die Funktionalität und Ästhetik verbinden. Im Atelier inmitten der Berner Altstadt verbindet das sechsköpfige Team traditionelles Handwerk mit innovativer Formensprache. Kundinnen und Kunden kommen in die Sattlerei und wählen Farbe, Grösse und Extras, bis die Tasche zu ihnen passt. Prinzipiell werden nur pflanzlich gegerbte, europäische Leder verwendet. Mit der Zeit erhält die Tasche ihre ureigene Patina. Die fachgerechte Pflege übernimmt die Sattlerei kostenlos – ein Taschenleben lang.

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Sattlerei Fiona Losinger
Fiona Losinger & Ursula Häni
Münstergasse 48
3011 Bern | BE

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Schmuck mit Fantasie

Er ist ein Tüftler, Entwickler, Erfinder: Roger Weber sprüht vor Ideen und steckt sie in eigenwillige Kreationen. So entstehen Schmuckstücke und Automaten, wie sie noch kaum jemand gesehen hat. Auf der Suche nach der perfekten Form fertigt der gelernte Goldschmied hochwertige Schmuckstücke. Mit grenzenloser Fantasie verbindet er hochwertige Materialien zu eigenwilligen Unikaten. Seine Automaten sind aufwändige Einzelstücke aus Holz und Metall. Die Figuren und Szenen, die über eine Kurbel oder durch einen kleinen Elektromotor angetrieben werden, setzen sich in Bewegung, verändern sich und halten oftmals unerwartete Überraschungen bereit.

Stücke, die schmücken

Die Arbeiten von Benjamin Friedli sind frisch und lebendig im Ausdruck und klar in der Formensprache. Er verwendet ausgewählte Materialien und feinste Legierungen, die seinen exklusiven Schmuckstücken Intensität und Präsenz verleihen. Der Wunsch des Menschen, sich mit Schönem zu umgeben, ist so alt wie sein anspruchsvolles Handwerk. Der Gold und Silberschmied lässt sich von diesen Wünschen inspirieren. Mit Hingabe, feinem Geschick und mit einer breiten Palette fast vergessener Techniken fertigt er seine Objekte und gibt so jedem seine einzigartige Wertigkeit. Eine weitere Spezialität sind seine Arbeiten mit antiker Kleinkunst. Ihn faszinieren Steine, die früher vielfach als Identifikationszeichen verwendet worden sind.

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Gold- und Silberschmiede
Benjamin Friedli
Postfach 650
4502 Solothurn | SO

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Handgeschmiedeter Damaszenerstahl

In der alten Schmiede in Madiswil vereinen sich die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde in den Arbeiten von Maja Zbinden. Das Schmieden von Damaszenerstahl ist über 2500 Jahre alt. Weicher, flexibler Stahl wird mit hartem, sprödem Stahl im Feuer verschweisst, geschmiedet und gefaltet. Die Symbiose von Material und Kunsthandwerk resultiert in harten Legierungen für messerscharfe Schneidewerkzeuge und kontrastreichen, strukturierten Schmuckstücken. Schon die Wikinger fertigten mit dieser Technik sagenumwobene Schwerter. Wellenförmige Muster zieren die handgefertigten Messer und Schmuckstücke jeglicher Art und geben ihnen eine einzigartige Optik.

Möbel neu erzählt

In der Möbelmanufaktur «altrimenti» werden verlorene Werte wieder entdeckt. Hochwertige, alte Möbel und Gartentische, die auf Grund ihrer Patina oft in der Abstellkammer landen, werden von Thomas Rimml gereinigt, repariert, abgeschliffen und erhalten eine leichte Lasur und dekorative Muster in neuen Farben. Dafür fertigt er mit grosser Sorgfalt Schablonen an – nach historischen Reliefs, afrikanischen Mustern oder geometrischen Designs der 50er bis 70er Jahre. Diese trägt er von Hand auf die neuen Einzelstücke auf. Thomas Rimml ist überzeugt: «Mustergültiges Upcycling ist nicht nur schön, sondern auch sinnvoll.» Die so zu einem zweiten Leben erweckten Unikate erübrigen billig produzierte Importe und setzen einen formschönen Akzent in Wohnung, Garten, Büro, Hotel oder Restaurant.

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altrimenti
Thomas Rimml
Winterthurerstrasse 710
8247 Flurlingen | ZH

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ächt hölzig

Schreinermeister Markus Bernhardsgrütter widmet sich nach langjähriger Tätigkeit als Schreinerei-Bereichsleiter jetzt dem kreativen Schaffen ohne Leistungsdruck, in seiner eigenen Werkstatt. So hat er die Möglichkeit, das Holz in Ruhe seiner Bestimmung zuzuführen und Unikate zu schaffen – «Exklusives und Rundes aus Holz auch für modernes Wohnen», wie er es nennt. Die verwendeten Hölzer sind heimisch und nachhaltig geschlagen, seine Arbeitsmethoden gemäss der alten Handwerkstradition, seine Designs modern und schlicht. Der Ächthölzige freut sich, die Ergebnisse der Symbiose aus Natur, Kunst und Handwerk einem anspruchsvollen und wertschätzenden Publikum präsentieren zu können.

Robuste Kräuterkraft

Der Betrieb von Christian Schaller liegt auf 1000 Metern über Meer. Seine Pflanzen wachsen nicht so üppig wie im Unterland, dafür trotzen sie Kälte und Temperaturunterschieden und sind dadurch robust und kräftig. Christian Schaller hat sich ein grosses Wissen über Gewürz- und Heilpflanzen angeeignet. Dieses gibt er mit Begeisterung an Führungen und Kursen weiter. Er berichtet über die Verbundenheit der Heil-, Symbol- und Naturkräfte der Pflanzen und erzählt, wie er von der Vermehrung der Schösslinge bis zu deren Ernte ihre Entwicklung beobachtet. Um Lücken im Angebot zu füllen, kauft er auch Pflanzen und Kräuter in ihm gut bekannten Betrieben zu, die wie er biologische Richtlinien befolgen.

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Pflanzenkräfte
Christian Schaller
Dorfstrasse 23a
3623 Teuffenthal | BE

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Selten wilde Blütenpracht

Manfred Wyss und seine Frau Barbara haben vor acht Jahren in ihrer Gärtnerei in Zell aus der Not eine Tugend gemacht: Da die Nachfrage an einigen Pflanzensorten stark rückgängig war, haben sie sich auf das Kultivieren von Pelargonien – Geranien – spezialisiert. Heute sind es etwa 300 Sorten, darunter viele alte und Wildformen, die schweizweit ausschliesslich im Blumengarten zu bekommen und auf Grund ihres schönen Aussehens und der einfachen Pflege überaus beliebt sind. Darunter finden sich Namen wie Millfield Rose, Westdale Appleblossom oder Sugar Baby. «Die Einzigartigkeit ist, dass ich sie selber zusammengetragen habe und hinter jeder Sorte eine Geschichte steht.» Manfred Wyss kennt diese Geschichten alle, und er erzählt sie gerne.

Balsam vom Marmotta

Die Natur ist die beste Apotheke. Was bereits unsere Vorfahren wussten, wird uns heute vermehrt wieder bewusst. Dazu zählt auch das Murmeltieröl, dem schon seit jeher eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Es soll helfen, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Muskelbeschwerden, Erkältungen und Hautkrankheiten zu lindern. Das Murmeltieröl enthält natürliches Kortison, und die damit verarbeiteten Heilkräutermischungen unterstützen die therapeutische Wirkung. Silvan Schmid bezieht das Murmeltierfett ausschliesslich direkt von Schweizer Jägern. Dazu gehört auch sein Vater, der in Frutigen ein Labor für die Herstellung der Murmeli-Produkte mitinitiierte. Diese reinen und kraftvollen Naturprodukte sind in ihrer Art einzigartig und eignen sich hervorragend zum Einreiben und Massieren.

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puralpina
Familie Schmid
Vorderhasli 1
3714 Frutigen | BE

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Kräuterzauber

Heimische Heilpflanzen findet Martina Rocco vor ihrer Haustür. In ihrem Kräutergarten und in der wilden Natur des Appenzellerlandes sammelt sie die Zutaten für ihre Naturkosmetik-Produkte. Von Hand gefertigt produziert sie in Kleinmengen und rein natürlich Salben, Crèmes, Shampoos und Öle. Ihr ist es wichtig, regionale Pflanzen und ihr umfangreiches Wissen zu erhalten, weiterzugeben und neu zu entdecken. Sie bietet Kräuterwanderungen an, gibt Salbenkurse und zaubert eine Vielzahl von Pflege- und Wellnessprodukten in kleine Dosen, Fläschchen und Töpfchen. Die meisten ihrer Produkte sind basisch und tragen zauberhafte Namen wie «Prinzessinencrème» oder «Elfentraum-Öl».

Schön und natürlich sein

Bei Lili Olujic riecht es verführerisch fein aus Töpfchen und Döschen. In ihrer kleinen Manufaktur produziert sie mit Liebe und viel Herzenslust Badebomben und naturkosmetische Seifen, Crèmes, Öle und Salben. «Nur was ich auch essen kann, kommt auf meine Haut», sagt sie überzeugt. Ihre frische und lebendige Wesensart scheint sich auf ihre Produkte zu übertragen: Sie sind bunt und vermitteln Freude. Lili Olujic setzt heute ganz auf ihr Handwerk, bildet sich im In- und Ausland weiter und ist stets auf der Suche nach neuen Inspirationen. Ihr Motto lautet ganz unprätenziös: «be beautiful, be natural, be you» – sei schön und natürlich, sei du!

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Lili's Naturkosmetik
Lili Olujic
Groffeldstrasse 5 / PF 516
9471 Buchs | SG

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Mut zur Farbe

Kathrin Nigg ist wie sie selbst sagt eine Frohnatur, die gerne lacht. Fröhlich wirkt auch ihre bunt leuchtende Keramik. Um die gewünschte Farbintensität zu erreichen, hat sie eine aufwändige Glasurtechnik entwickelt. Für die leidenschaftliche Töpferin das Wichtigste sind allerdings die Keramik-Tierchen, die sie auf die Dosendeckel, Henkel und Schüsselränder setzt oder an Gefässen empor klettern lässt. Ihre Werkstatt und Verkaufsladen hat sie in einem ehemaligen Bauernhaus im Zürcher Menzengrüt, wo sie seit 2004 auch lebt und genug Platz für ihre Töpfer-Leidenschaft hat. Dort kann man ihr bei der Arbeit an der Drehscheibe zusehen und sich die Arbeitsprozesse erklären lassen. Und sich von Kathrin Niggs positiver Lebenseinstellung inspirieren lassen.

Nach Art von Leonhard

Im Passe-vite werden Kartoffeln schnell zu Brei. Bei Hansruedi Leonhard Schlegel findet dieser Alltagsgegenstand eine neue Aufgabe: als Uhr. Sinngebend heisst dieses Unikat «Le temps passe vite». Diesen Momenten, in denen Alltägliches eine neue Funktion findet, entlockt der gelernte Handwerker neu entdeckte Schönheiten. Er liebt es, Dinge zu kombinieren und der Phantasie Leben einzuhauchen. Aus Glühbirnen werden Öllampen, aus einer Velokette ein Flaschenöffner oder aus der Duschbrause eine Lampe. «Licht und Schatten, Design und Funktion» nennt er seine Objekte, die durch ihre neue Funktion verzaubern.

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Leonhard-Art
Hansruedi Leonhard Schlegel
Käppeliweg 74
4132 Muttenz | BL

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Marmorierter Genuss

Auf dem Bauernhof von Christa und Michel Strub hat eine Vielzahl von Tieren ein Zuhause gefunden. Darunter weiden auch 16 Mutterkühe der französischen Rinderrasse Charolais mit ihren Kälbern auf den umliegenden Feldern. Ihr Fleisch gilt als besonders aromatisch, ist mit feinen Fettadern durchzogen und erhält so eine unverwechselbare Marmorierung. Während sich Michel um die Feld- und Stallarbeit kümmert, ist Christa Strub für Haushalt, Kinder und die Direktvermarktung zuständig. Sie liebt die Samstage, wenn sie mit einem Sortiment Fleisch an den Wochenmarkt nach Aarau fährt. Dort erwartet sie eine treue Kundschaft, die die frischen und getrockneten Fleischwaren, aber auch Speck und Trockenwürste und ganz besonders die Delikatessen vom Charolais-Rind schätzt.

Ausgezeichnete Fische

Ihre Forellenzucht besteht seit über 50 Jahren und wird in zweiter Generation als Familienbetrieb geführt. Nach dem Tod ihres Mannes durfte Susanne Flückiger ihre Leidenschaft für die Forellenzucht entdecken. Mit dem alten Forellenstamm führt sie die Aufzucht ihrer Forellen vom Ei her naturnah und chemiefrei. Daneben sammelt sie auch Kräuter und Pflanzen auf dem eigenen Areal und verarbeitet sie schonend in kleinen Mengen zu Hofspezialitäten, welche direkt auf dem Markt und im Hofladen verkauft werden. In ihrer eigenen Räucherei produziert Susanne Flückinger nach überlieferten Rezepten feinste Forellenspezialitäten. Dafür wurde sie 2012 mit der Bio-Gourmet-Knospe von Bio Suisse und 2013 vom Kanton Aargau mit «Best of AGriculture» für Produktequalität und Regionalität ausgezeichnet.

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Bio Forellenzucht Flückiger
Susanne Flückiger
Hinterhubelstrasse 9
4813 Uerkheim | AG

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Vom Gras zum Käse

Die 15 originalbraunen Kühe der Familie Reichmuth dürfen ihre Hörner behalten. Die naturnahe Lebensgemeinschaft mit ihren Tieren ist der Familie sehr wichtig. Als ausgesprochene Rauhfutterverzehrer erhalten die Kühe kein Kraftfutter und werden extensiv gehalten. Die Milch kommt direkt ins Käsekessi. In der Hofkäserei wird mit minimaler mechanischer und thermischer Belastung erstklassiger Käse produziert. Im eigenen Naturkeller finden die Spezialitäten von mild bis rassig zu ihrer Reife und zu einem unverwechselbaren Geschmack. Reichmuths sind überzeugt, dass Milch aus Gras und Heu zu besserer Verträglichkeit der Milchprodukte führt und sind sehr stolz auf ihren mehrfach ausgezeichneten Halbhartkäse Pierre-Pertuis.

Fleisch und Wurst vom Hof Maiengrün

Lukas Meier hat 35 Jahre als Metzger gearbeitet, davon 25 Jahre in einer Bio-Metzgerei. Mit 50 wollte er es noch einmal wissen und kaufte mit seiner Frau Sabine einen kleinen Bauernhof. Nach und nach gesellten sich Alpakas, Engadiner Schafe, Sulmtaler Hühner und Edelschweine dazu, die auf dem von Bio Suisse KAGfreiland-zertifizierten Hof das grüne Weideland beleben. Ihr gesundes Fleisch verarbeitet Lukas Meier von Hand und nach eigenen Rezepten zu köstlichen Fleisch- und Wurstwaren. Für sechs Produkte, darunter auch Fleischkäse und Rohschinken, durfte er schon Preise an Wettbewerben für die Gourmet Knospe entgegennehmen.

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Hof Maiengrün
Sabine & Lukas Meier
Igelweid 8
5607 Hägglingen | AG

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Hochwertiges Öl vom Müller

Simon Müller übt einen aussergewöhnlichen Beruf aus: Er ist Ölmüller. Er sammelt intensiv Wissen rund um das Thema der Ölherstellung und der Ölpflanzen – der Saaten, Kerne und Nüsse. Öle und deren Wirkung auf die Gesundheit sowie deren Verwendung in Küche und hautpflegender Kosmetik interessieren ihn in der Gesamtheit. Er hat sich auf naturbelassene Speiseöle in Rohkostqualität spezialisiert. Diese presst er zusammen mit seiner Frau Sandra in einem schonenden Verfahren bei Temperaturen zwischen 28 und 37 Grad. Dazu benutzen sie eine spezielle Ölmühle mit Wasserkühlung, die für die hochwertige Ölgewinnung in Rohkostqualität durch Kaltpressung entwickelt wurde. Ihre Philosophie ist geprägt von einem konsequenten Qualitätsdenken und der Liebe zur Natur.

Mit Genuss träumen

Den Gaumen überraschen und die kreative Küche bereichern: Georges Püntener stellt den vollen, natürlichen Genuss in den Vordergrund. Für seine veredelten Essige verwendet er ausschliesslich sonnengereifte Früchte, Gemüse und Kräuter von regionalen Bioproduzenten. In reiner Handarbeit verarbeitet er nach traditionellen, beinahe schon in Vergessenheit geratenen Konservierungsmethoden und ohne jegliche Zusatzstoffe die hochwertigen Zutaten zu feinen Essenzen. Der Kleinbetrieb ist bio-zertifiziert. Die diversen Essigvariationen werden in ausgewählten Bio- und Spezialitäten-Läden sowie auf Märkten direkt zum Kunden gebracht. «Werden unsere Essenzen mit feinen Speisen kombiniert, ist der Genuss ein Traum», verspricht Georges Püntener.

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Traumgenuss
Georges Püntener
Parkweg 25
6210 Sursee | LU

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Feurig scharf

Das feurige, südamerikanische Temperament von Marbella Hagmann und Chili passen gut zusammen. Mit originalen Rezepten aus ihrer Heimat und mit Lust und Liebe verarbeitet sie die scharfen Früchte zu würzigen Saucen, Crèmes und Ölen. Sie lässt sich von Trends inspirieren und kreiert eigene Mischungen, die jedes Essen mit würziger Note zu einem Festmahl machen. In ihrem eigenen Indoor-Treibhaus gedeihen mittlerweile 14 unterschiedliche Chili-Sorten – von mild bis feurig scharf. In der Zwischenzeit widmet sich Marbella Hagmann der Konservierung des feurigen Gewächses und bietet sie im «Chiliwerk» zum Verkauf an. Sie freut sich, ihr Steckenpferd vom Samen bis zum kulinarischen Genuss begleiten zu können und mit so vielen begeisterten Abnehmern teilen zu können.

Vitaler Wein

Ursula und Marcello Reichmuth haben sich dem biodynamischen Landbau verschrieben und keltern biologischen Wein. Ihre Weinberge sind auf Dauerbegrünung umgestellt.Die Bodenbedeckung ist gleichzeitig Düngung und Schutz vor Erosion und Trockenheit. Reichmuths befolgen seit 2006 den astronomischen Kalender und behandeln Böden und Reben während zwölf heiligen Nächten. Damit entsprechen sie den homöodynamischen Richtlinien und respektieren auf diese Weise das natürliche Gleichgewicht der Natur. Mit Mut zum eigenständigen Wein produzieren sie gerbstoffreiche, farbintensive Sorten, die in Eichenfässern zu ihrem vollen Gehalt finden. Die Weine zeichnen sich durch hohe Vitalität aus und sind gut verträglich.

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Vino53
Ursula & Marcello Reichmuth
Wolleraustrasse 58
8807 Freienbach | SZ

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Mein Freund, der Wein

Für die Familie Mounir ist die kompromisslose Nachhaltigkeit mit dem Boden eine Selbstverständlichkeit. Alle Reben werden seit Jahren nach IP-Regeln oder biodynamisch gepflegt. Sie reifen unter der kraftspendenden Salgescher Sonne und werden mit viel Fachwissen zu Spitzenweinen verarbeitet. Olivier Mounir weiss um die Bedeutung von gelebter Teamarbeit und Motivation seiner Mitarbeiter. Mit Liebe zum Beruf und Respekt vor der Natur vereint er mit seinem Team alle Anstrengungen zu Weinen mit gehaltvollem Charakter und zarten Aromen. Der Wein ist mein Freund: Schenk ihm Zeit, er wird es belohnen. Die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen bestätigen diese Weisheit.

Echt appezöllerisch

Das junge Unternehmen von Philipp Fässler hat hohe Ansprüche, was das geschützte Label «appenzellerfleisch.ch» betrifft. Nur Fleisch aus dem Appenzellerland von Produzenten, die sie persönlich kennen, und die sich durch vorzügliche Tierhaltung auszeichnen, wird verarbeitet. Ein wichtiger Faktor ist, dass die gesamte Wertschöpfung in der Region bleibt. Aus diesem Grund haben sie sich entschlossen, den «Anker» in Unterschlatt, ein ehemaliges Schlachtlokal, weiter zu betreiben. Das schätzen viele Viehzüchter, denen es ebenfalls ein Anliegen ist, regional und kundennah zu produzieren. Und das schätzen wiederum die Fleischliebhaber: Beste, gesunde Appenzeller Spezialitäten wie zum Beispiel Mostbröckli sind weit über die Region Appenzell hinaus berühmt.

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appenzeller fleisch und feinkost
Philip Fässler
Weissbadstrasse 86
9050 Appenzell | AI

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Fruchtiger Brand

Im Baselbieter Tafeljura oberhalb von Ormalingen liegt der Weidhof der Familie Schär mit einer wunderbaren Panoramasicht. Auf dem 33 Hektar grossen Landwirtschaftsbetrieb von Konrad und Annelies Schär werden nebst der traditionellen Milchwirtschaft rund 150 Apfel-, Kirsch-, Quitten- und Zwetschgenbäume gepflegt und damit ihre hofeigene Spezialitätenbrennerei beliefert. «Ein Baum, der regelmässig geschnitten wird und einen optimalen Fruchtbehang aufweist, bringt gesunde und geschmacklich intensive Früchte hervor», sind die beiden überzeugt. Ihnen ist das Credo «Qualität vor Quantität» wichtig, um feinste Edelbrände zu gewinnen. Sie nehmen mit ihren Likören, Obstbränden und Whiskys regelmässig und erfolgreich an öffentlichen Prämierungen teil.

Unkraut vergeht nicht

Wildpflanzen, die an ihrem natürlichen Standort wachsen und nie kultiviert wurden, besitzen eine ursprüngliche Vitalität. Auch sind sie äusserst reich an hochwertigen Inhaltsstoffen. Dieses Potential nutzt Daniel Knecht, indem er die wild wachsenden Kräuter sammelt, trocknet und zu herrlichen Mischungen verarbeitet. Wer kennt Wiesenbärenklau oder Labkraut? Was der Sonntagsspaziergänger schnell einmal als Unkraut bezeichnet, ist für Daniel Knecht eine Kräuterwelt, mit der er sich seit rund 20 Jahren beschäftigt. Unter dem Label Slow-Made bietet er schonend produzierte, kulinarische Wildkräuter-Produkte an. Seine küchenfertigen Trockenmischungen aus elf Pflanzen sind einmalig.

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Slow-Made
Daniel Knecht
Feldstrasse 2
5712 Beinwil am See | AG

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Trockenfleisch nach Urnenis Art

Lebensmittelingenieur Adrian Hirt führt die Tradition seines Urgrossvaters fort: Im bündnerischen Tschiertschen produziert er Trockenfleisch-Spezialitäten. Insbesondere solche von Kühen, die ein langes und naturnahes Leben hinter sich haben und deren durchschnittlich zehnjährige Lebensgeschichten sogar einzeln zurückverfolgt werden können. Das Besondere ist die ursprüngliche Verarbeitung und Veredelung nach denselben Werten und dem Rezept seines Urnenis. Adrian Hirt verarbeitet kein Pökelsalz und keine anderen künstlichen Zusatzstoffe. Für ihn genügen gesunde Tiere, Rotwein, Schweizer Alpensalz, natürliche Gewürze und schonendes Lufttrocknen für den vollkommenen Genuss.

Eine tierisch gute Bieridee

Sepp und Magdalena Dähler bauen auf ihrem Hof Getreide für die nahe Brauerei an. Dazu halten sie Rinder im Freilaufstall, in dem ihnen nebst einem Liegeraum viel Bewegungsfreiheit unter freiem Himmel geboten wird. Was gibt es da Naheliegenderes, als die Bier-Nebenprodukte der Brauerei mit ihren Rindern in Verbindung zu bringen? Zusammen mit der landwirtschaftlichen Schule in Flawil haben sie einen Fütterungsplan ausgearbeitet: Biertreber, -hefe und -vorlauf werden optimal ergänzt durch Heu und Getreidemischungen. Zudem erhalten ihre Rinder täglich zweimal eine Massage, abwechslungsweise mit Biergemisch und Schweizer Rapsöl. Das Wohlbefinden der Rinder steigert die Fleischqualität. Das Kabier, wie sie es nennen, vermarkten sie direkt – mit grossem Erfolg.

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Kabier
Sepp & Magdalena Dähler
Bindenau 199
9063 Stein | AR

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Vom Hochstamm in die Flasche

Es gibt einen Zeitungsartikel, der Martin Rihs aus Montagny-la-Ville als verrückt bezeichnet. Er folgt seinem Bauchgefühl, könnte man vielleicht auch sagen. Ausgebildet als Lehrer und Bauer ist er nun ebenso gelernter Destillateur, der 60 seiner 95 selbst produzierten Apfelsorten – von neu bis alt – zu feinstem Hochstammapfellikör verwandelt. Martin Rihs setzt dem enormen Rückgang der traditionellen Hochstammobstgärten den Erhalt seines eigenen entgegen, in extensiver und höchstem Grade ökologischer Produktion: «Dabei will ich nicht weniger, sondern keine Chemie auf meinem Land einsetzen» sagt er überzeugt. Seine Produkte sowie deren zahlreiche Konsumenten danken es ihm.

Haas im Glas

Manch verwöhnter Schweizer erinnert sich bestimmt mit Wehmut an Grossmutters Kaninchenrezept, das vergessen gegangen ist. Wie in früheren Zeiten konserviert Erika Vollenweider Kaninchenfleisch, das sich durch einen hohen Eiweisswert und einen niedrigen Cholesterin- und Fettanteil auszeichnet. Sie kocht das gesunde Fleisch in frischem Gemüsesud, welcher mit regionalen Gewürzen und Gemüsen verfeinert wird. Im Glas abgefüllt, bleiben Geschmack und Nährwerte schonend erhalten. Die Kaninchen bezieht sie von ihrem Schwager und freut sich, ihre Kaninchen-Parfait-Kreationen als «Haas im Glas» im Delikatessenladen oder bei regionalen Verkaufsläden anzubieten. Gesundes und Regionales zu einem feinen Nischenprodukt verarbeiten zu können, bereitet Erika Vollenweider grosse Freude.

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Wyland Haas
Erika Vollenweider
Ritterhof 3
8460 Marthalen | ZH

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Zum Fressen gern

Dahlien trocknen, braten, gratinieren, frittieren, backen, um sie am Ende zu essen. Klingt komisch, ist aber eigentlich ganz normal: In Mexiko ist die Dahlienknolle als Nahrungsmittel so etabliert wie bei uns die Kartoffel. Das wissen auch Elisabeth Brändli-Bärtschi und Karin Mäder, beides erfahrene Gastronominnen und langjährige Dahlienexpertinnen. In der Gärtnerei Waldhaus veranstalten sie jährlich eine Dahlienschau, die eine Freude für Auge und Gaumen ist. Neugier und Experimentierfreude haben sie dazu gebracht, verschiedenste Kreationen sowohl aus den Knollen als auch aus den Blüten zu schaffen. Die beiden Damen laden ein zum köstlichen Dahlien-Schmaus: von süss bis salzig, von Aufstrichen und Snacks für Apéros bis zu Sirup, Konfi und Dahlienkuchen im Glas, und vieles mehr.

In der Mischung liegt die Würze

Michael Morskoi lässt sich gern von Kräutergerüchen verführen und von ihren Farben verzaubern. Daraus entstehen Kompositionen, die seinen Gewürzmischungen und -pasten ihren Charakter geben. In seinem «Chalira Gwürzatelier» tüftelt der leidenschaftliche Koch an harmonischen Zusammensetzungen. Chalira punktet mit der Liebe, der Qualität und der Handarbeit, mit der die Produkte hergestellt werden. Genau das Richtige für den anspruchsvollen Geniesser, der das Besondere liebt.

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Chalira Gwürzatelier
Michael Morskoi
Ochsengässli 9
5000 Aarau | AG

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Grossmutter ist die Beste

Roman Treichlers Grosi wusste genau, wie man den Sommer haltbar machen konnte. In ihrem blauen Heft hat sie die feinsten Rezepte niedergeschrieben. Damit jedes Aroma unverfälscht bleibt, müssen die Früchte naturreif und ohne chemische Zusätze und Konservierungsmittel verarbeitet werden. Der Enkel und gelernte Koch hält sich daran. Die Spätsommer-Himbeeren sind ihm am liebsten: Sie haben viel Geschmack, keine Würmer und sind deshalb bestens dafür geeignet, als Konfitüre oder Sirup im Glas zu landen. Die raren, sensiblen Rosenblüten für seinen naturbelassenen Sirup erhält er von Monika und Peter Müller von oMioBio. Roman Treichler konserviert die Sommerfrüchte nach guter alter Grosi-Sitte und beliefert Private, Handelsbetriebe und Restaurants mit seinen natürlichen Erzeugnissen in Bioqualität.

Schweizer Wurzeln

Lucia und Willy Schmid-Zwimpfer haben die Meerrettichwurzel für sich entdeckt. Sie pflanzen und pflegen sie auf ihrem Hof bis zur Ernte. Die würzigen Wurzeln werden gewaschen, gerüstet und geschnitten. Sie eignen sich frisch wie auch getrocknet und zu Pulver gemahlen zum Würzen von Speisen. Die Meerrettichwurzel ist äusserst gesund – ihr werden antiseptische Eigenschaften zugeschrieben, und sie kann als natürliches Hausmittel bei Mensch und Tier eingesetzt werden. Hohe Reinheit und Unverfälschtheit zeichnen das nach Bio Suisse-Massstäben produzierte Meerrettichpulver der Familie Schmid-Zwimpfer aus.

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Familie Schmid-Zwimpfer
Lucia & Willy Schmid-Zwimpfer
Schlossermatt
6130 Willisau | LU

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Mehl vom Mühlendoktor

Die Patienten von Kurt Fasnacht sind historische Getreidemühlen. Der gelernte Müller, Schreiner und Museumspädagoge sorgt mit seinem Fachwissen und seiner Erfahrung dafür, dass diese besonderen Stücke ihren Charakter behalten und doch wieder voll funktionsfähig werden: «Mir ist es ein Anliegen, der Geschichte und Einrichtung der jeweiligen Mühle folgend, die Aussage der Anlage zu erhalten oder wiederherzustellen», sagt Kurt Fasnacht. Zusätzlich kann man die Erzeugnisse seiner eigenen rund laufenden Steinmühle bei ihm im Chüttiger Mülilade erwerben: Dinkel, Emmer, Einkorn und Buchweizen. Steingemahlen, in Bioqualität, aus der Region – «einfach, traditionell, ohne Zusätze».

Kein kalter Kaffee

In der KaffaWerkstatt von Maria Müller und Willy Zemp geht es fair, biologisch und genüsslich zu: Dort verarbeiten sie einen Wildkaffee aus den Bergregenwäldern der Provinz Kaffa in Äthiopien, dessen Verkauf zu einem Einkommen für viele Bewohner sowie zum Erhalt der dortigen Naturflächen beiträgt. Um eine nachhaltige Veredlung und eine hohe Qualität zu sichern, haben Maria Müller und Willy Zemp 2016 die Kaffawerkstatt eröffnet, in der sie die wilden Arabica-Bohnen nach herkömmlicher Handwerkskunst auf dem kleinen Ghibli-Ofen zu feinstem Kaffee rösten. Dabei eröffnet sich ihnen eine Kaffee-Geschmackswelt von fruchtigen, kräftig herben, leichten und blumigen Aromen, die jeden, der eine Kaffatasse probiert, zum Schwärmen bringt.

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KaffaWerkstatt
Maria Müller Willy Zemp
Kellenweg 8
6052 Hergiswil | LU

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Chüschtig und gluschtig

Christian Meier ist ein Dinkelspezialist. Er hat sich voll und ganz dem gesunden, reinen Korn verschrieben und produziert in seiner Holzofenbäckerei Ziträdli wunderbare Dinkel-Spezialitäten. Der erfahrene Holzofenbeck backt dort seine bekannten, reinen Dinkelbrote. Gesalzen werden sie mit feiner Natur-Sole, einem 100-prozentigen Naturprodukt aus der ältesten Salzburg der Welt. Ein Besuch in der Erlebnis-Holzofenbäckerei lohnt sich auf jeden Fall: Die Back- und die dazugehörige Gaststube wurden dem Stil von vor 200 Jahren nachgebaut, mit altem, bereits verwendeten Holz. Der originale Holzofen stammt aus dem Jahre 1854. Er verströmt den unvergleichlichen Duft unzähliger Brennstunden und gibt den Dinkel-Spezialitäten ihren kräftigen, «chüschtigen» Geschmack.

(f)eingemacht

Domenica Boutilly bezeichnet sich selbst als Einmacherin und Rezepttüftlerin. Dazu ist sie erfahrene Gastronomin, leidenschaftliche Köchin und Sammlerin – als solche in baselbieter und bündner Wäldern anzutreffen, wo sie einige Zutaten für ihre feingemachten Delikatessen sucht. Von diversen würzig-fruchtigen Chutneys, Chili-Peperonigelée und Puschlaver Pesteda bis hin zu marokkanischen Salzzitronen und schwarzen Baumnüssen kommt ihr alles ins Glas. Manche Kräuter und Beeren hat sie aus ihrem Garten in Graubünden, ihrem zweiten Standort, wo sie sich gleichzeitig für den Erhalt, die Verarbeitung und Vermarktung von seltenen Obstsorten einsetzt. Die Zutaten Leidenschaft und Engagement sind somit auch in jedem ihrer Gläser eingemacht.

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feingemachtes
Domenica Boutilly
Loogstrasse 18
4142 Münchenstein | BL

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Süsse Früchtchen

Elly Hilzinger kennt Variationen von Konfitüren, deren Zutaten Namen tragen wie Mädesüss, Eberesche oder Blacken. Rund 270 Sorten Konfis und Gelées stellt sie in ihrer eigens dafür gebauten Küche her. Die Früchte für ihre Kreationen sammelt sie oder baut sie in ihrem Garten selber an. Hauptsächlich hat sie sich auf Wildfrüchte spezialisiert. Zu den Konfitüren kommen etwa drei Dutzend Sorten Sirup hinzu sowie diverse Essige und Tees. Rezepte findet sie manchmal in alten Kochbüchern. Der Berberitzenessig etwa ist eine solche Entdeckung. Verarbeitet werden nur reife, aromatische Früchte, die ihren vollen Geschmack beim Einmachen entwickeln.

Liebende Seele

Premsoul steht für indischen Gewürztee in feinster Bioqualität. Alexandra und Brendon Mikronis haben sich in Indien kennengelernt. Die Faszination für das Land und der Genuss beim Chai-Trinken haben die beiden inspiriert, eigene Mischungen zu kreieren. Ihre Masala Chai's stellen sie eigenhändig mit Mörser und Velomühle her – in ihrem Chai-Atelier am Fusse des Üetlibergs. Diese liefern sie in der Stadt Zürich per Velo an diverse Bioläden und verkaufen sie an Märkten und Food Festivals. Seit Beginn beziehen sie alle ihre Zutaten ausschliesslich von biologisch produzierenden Teeplantagen, die Gewürze kaufen sie direkt in Indien ein. So unterstützen sie die Kleinbauern-Kooperative in Kerala und bekommen dafür wunderbare Gewürze von bester Qualität. Chai chai, garam chai!

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Premsoul Bio Chai
Alexandra & Brendon Mikronis
Zielweg 69
8055 Zürich | ZH

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Appetit auf Leben

In lateinischen Ländern gibt es keinen Unterschied zwischen dem Handwerker und dem Künstler: artisan oder articiano – beide sind in der Werkstatt anzutreffen! Die Bio-Nudelwerkstatt von Peter Gschwend gibt es bereits seit 1981. Die Kunst des Nudelmachens besteht für ihn darin, eine natürliche Lebens- und Arbeitsweise zu finden. Der Teig, der selbstredend wo immer möglich aus Bioprodukten besteht, wird gewalzt, und auf keinen Fall gepresst oder gedrückt. Dieses Verfahren schont die guten Inhaltsstoffe und intensiviert den Geschmack. Der Schweizer Rudermeister, Notar und ehemalige Steward bei der Swissair kennt das Leben: «Wer Zeit hat, lebt» ist sein Motto. Seine Partnerin Edith Nüesch unterstützt ihn dabei.

Zu allem Senf

Einem der ältesten bekannten und gesunden Gewürzmittel – dem Senf – hat sich der Moutardier Reto Lutz verschrieben. Was vor 20 Jahren als ausgefallenes Weihnachtsgeschenk begann, ist heute seine Leidenschaft. Seinen nach Bio Suisse-Massstäben produzierten Senf aus der Zofiger Manufaktur gibt es in 28 Geschmacksrichtungen: von fruchtig süss bis extra scharf. Im Austüfteln und Mixen von neuen, edlen Rezepturen ist Reto Lutz ein Meister. Hochwertige Biozutaten zu finden war und ist eine Herausforderung. Heute schwärmt er von Zwetschgen aus Affoltern a.A. und Wildkräutern vom Uerkental/AG. Nebst seinen eigenen Bio-Senfen entwickelt er auch für und mit Senfliebhabern neue Kreationen.

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Bio-Senf Zofingen
Reto Lutz
Rigiweg 22a
4800 Zofingen | AG

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Olivenöl, nativ extra vergine

Die Olivenbäume von Gino Carosella stehen seit Generationen in den Abruzzen. 1995 packte er die Chance und übernahm die alten, knorrigen Bäume, die auf dem Land seiner Vorfahren stehen. Mit den handgepflückten Früchten produziert er feines natives Olio d'oliva extra vergine. Die Oliven werden innert wenigen Stunden nach der Ernte mit moderner Technik gepresst. Die Bäume erhalten einen jährlichen Winterschnitt und werden mit natürlicher Gründüngung versorgt. Die Echtheit seiner Produkte ist Gino Carosella wichtig. Nur sonnengereifte Oliven verarbeitet er zu köstlichem Öl. Mit baumreifen Früchten aus seiner Heimat entsteht sein Olivenöl mit Zitronen und Orangen.

Gesunde Sprossen

Sprossen sind gesund, bringen Lebensfreude und verleihen Vitalität. Marco Vonmoos ist gelernter Biolandwirt und von der Kraft der Sprossen begeistert. Er hat aus hochwertigen Materialien ein System entwickelt, mit dem er und viele seiner Kunden zu Hause über 20 verschiedene Samen aus kontrolliert biologischem Anbau zum Keimen bringen können. Sprossen sind unübertroffen, was Geschmack und Inhaltsstoffe betrifft. «Es ist so einfach, ein schmackhaftes Gericht zuzubereiten und gleichzeitig dem Körper und der Gesundheit etwas Gutes zu tun», sagt Marco Vonmoos.

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naturwerker
Marco Vonmoos
Pfaffnauerstrasse 3
6260 Mehlsecken | LU

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Blick in die Grüne Zukunft

Bio-Bauer und Authentica-Mitglied Jörg Rechsteiner hat sich mit Herz und Seele dem Hanf verschrieben. Warum? Hanf ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen. Einsetzbar als gesundes Nahrungsmittel mit hochwertigen Proteinen und wertvollen Fettsäuren, in der Medizin, als Kleidung, in der Pflanzenpflege, als ergiebiger Baustoff und Energieträger geeignet. Hanf ist auch ökologisch sinnvoll: Er wächst in nahezu jedem Klima, ist sehr genügsam und verbessert die Bodenqualität. Jörg Rechsteiner will in seinem Amt als Präsident des Vereins Grüne Zukunft alte Vorurteile überwinden und das grosse Potenzial dieser Pflanze bekannt machen: «Es gibt viel zu tun – pflanzen wir’s an.» An der Authentica geschieht dies im Rahmen ihrer ersten Sonderschau.