Ausstellerplan AUTHENTICA 17 Basel

Feurig scharf

Das feurige, südamerikanische Temperament von Marbella Hagmann und Chili passen gut zusammen. Mit originalen Rezepten aus ihrer Heimat und mit Lust und Liebe verarbeitet sie die scharfen Früchte zu würzigen Saucen, Crèmes und Ölen. Sie lässt sich von Trends inspirieren und kreiert eigene Mischungen, die jedes Essen mit würziger Note zu einem Festmahl machen. In ihrem eigenen Indoor-Treibhaus gedeihen unterschiedlichste Chili-Sorten – von mild bis feurig scharf. In der Zwischenzeit widmet sich Marbella Hagmann der Konservierung des feurigen Gewächses und bietet sie im «Chiliwerk» zum Verkauf an. Sie freut sich, ihr Steckenpferd vom Samen bis zum kulinarischen Genuss begleiten zu können und mit so vielen begeisterten Abnehmern teilen zu können.

Schweizer Wurzeln

Lucia und Willy Schmid-Zwimpfer haben die Meerrettichwurzel für sich entdeckt. Sie pflanzen und pflegen sie auf ihrem Hof bis zur Ernte. Die würzigen Wurzeln werden gewaschen, gerüstet und geschnitten. Sie eignen sich frisch wie auch getrocknet und zu Pulver gemahlen zum Würzen von Speisen. Die Meerrettichwurzel ist äusserst gesund – ihr werden antiseptische Eigenschaften zugeschrieben, und sie kann als natürliches Hausmittel bei Mensch und Tier eingesetzt werden. Hohe Reinheit und Unverfälschtheit zeichnen das nach Bio Suisse-Massstäben produzierte Meerrettichpulver der Familie Schmid-Zwimpfer aus.

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bio-meerrettich
Lucia & Willy Schmid-Zwimpfer
Schlossermatt
6130 Willisau | LU

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Zu allem Senf

Einem der ältesten bekannten und gesunden Gewürzmittel _ dem Senf _ hat sich der Moutardier Reto Lutz verschrieben. Was vor 20 Jahren als ausgefallenes Weihnachtsgeschenk begann, ist heute seine Leidenschaft. Seinen nach Bio Suisse-Massstäben produzierten Senf aus der Zofiger Manufaktur gibt es in 28 Geschmacksrichtungen: von fruchtig süss bis extra scharf. Im Austüfteln und Mixen von neuen, edlen Rezepturen ist Reto Lutz ein Meister. Hochwertige Biozutaten zu finden war und ist eine Herausforderung. Heute schwärmt er von Zwetschgen aus Affoltern a.A. und Wildkräutern vom Uerkental/AG. Nebst seinen eigenen Bio-Senfen entwickelt er auch für und mit Senfliebhabern neue Kreationen.

Nativ extra vergine

Die Olivenbäume von Gino Carosella stehen seit Generationen in den Abruzzen. 1995 packte er die Chance und übernahm die alten, knorrigen Bäume, die auf dem Land seiner Vorfahren stehen. Mit den handgepflückten Früchten produziert er feines natives Olio d'oliva extra vergine. Die Oliven werden innert wenigen Stunden nach der Ernte mit moderner Technik gepresst. Die Bäume erhalten einen jährlichen Winterschnitt und werden mit natürlicher Gründüngung versorgt. Die Echtheit seiner Produkte ist Gino Carosella wichtig. Nur sonnengereifte Oliven verarbeitet er zu köstlichem Öl. Mit baumreifen Früchten aus seiner Heimat entsteht sein Olivenöl mit Zitronen und Orangen.

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olearia
Theresia & Gino Carosella
Schmiedemattweg 8
3629 Kiesen | BE

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Balsam für Gaumen und Nase

Im Luzernischen Seetal sind die klimatischen Bedingungen optimal für gehaltvolle, fruchtige Weine. Die teilweise vom Südwind geprägte Landschaft und die kühlen Winde aus dem Nordwesten sorgen für frische Aromatik, ist Mathias Brunner überzeugt. Der sympathische Önologe und Fachlehrer für Weinbau setzt auf eine breite Traubenauswahl und schonende Behandlung der Trauben. Die Gelegenheit, einen Bio-Streuobstgarten zu übernehmen, liess er sich nicht entgehen. Aus Birnen, Äpfeln und Pflaumen kredenzt er einen Fruchtbalsamessig, der sich grosser Beliebtheit erfreut und längst nicht mehr die Nachfrage deckt. Das Nischenprodukt ergänzt die Wertschöpfungskette seines Betriebs ideal.

Hochwertiges Öl vom Müller

Simon Müller übt einen aussergewöhnlichen Beruf aus: Er ist Ölmüller. Er sammelt intensiv Wissen rund um das Thema der Ölherstellung und der Ölpflanzen – der Saaten, Kerne und Nüsse. Öle und deren Wirkung auf die Gesundheit sowie deren Verwendung in Küche und hautpflegender Kosmetik interessieren ihn in der Gesamtheit. Er hat sich auf naturbelassene Speiseöle in Rohkostqualität spezialisiert. Diese presst er zusammen mit seiner Frau Sandra in einem schonenden Verfahren bei Temperaturen zwischen 28 und 37 Grad. Dazu benutzen sie eine spezielle Ölmühle mit Wasserkühlung, die für die hochwertige Ölgewinnung in Rohkostqualität durch Kaltpressung entwickelt wurde. Ihre Philosophie ist geprägt von einem konsequenten Qualitätsdenken und der Liebe zur Natur.

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Oelist
Simon Müller
Emmengasse 2
4223 Blauen | BL

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Mit Genuss träumen

Den Gaumen überraschen und die kreative Küche bereichern: Georges Püntener stellt den vollen, natürlichen Genuss in den Vordergrund. Für seine veredelten Essige verwendet er ausschliesslich sonnengereifte Früchte, Gemüse und Kräuter von regionalen Bioproduzenten. In reiner Handarbeit verarbeitet er nach traditionellen, beinahe schon in Vergessenheit geratenen Konservierungsmethoden und ohne jegliche Zusatzstoffe die hochwertigen Zutaten zu feinen Essenzen. Der Kleinbetrieb ist bio-zertifiziert. Die diversen Essigvariationen werden in ausgewählten Bio- und Spezialitäten-Läden sowie auf Märkten direkt zum Kunden gebracht. «Werden unsere Essenzen mit feinen Speisen kombiniert, ist der Genuss ein Traum», verspricht Georges Püntener.

Kochen mit Knochen

Wenn Le Saucier, der Saucenkoch, am Werk ist, wird hochwertiges Küchenhandwerk betrieben. Fabian Lange ist in der Spitzengastronomie tätig. Und unter dem Pseudonym «Le Saucierè stellt er vier verschiedene Jus her, die er mit viel Liebe und Leidenschaft persönlich herstellt und abschmeckt: Fisch, Gemüse, Geflügel und Kalb. Geröstetes Gemüse, Fischfrikassee oder Kalbs- und Geflügelknochen werden mit hochwertigem Rot- und Portwein abgelöscht, mehrfach und bis zu 48 Stunden reduziert, gesiebt und passiert. In diesem Verfahren entstehen die perfekten Saucen für vegetarische, vegane oder fleischhaltige Gerichte. Für die Jus verwendet er nur die besten Zutaten und garantiert, dass alle seine Saucen gluten- und laktosefrei sind und keine Zusatzstoffe enthalten. À la bonne heure!

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LE SAUCIER
Lange Fabian
Nordstrasse 24
8006 Zürich | ZH

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Pasta aus der Steinmühle

Traditionelle Spezialitäten aus Familienrezepten, täglich frisch aus regionalen Zutaten. Mit der Steinmühle wird antiker Weizen gemahlen. Aus dem Mehl entstehen italienische Pasta und Gnocchi, serviert mit leckeren hausgemachten Saucen. Alles wird mit viel Liebe und von Hand hergestellt. Gabriele Streetfood heisst die Manufaktur. Besitzer und Chefkoch Gabriele verkauft seine Spezialitäten via Foodtruck all'italiana und neu auch im Direktverkauf. Cola und andere Zuckerbomben sucht man vergeblich im Sortiment, denn das passt nicht zur gesunden Genussphilosophie von Gabriele. Hier entsteht innovatives Essen für junge und junggebliebene Menschen, Esskultur inspiriert von seiner Mamma Maria. Authentisch, mit Herz und echt italienisch.

Unverfälscht und zartschmelzend

«Kakaobohnen enthalten über 600 Geschmackskomponenten – entsprechend nuancenreich und vielfältig schmeckt Schokolade.» Finn Ramseier, Lebensmitteltechnologe und Kakao-Experte im Team von La Flor setzt in der Verarbeitung der Bohne auf deren natürlichen Geschmack. Er verzichtet bewusst auf Lecithin, Emulgatoren und Geschmacksstoffe wie Vanillin: «Es wäre schade, die wunderbare Kakao-Vielfalt mit unnötigen Zutaten zu überdecken.» Dies ist auch das Anliegen von Laura Schälchli, Ivo Müller, Heini Schwarzenbach und Zelia Zadra vom La Flor-Team, die wiederum ihre Kompetenzen von der Beschaffung der Rohstoffe bis hin zum Verkauf der hochwertigen Bean-to-Bar-Produkte mit viel Liebe zum Detail einsetzen. Schokoladentafeln, Cocoa-Nibs und Cocoabeans zum Anbeissen!

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La Flor
Finn Ramseier
as Provisorium i.d. alten Conditorei Buchmann
Uetlibergstrasse 67
8045 Zürich | ZH

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Süsse Früchtchen

Elly Hilzinger kennt Variationen von Konfitüren, deren Zutaten Namen tragen wie Mädesüss, Eberesche oder Blacken. Rund 290 Sorten Konfis und Gelées stellt sie in ihrer eigens dafür gebauten Küche her. Die Früchte für ihre Kreationen sammelt sie oder baut sie in ihrem Garten selber an. Hauptsächlich hat sie sich auf Wildfrüchte spezialisiert. Zu den Konfitüren kommen etwa fünf Dutzend Sorten Sirup hinzu sowie diverse Essige und Tees. Rezepte findet sie manchmal in alten Kochbüchern. Der Berberitzenessig etwa ist eine solche Entdeckung. Verarbeitet werden nur reife, aromatische Früchte, die ihren vollen Geschmack beim Einmachen entwickeln.

Schweizer Schnitz- und Backkunst

Claudio und Silvan Leibacher lassen in ihrer Manufaktur zwei alte Handwerke wieder aufleben: jene des Lebküchlers und des Modelschnitzers. Claudio backt und schnitzt – beides leidenschaftlich gerne. Nach seinem Geschichtsstudium ging er auf Entdeckungsreise der Schweizer Biber- und Lebkuchentradition, absolvierte Praktika in verschiedenen Bäckereien sowie bei Holzbildhauern. Denn der Biberteig wird in einem sogenannten Bibermodel aus geschnitztem Birnenholz geformt und anschliessend gebacken. Ein Biber ist eigentlich ein Lebkuchen, nur edler und mit Füllung. Mehr Honig, weniger Zucker. Aber die Leibacher Biber sind noch raffinierter: frisch geschälte Mandeln, würziger Waldhonig und ein Hauch von Zitrone. Beste Zutaten, frisch und wenn immer möglich aus der Region.

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Leibacher Biber-Manufaktur
Claudio & Silvan Leibacher
Stapferstrasse 3
8515 Wermatswil | ZH

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Bündner Energieriegel

Jedes Land, jede Region ist stolz auf die eigenen Spezialitäten. In der Fleischtrocknerei von Alois Schlager ist es das Bündnerfleisch, das nach alter Tradition wie vor 300 Jahren rein naturgetrocknet wird. Künstliche Reife- und Umrätemittel braucht es dazu nicht: Das Fleisch ist von hoher Qualität und entspricht den strengen Richtlinien von Alpinavera. Alois Schlager und seine Partnerin Jacqueline Eberle erzählen, dass Bündnerfleisch wohl der älteste «Energieriegel» sei. Das Fleisch der Tiere, die in den Bergtälern und -hähen weiden, ist mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Das kann man riechen und schmecken! Ihre Erzeugnisse sind nicht nur Alpinavera zertifiziert. Bündnerfleisch und Churer Beinwurst tragen auch das Label von Slow Food.

Farm der Tiere

André Steiner und dessen Vater Armin verfolgen ein Ziel: gefährdete Schweizer Nutztierrassen zu suchen, zu züchten und bekanntzumachen. Vom Pferd über die Ziege bis zum Kaninchen sollen interessierte Besucher bei ihnen in Zukunft 32 dieser seltenen Arten hautnah erleben können. Eine davon ist auch das Wollschwein. Einer mutigen Idee folgend, haben Wollschwein-Experte André Steiner und Metzger Armin Steiner vor mehreren Jahren begonnen, Wollschweinspezialitäten zu kreieren. Ganze 14 Monate bei extensiver Freilandhaltung umsorgt, werden die Schweine bei einem Metzger in der Nähe gemetzget, und nach alten Rezepten verarbeitet. Das bedeutet leidenschaftliche Arbeit, enormen Aufwand und eine daraus resultierende Qualität, die ihresgleichen sucht.

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Steinis-Arche
Armin & André Steiner
Badenerstrasse 21
5413 Birmenstorf | AG

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Power von der Farm

Auf dem Hof der Familie von Ballmoos leben 70 Hochlandrinder. Seit 18 Jahren züchten sie erfolgreich diese schottische Rasse mit sachkundiger Betreuung und nach natürlichen Grundsätzen. Fleischqualität hat viel mit der Lebensqualität der Tiere zu tun, davon sind sie überzeugt. Die Kälber bleiben ein Jahr lang bei ihren Müttern und trinken die wertvolle Milch. Draussen auf den Wiesen haben sie viel Bewegung. Dadurch erhält das Fleisch seine schöne rote Farbe und eine feinfaserige Marmorstruktur. Auch bei der Schlachtung wird Respekt vor den Tieren gezeigt. Der kurze Weg zum Metzger im Dorf kommt dieser Haltung entgegen.

Eine Schnapsidee

Wer weiss, aus was und wie Tonic hergestellt wird? Drei Barkeeper mit Leidenschaft für Gins und Tonics machten sich auf die Suche. Enttäuscht von überzuckerten Tonics mit wenig Geschmack machten sie sich schlau und begannen zu experimentieren. So viel sei verraten: Die Bitterstoffe entnehmen sie direkt aus der Chinarinde, die Chinin enthält – und ja, sie ist rot. Sie kochen die Rinde aus und verfeinern den daraus gewonnenen Sud mit Zitronengras und Ingwer. Der Rest des Rezepts ist selbstverständlich streng geheim! Gefunden haben die drei Tüftler schliesslich ein Tonic mit richtigem Geschmack, das sie in selbst designte Flaschen abfüllen und direkt an Gastronomie-Betriebe und regionale Getränkehändler verkaufen.

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Drink Tom's
Jakob Hostettler, Michael Hugi & Tom Häussler
Theaterplatz 2
3011 Bern | BE

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Herrschaftliche Weine

Verantwortung tragen gegenüber nachfolgenden Generationen. Diesen Grundsatz lebt die Familie Marugg in den Bündner Herrschaften. In Kombination von altem Wissen und neuer Technik bewirtschaften sie ihr Weingut nach den Richtlinien der integrierten Produktion. Fachkundige Pflege in Zusammenspiel mit Natur und Freude an ihrem Handwerk verspricht ihnen eine qualitativ hochwertige Ernte. Die Kelterung im eigenen Keller verlangt ein feines Gespür für das sonnenverwöhnte Traubengut. Dank langjähriger Erfahrung und einer konsequenten Mengenregulierung bieten die Maruggs mehrfach ausgezeichnete Weine und Spezialitäten an.

Eleganter Begleiter

«Die gemeinsame Leidenschaft für den Wein sowie das Bestreben, einen eigenen Weg zu gehen, hat die drei Familien Bagno, Kobel-Reimann und Margarito zu «Amitschi» vereint», erzählt Marco Bagno. Im sonnenverwöhnten Racale (Apulien, Italien) wachsen auf roter Erde die gehaltvollen Trauben heran, liebevoll von der Familie Margarito gepflegt. An ausgewählten Tagen gepflückt und behutsam in Kistchen gelegt, treten sie nach ihrer Reife die Reise in die Schweiz an. Hier werden sie von der Weinmacher-Familie Kobel-Reimann in Thal sorgfältig verarbeitet und vinifiziert. Das Ergebnis ist ein edler Tropfen, harmonisch und samtig. Unter dem Namen «Amitschi» – «Freunde» – ist er ein eleganter Begleiter zu einem gemütlichen Essen oder in einer geselligen Runde.

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Montamare
Marco Bagno
Hirschwiese 12
8730 Uznach | SG

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Die Sonne im Glas

Der goldene Honigwein von Alexander Eckert wird gekühlt im edlen Weinglas serviert. Seine Metsorten sind vollmundig im Geschmack und bezeugen, dass Met im Altertum das edelste Getränk war. Der gelernte Softwareentwickler ist überzeugt, Freiheit bedeute, etwas Sinnvolles zu tun. Er liess sich zum Imker ausbilden und beschloss, Met aus eigenem Honig zu machen. Heute verarbeitet er zusätzlich Bio-Honig aus der EU mit Wasser aus einer der Frienisbergquellen. Nach bis zu sechs Monaten Gärung lagert der biozertifizierte Bienenwein ein Jahr lang im Fass, um danach in Flaschen mit kunstvoller Etikette abgefüllt zu werden. 2015 wurde zum ersten Mal ein Met-Brand entwickelt, welcher für seine 40% vol. überraschend fein die Zunge kitzelt.

Italianità in der Flasche

Julia Kolb verarbeitet feinste, biologisch angebaute Zitronen, Mandarinen und Orangen zu Likören. Kochen, Design und ihre Leidenschaft für Italien verbindet sie zu hochwertigen Erzeugnissen. Die Qualität steht dabei im Vordergrund. Nur unbehandelte Früchte und beste Zutaten werden nach originaler Zubereitungsart hier in der Schweiz oder in ihrem Ferienhaus in Italien verarbeitet. Die Exklusivität wird mit wunderschönen Etiketten, die sie von Hand anschreibt, unterstrichen. Ein eisgekühlter Schluck Limoncino lässt die Sonne der Amalfiküste auf der Zunge zergehen und Erinnerungen an lauwarme Nächte im Süden aufleben.

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Limoncino
Julia Kolb
Cheerstrasse 8
6014 Luzern | LU

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Fruchtiger Brand

Im Baselbieter Tafeljura oberhalb von Ormalingen liegt der Weidhof der Familie Schär mit einer wunderbaren Panoramasicht. Auf dem 33 Hektar grossen Landwirtschaftsbetrieb von Konrad und Annelies Schär werden nebst der traditionellen Milchwirtschaft rund 150 Apfel-, Kirsch-, Quitten- und Zwetschgenbäume gepflegt und damit ihre hofeigene Spezialitätenbrennerei beliefert. «Ein Baum, der regelmässig geschnitten wird und einen optimalen Fruchtbehang aufweist, bringt gesunde und geschmacklich intensive Früchte hervor», sind die beiden überzeugt. Ihnen ist das Credo «Qualität vor Quantität» wichtig, um feinste Edelbrände zu gewinnen. Sie nehmen mit ihren Likören, Obstbränden und Whiskys regelmässig und erfolgreich an öffentlichen Prämierungen teil.

Vom Hochstamm in die Flasche

Es gibt einen Zeitungsartikel, der Martin Rihs aus Montagny-la-Ville als verrückt bezeichnet. Er folgt seinem Bauchgefühl, könnte man vielleicht auch sagen. Ausgebildet als Lehrer und Bauer ist er nun ebenso gelernter Destillateur, der 60 seiner 95 selbst produzierten Apfelsorten – von neu bis alt – zu feinstem Hochstammapfellikör verwandelt. Martin Rihs setzt dem enormen Rückgang der traditionellen Hochstammobstgärten den Erhalt seines eigenen entgegen, in extensiver und höchstem Grade ökologischer Produktion: «Dabei will ich nicht weniger, sondern keine Chemie auf meinem Land einsetzen», sagt er überzeugt. Seine Produkte sowie deren zahlreiche Konsumenten danken es ihm. Seine neueste Kreation: Apfel-Gin!

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Distillerie Belmont
Martin Rihs
Rte de Belmont
1776 Montagny-la-Ville | FR

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Wilde Kräuter, kräftige Pestos

Mit teils mehr als 28 Wildkräutern veredeln Manuela und Marcel Schmid Pestos, Tapenaden, Salze und weitere Produkte. Vergleichbares gibt es wenig in der Schweiz. Diese Eigenkreationen sind aus der Liebe zur Natur und den Pflanzen, aus Erfahrung, Kreativität und auch aus Spielerei entstanden. Bei Manuela und Marcel Schmid kommt Wissen aus der Kräuterheilkunde und der nachhaltigen Landwirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei Gesundheit, Natur und Ökologie. Ihr Biohof besitzt eine eigene Quelle und sie arbeiten nach dem System der Permakultur. Das kommt der Umwelt, den Produkten und den Konsumenten zugute. Kräftige Kräuter für einen einmaligen Genuss.

Robuste Kräuterkraft

Der Betrieb von Christian und Marianna Schaller liegt auf 1000 Metern über Meer. Ihre Pflanzen wachsen nicht so üppig wie im Unterland, dafür trotzen sie Kälte und Temperaturunterschieden und gedeihen dadurch robust und kräftig. Christian und Marianna Schaller haben sich ein grosses Wissen über Gewürz-, Heil- und Wildpflanzen angeeignet. Dieses teilen sie an Märkten, Führungen, Kursen und Anlässen in ihrer Gärtnerei. Sie berichten über die Verbundenheit mit der Natur und den Pflanzen, von den Heil- und Symbolkräften, ihren Beobachtungen und der Entwicklung der Pflanzen – von der Vermehrung bis zu deren Ernte.

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Pflanzenkräfte
Christian Schaller
Dorfstrasse 23a
3623 Teuffenthal | BE

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Herz-Augen-Gaumenfreude

Im biologischen Hausgarten von Andrea und Philipp Elsener Rieder wachsen 50 Sorten Kräuter. Sie werden alle in sorgfältiger Handarbeit gepflanzt, gepflegt, geerntet und verarbeitet. So gehen kaum Inhaltsstoffe verloren und die Blüten und Blätter enthalten ein Optimum an Wirkung und Aromastoffen. Es ist der Familie wichtig, dass bei all ihren Tees die einzelnen Kräuter gut zu erkennen, zu riechen und zu fühlen sind. Die Pflanzen sollen leuchten und das Herz wie auch das Auge erfreuen. Koboldtrank, Drachenflug oder Merlin – die zauberhaften Namen ihrer Teemischungen versprechen einen überraschenden Teegenuss.

Grossmutter ist die Beste

Roman Treichlers Grosi wusste genau, wie man den Sommer haltbar machen konnte. In ihrem blauen Heft hat sie die feinsten Rezepte niedergeschrieben. Damit jedes Aroma unverfälscht bleibt, müssen die Früchte naturreif und ohne chemische Zusätze und Konservierungsmittel verarbeitet werden. Der Enkel und gelernte Koch hält sich daran. Die Spätsommer-Himbeeren sind ihm am liebsten: Sie haben viel Geschmack, keine Würmer und sind deshalb bestens dafür geeignet, als Konfitüre oder Sirup im Glas zu landen. Die raren, sensiblen Rosenblüten für seinen naturbelassenen Sirup erhält er von Monika und Peter Müller von oMioBio. Roman Treichler konserviert die Sommerfrüchte nach guter alter Grosi-Sitte und beliefert Private, Handelsbetriebe und Restaurants mit seinen natürlichen Erzeugnissen in Bioqualität.

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Haltbarmacherei
Roman Treichler
Rotbuchstrasse 66
8037 Zürich | ZH

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Chüe & Chäs

Auf ihrem kleinen Flecken Land im Berner Jura lebt die Familie Reichmuth auf 880 Metern Höhe mit ihren 20 originalbraunen Kühen. Diese Kühe haben noch ihre schönen Hörner, käuen Grass und geben Milch. Aus dieser wunderbaren Milch einen Rohmilchkäse wie den mehrfach ausgezeichneten Halbhartkäse Pierre-Pertuis herzustellen, ist die tägliche Herausforderung von Michel Reichmuth. Er geht es natürlich und selbstbewusst an: «Wir müssen das Rad nicht neu erfinden und keiner Innovation hinterherrennen. Stattdessen lieber einen Schritt zurück und wieder einen voran – und zwar einen mit der Natur.» Beim Verkauf direkt ab Hof und an den Wochenmärkten in Riehen und in Solothurn freut sich die Hofkäserei aus Le Fuet über den Kontakt mit einer sehr treuen Kundschaft.

Kaffee mit Frühlingsgefühlen

Im Basler Klybeck duftet es verführerisch. Der Duft kommt aus dem Café Frühling, von einem Spezialitätenkaffee, den zwei Basler Kaffeeprofis herstellen: Die spring roasters. Das sind die Brüder Felix und Benjamin Hohlmann, mehrfache Schweizer Kaffeemeister und leidenschaftliche Kaffeetrinker mit hohen Ansprüchen. «Unser Ziel ist, den typischen Geschmack eines jeden Kaffees in der Tasse sichtbar zu machen. Weil Kaffee nicht gleich Kaffee ist.» Und weil es beim Kaffeerösten auch um Erfahrung, die richtige Infrastruktur und den Austausch unter Kennern geht, gehen sie dafür in den «Corosting Space» der Kaffeemacher in Münchenstein. In der dortigen Kaffeeakademie vermitteln sie Liebhabern sowie Gastronomen alles Wissenswerte rund um ihr Lieblingsgetränk.

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spring roasters
Felix & Benjamin Hohlmann
Emil-Frey-Strasse 77
4142 Münchenstein | BL

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Der Fasstischmacher

Wenn Holzfässer nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten ausgedient haben, werden sie für den Fasstischmacher Walter Amrhyn erst interessant. Denn er gibt ihnen eine neue Aufgabe: Mit einem speziellen Verfahren werden bei der Firma Walter's Wood Idea alte, krumme Fassdauben gerade gebogen und zu neuen, einzigartigen Möbeln verarbeitet. «Durch die Eigenschaften und den Charme des gebrauchten Eichenholzes ist jedes Stück ein Unikat mit allen Spuren seiner Vergangenheit», schwärmt Walter Amrhyn. Tische und Möbel werden auf Kundenwunsch angefertigt und sind nummeriert. Stammt das Fass aus einem Weingut, bekommt der Kunde eine Flasche vom entsprechenden Wein dazu. So schliesst sich der Kreis.

Handwerk mit Emotionen

Alte Möbel und andere Gegenstände erzählen viele Geschichten, die durch die Bearbeitung von René Fritschi ergänzt und bewahrt werden. So wird jedes Stück zum Unikat. Ihm dabei wichtig: «Die Reduktion auf das Wesentliche, ohne Schnörkel.» Die Freude am Handwerk möchte er möglichst vielen Menschen weitergeben: In der Natur- und Kulturlandschaft des Engadins bietet er über «pro manufacta engiadina» Kurse zum Erlernen und Erleben von traditionellem Handwerk an. Im Angebot sind Sgraffito kratzen, Skulpturen schnitzen und vieles mehr. Auf diese Weise wird auch dort Geschichte weitergelebt.

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Manufaktur Fritschi
René Fritschi
Köllikerstrasse 32
5036 Oberentfelden | AG

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Nomen est omen

Für Andrea Stahl steht ausser Frage, dass der Umgang mit Schweissbrenner und Stahl ganz ihre Sache ist. Sie entlockt dem harten Metall eine feminine Leichtigkeit und formt filigrane, ausdrucksstarke Objekte für Haus und Garten. Das kreative Schaffen von Stahlobjekten geschieht aus der Stille ihrer Seele heraus, sagt sie. Eine nie versiegende Inspirationsquelle für Ideen, bei denen sie Grenzen ausloten und Stabilität ausreizen kann. Für Andrea Stahl ist die Faszination für Stahl seit ihrer Jugendzeit, als sie Möbel benötigte und diese kurzerhand selbst zusammenbaute, ungebrochen. Die Kombination von Feuer, Licht und Stahl lassen die Wände tanzen und schaffen eine warme Atmosphäre voller Lichtpoesie.

Handgeschmiedeter Damaszenerstahl

In der alten Schmiede in Madiswil vereinen sich die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde in den Arbeiten von Maja Zbinden. Das Schmieden von Damaszenerstahl ist über 2500 Jahre alt. Weicher, flexibler Stahl wird mit hartem, sprödem Stahl im Feuer verschweisst, geschmiedet und gefaltet. Die Symbiose von Material und Kunsthandwerk resultiert in harten Legierungen für messerscharfe Schneidewerkzeuge und kontrastreichen, strukturierten Schmuckstücken. Schon die Wikinger fertigten mit dieser Technik sagenumwobene Schwerter. Wellenförmige Muster zieren die handgefertigten Messer und Schmuckstücke jeglicher Art und geben ihnen eine einzigartige Optik.

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elements4art
Maja & Marcel Zbinden
Melchnaustrasse 1
4934 Madiswil | BE

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Gedrechselte Unikate

Patrick Rapp hat das Auge für die Schönheit eines Stückes Holz. Herauszufinden, welche Formgebung darin verborgen liegt und dabei Maserungen und Verästelungen zum Vorschein zu bringen, fasziniert ihn. Er drechselt Unikate in filigrane Schalen, Kugeln und Formen, die durch ihre zarte Oberfläche überraschen. Nasse, fertig gedrechselte Objekte verziehen sich beim Trocknungsprozess zu ihrer Endform, was Patrick Rapp besonders spannend findet. «Oft sind es gerade die sogenannten Holzfehler, die uns in ihrer Einzigartigkeit berühren», sagt er überzeugt. Mit umweltfreundlichen Farben behandelt werden diese sichtbar und begeistern die Betrachter.

Möbel neu erzählt

In der Möbelmanufaktur «altrimenti» werden verlorene Werte wiederentdeckt. Hochwertige, alte Möbel und Gartentische werden dem Altrimenti-Upcycling-Prozess unterzogen. Von Hand gefertigte Schablonen von historischen oder geometrischen Mustern bilden die Basis für die einzigartigen Drucke auf den frisch geschliffenen Möbeln. Von Hand bedruckt und mit einem Lack versiegelt entstehen Einzelstücke, die in jeder Wohnung einen Akzent setzen. Thomas Rimml ist überzeugt: «Mustergültiges Upcycling ist nicht nur schön, sondern auch sinnvoll.» Möbel zu einem zweiten Leben zu erwecken, spart Ressourcen und weite Transportwege. Bunte oder dezente Stücke aus der kleinen Manufaktur in Flurlingen setzen einen Akzent in Wohnung, Garten, Büro, Hotel oder Restaurant.

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altrimenti
Thomas Rimml
Winterthurerstrasse 710
8247 Flurlingen | ZH

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Drechseln im Namen des Stils

Hier wird die Handwerkskultur im alten Stil gepflegt. Andreas Gerig sind nicht nur das fertige Produkt, sondern auch die Entstehung wichtig – und das spürt man. Einzigartige Schalen, Taburette und Schaukelstühle entstehen in der Werkstatt in Zuoz und in Ottenbach. Das patentierte Arvenkissen, gefüllt mit Engadiner Arvenspänen und Hirse, ist eine Erfindung von DrechselWerk. Das Kissen fördert das Wohlbefinden während des Schlafes. «Jeder Kunde ist ein Unikat und verdient einen einzigartigen Moment im Leben», sagt Andreas Gerig, der die Manufaktur gemeinsam mit seiner Frau gründete. Der gelernte Drechsler verleiht jedem Material, jedem Element, jedem Arbeitsschritt, eine authentische Tiefe und Persönlichkeit, die es so kein zweites Mal gibt.

Ein Leben für die Elektronik

«Seitdem ich das LEGO-Spielen beendet habe, ist die Elektronik meine grosse Leidenschaft.» Beat Strähl lebt für das Entwickeln und Bauen von elektronischen Steuerungen. Leiterplatten und deren präzise Bearbeitung, das perfekte Konzept für die Hochleistung der LED's mit der dafür nötigen Kühlung und die Bearbeitung des Aluminiums: So sieht die Leuchtenwelt des Elektromechanikers aus. Seine Materialien bezieht Beat Strähl soweit möglich von Schweizer Kleinmanufakturen, in Zusammenarbeit mit Glasern entwickelt er das Design. Nach der Montage stehen und hängen dann moderne, stilvolle Leuchten – schlicht und wirkungsvoll zugleich – und sorgen für das passende Ambiente. Ausserdem sind sie leistungsstark, langlebig und natürlich eine wahre Freude in der Bedienung.

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LED-LAB
Beat Strähl
Wolfstige 25
3295 Rüti bei Büren | BE

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Creativ verwoben

Inspiriert von Mustern und Bildern entwirft Marianne Wolleb ihre Webstücke auf Papier oder mit dem Computerprogramm. Die gelernte Trachtenschneiderin webt selbst entworfene Muster zu wundervollen Trachtenstoffen, die sie teilweise auch selbst vernäht. Eine weitere Spezialität sind ihre Schals aus Naturmaterialien. Die Garne spinnt sie von Hand. Geduld, Ausdauer und gute Handfertigkeit sind ihre Begleiter, wenn sie sich an den Webstuhl setzt und Zug um Zug das Schiffchen in ruhigen Bahnen hin und her gleiten lässt.

Wild behütet

Langeweile ist kein Begleiter von Annina Issler. Die Textildesignerin braucht nur einen besonders schönen Stoff in den Händen zu halten, um Inspiration für neue Hutmodelle und Schals zu finden. «Es ist faszinierend, wie ein Hut eine Person komplettieren kann», erklärt sie ihre Begeisterung für Kopfbedeckungen. Von der ersten Idee, der Skizze, dem Konzept und der Produktion bis zum Verkauf: Annina Issler macht alles selbst. Sie schätzt es sehr, ihre Einzelstücke der Kundin oder dem Kunden passgerecht auf den Kopf zuzuschneiden, damit sie auch gut sitzen und ihren Zweck erfüllen können: schützen und schmücken!

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Chapeaux Zovage
Annina Issler
Wangen 34
8127 Forch | ZH

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Verwobene Unikate

Das Handwerk und die Entstehung eines Stoffes haben Mieke van Santen sofort fasziniert, als sie im Museum Ballenberg erstmals einen grossen Handwebstuhl in Betrieb gesehen hat. Heute hat sie selbst zwei Handwebstühle und einen grossen Teppichwebstuhl in ihrem Atelier. Ihre Spezialität sind handgewobene Textilien für den Wohnbereich wie Teppiche und Wolldecken. Am liebsten verwebt sie Garne, bei denen der Weg zum Produzenten möglichst nahe und zurückverfolgbar ist: die Teppichwolle aus der Schweiz, das Leinengarn für die Badetücher aus dem Emmental und die Wolle für die Decken von den Shetlandinseln. Für das Projekt «Teppi Grischun» hat sie über mehrere Jahre Teppiche aus Schweizer Schafwolle und Schaf- oder Geissfellstreifen verwoben.

Ohne Hand kein Werk

Seit 25 Jahren gibt es die Möbelei Baumann im Toggenburg. «Die stete Suche nach dem Neuen, Unbekannten, Andersartigen inspiriert mich. Zum Beispiel als Gegenstück zur Schublade die Drehlade, oder zum Rechteck die Ellipsenform», schwärmt Robert Baumann von seinem Handwerk. Holz, Metall, Leder und Farbe als Werkstoffe verhelfen seinen Ideen erst zur physischen Präsenz. So entstehen Tische, Stühle, Sessel, Lampen oder farbige Möbel und Objekte. Im Gespräch mit der Kundin oder dem Kunden sucht Robert Baumann nach der geeigneten Umsetzung. Jedes seiner Möbel ist ein Unikat, die Handschrift immer erkennbar.

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Möbelei Baumann
Robert Baumann
Ebnaterstrasse 5
9630 Wattwil | SG

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Von Seilen gefesselt

«In der Seilerei Kislig vereinen sich Geschichte und Moderne», sagt Martin Benz. In der denkmalgeschützten Seilerei Kislig in Winterthur werden Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert. Das erlaubt ihm, Kleinstmengen und Sonderanfertigungen ebenso herzustellen wie grössere Mengen in kürzester Zeit. Im imposanten, 100 Meter langen Holzbau erinnert der metallische Geschmack traditioneller Maschinen und Geräte, vermischt mit dem lieblichen Duft von Kokos, Jute, Sisal und Flachs, an längst vergangene Zeiten. Martin Benz ist gelernter Seiler und führt den 1878 gegründeten, traditionellen Handwerksbetrieb seit 2003. Er beliefert Artisten, Spielplatzbauer und Fesselkünstler ebenso wie Uhrmacher, Pfadfinder und Betriebe aus Land- und Forstwirtschaft.

Vom Samen zum Papier

Patricia Müller verkauft nicht einfach Papier. Das Papier von Patricia Müller ist Natur und Leidenschaft. Für ihre handgeschöpften Pflanzenpapiere verwendet sie Fasern, die sie auf dem familieneigenen Landwirtschaftsgut selbst anpflanzt, in der Umgebung sammelt oder aus alten Textilien gewinnt. In ihrem Atelier mahlt sie die Papierpulpe im Holländer. Daraus schöpft sie zarte und transparente Papiere mit Einschlüssen oder feste und dickere mit Prägungen. Sie zeigt uns eine Auswahl ihrer Papiere, Karten und Lampen, allesamt Unikate, die auf ihre Bestimmung warten. Papier fasziniert eben auch im Computerzeitalter.

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Papieratelier
Patricia Müller
Goltern 20
4578 Bibern | SO

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Gebunden und gefaltet

An Matthias Grimm hätte Gutenberg auch 600 Jahre später seine wahre Freude. Mit traditioneller Handwerkskunst restauriert und repariert er vielgelesene, liebgewonnene Bücher und bindet alles, was zwischen zwei Buchdeckel passt. Der gelernte Buchbinder fertigt auch individuell gestaltete Bücher, die er in handmarmorierte oder -geschöpfte Papiere einfasst. Dabei kommen heute noch Schärfmesser, Filletten und Spindelpresse zum Einsatz. Seine Frau Christiane widmet sich der japanischen Faltkunst Origami. Sie faltet mit viel Liebe, Fantasie und Geschick und bringt Papier so in Form. Besonders beliebt sind ihre Leporello-Faltbücher.

Schmuckes Papier

Die Worte Papier und Schmuck finden selten zueinander, aber Bea Benedetti entwirft und gestaltet genau das: Papierschmuck. Die gelernte Goldschmiedin verarbeitet finnisches Papiergarn und Recyclingmaterialien wie zum Beispiel Eierkartons zu ausgefallenen Unikaten. Daraus entstehen organische, filigrane Designs, die an Pflanzenblätter, Blumenkelche und leuchtende Beeren erinnern. «Papier ist der allererste Werkstoff, an den ich mich bewusst erinnern kann», sagt Bea Benedetti. Das Papier, das sie verwendet, ist erstaunlich robust. Gekonnt kombiniert sie es mit verschiedenen Naturmaterialien und Silber. Mit den Kunden sucht sie den direkten Kontakt und das persönliche Gespräch, damit der einzigartige Schmuck am Ende in Gestalt und Grösse perfekt passt.

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Bea Benedetti
Bea Benedetti
Bachofenstrasse 19
4053 Basel | BS

Zarter Schmuck

Auf Streifzügen durch die Natur entdeckt Regula Freiburghaus vergängliche Schönheiten von faszinierender Form und Struktur. Sie nimmt die Pflanzen mit in ihre Werkstatt, wo sie sie sorgfältig zu zarten Schmuckstücken verarbeitet. Mit dem Gussverfahren der «verlorenen Form» gewinnt sie einen direkten Abguss eines Blütenstengels, eines Fruchtstandes oder eines Samens. Die pflanzlichen Fragmente sind ein jedes einzig in seiner Art und bleiben dem Betrachter unvergänglich erhalten. Die lieblichen Schmuckstücke für Hals, Ohr und Hand schimmern hell oder sind in feinen Nuancen oxidiert. Regula Freiburghaus verwendet ausschliesslich Silber mit Fair Trade Label. Ein sorgsamer Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ist für sie seit Kindesbeinen selbstverständlich.

Unfassbar

«Unikate, die sich abheben, aber gleichzeitig auch erschwinglich sind», so beschreibt Nadja Lüthi den von ihr gefertigten Schmuck. Die diplomierte Goldschmiedin hat in Zusammenarbeit mit ihrem Mann, einem Zahntechniker, eine neuartige Fasstechnik entwickelt. Mit dieser innovativen Fassart kreiert sie fliessend floralen und mitunter scheinbar ungefassten Schmuck – sozusagen un-fassbar! Darunter finden sich Ohrschmuck, Halsschmuck und Fingerringe, aus Rot- oder Weissgold mit Silber kombiniert und verschiedene Steine und Perlen in harmonischen und aussergewöhnlichen Farbkombinationen.

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un-fassbar.ch
Nadja Lüthi-Schär
Buchenweg 23
3074 Muri | BE

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Mit Kleinserien zum Erfolg

Das Gestalten von Schmuckstücken ist die grosse Leidenschaft von Raffaele Haldimann. In der Verbindung von Farben, Formen und Materialien findet er die Vielfältigkeit für sein kreatives Schaffen. Fingerringe, Halsketten und Ohrschmuck zeigen unverwechselbar die eigenständigen und bunten, fröhlichen bis klassischen Kreationen der h kollektion. Die Herausforderung liegt in der Erforschung und Kombination von Materialien wie glasierter Keramik, Holz, Kunststoff und Metall. Die handgefertigten Kleinserien werden in der eigenen Werkstatt gestaltet, produziert und endgefertigt. Die Edelstahlteile werden in regionalen Werkstätten hergestellt.

Verspielte Individualität

Das Sortiment von Esther Fabris umfasst Mode und Accessoires für Frauen, die ihr Selbstbewusstsein gerne durch ein besonderes Erscheinungsbild unterstreichen. Im persönlichen Gespräch mit der Kundin findet sie heraus, wie sich individuelle Wünsche, Stoffe, Masse und Schnitte verbinden lassen. Sie legt grossen Wert auf die Verarbeitung edler Stoffe. Baumwolle, Leinen und Seide sind die Basics jeder Sommerkollektion, Wollstoffe überwiegen in den Kollektionen für die kühleren Tage. Die Natürlichkeit der Materialien schafft eine sinnliche Verbindung von Trägerin und Kleidungsstück. fabrix steht für anmutiges und sublimes Design, mit einem ganz eigenen Stil aus Klarheit und Verspieltheit.

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fabrix
Esther Fabris
Erlenstrasse 14 B
6300 Zug | ZG

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Textiles Treiben

Modisch freche Lederjupes, Jacken, die Wind und Wetter trotzen und verspielte Hosenröcke, die sich auch zum Velofahren eignen: Das modische Angebot von Doris Schmid ist multifunktional und lustvoll. Für ihr sorgfältiges Handwerk bezieht sie Stoffe aus Schweizer Produktion. Sie kombiniert verschiedene Materialien und reflektierende Elemente zu Einzelstücken, die langfristig Freude bereiten und ihren Trägerinnen ans Herz wachsen. Getrieben von ihrer Lust, Eigenes zu entwerfen, ist es ihr ein persönliches Anliegen, mit ökologisch einwandfreien Materialien ihrer Wertschätzung gegenüber Kleidern Ausdruck zu verleihen.

Zoggeli aus Bern

Wer liebt sie nicht, die Zoggeli aus Holz, die so wunderschön klappern beim Gehen. Ein paar Mal getragen und schon sind sie mit uns und unseren Füssen eins. Dank dem kleinen Absatz und der leicht nach oben gewölbten Zehenpartie rollt man optimal ab. Das ergonomische Fussbett aus Buchenholz sorgt auch bei grösster Sommerhitze für ein angenehmes Fussklima. Ausserdem sind die Schuhe von Tokushuu modisch verspielt und zeugen von viel Lebensfreude und Sinnlichkeit. Rebecca Studer, Mariann Lammerskitten und Zimi Kesselring lassen ihre Schuhe in der Schweiz produzieren. In der partnerschaftlich aufgebauten Manufaktur in Münchenbuchsee wird die Kollektion hauptsächlich vorproduziert. Im Atelier in Bern und an diversen Messen passen sie die Schäfte auch individuell an.

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TOKUSHUU
Rebecca Studer, Mariann Lammerskitten & Zimi Kesselring
Gerechtigkeitsgasse 53
3011 Bern | BE

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Textile Kostbarkeiten

Yuki Kawaharas Hände arbeiten flink, berühren sorgsam den feinen Stoff, während sie konzentriert und ruhig arbeitet. Sie hat in Japan Modedesign studiert und später in der Schweiz ihre Freude am Filzen entdeckt. Heute schafft sie ihre eigenen Kreationen, die mit ihrem zeitlosen, persönlichen Design überzeugen. Ihre textilen Kostbarkeiten finden national und international an zahlreichen Ausstellungen Aufmerksamkeit. Sie näht, filzt, walkt, strickt und schneidet umweltschonend feinste Merino- und Alpakawolle, Baumwolle und Seide zu spannenden Materialkombinationen und Farbkompositionen. Erhältlich sind ihre Einzelstücke in ihrem Atelier, in ausgewählten Boutiquen und bei der Designmesse.

Verwandlungskünstler

«Wenn man das Kleid auf den Kopf stellt, wird es zum Kapuzenpullover», erklärt Debora Rentsch schmunzelnd. Ihre alltagstaugliche Modekollektion kann auf verschiedene Weisen getragen und modular kombiniert werden. So wird ein Pullunder zum Bolero und ein Kleid zum Rock. Alle Kleidungsstücke werden von Hand in Bern gefertigt. Sie zeichnen sich durch liebevolle Details, qualitativ hochstehende Materialien und eine sorgfältige Verarbeitung aus. Die Kreationen sind geradlinig, schlicht und stilvoll. Die Designerin versteht ihre Kleidungsstücke als treue Begleiter, die mehrere Saisons spielend überstehen. Seit neun Jahren kreiert sie Kleinkollektionen, die unter anderem in ihrem Atelierladen in Bern verkauft werden.

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debora rentsch
Debora Rentsch
Münstergasse 35
3011 Bern | BE

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Seidenfein gestreift

Aus purer Seide webt Diana Brüderlin ihre Streifenschals – und Streifen sind nicht einfach Streifen! Diese Schals sind sorgfältig konzipiert: Sie zeichnen sich durch eine persönliche Farbgebung aus. Farbe, Form, Rhythmus und Asymmetrie sind wichtige Themen bei der Gestaltung. So ist jeder Schal ein Unikat. Diana Brüderlin mag den Kundenkontakt und erklärt gerne den Herstellungsprozess im Detail. Die Rohstoffe für ihre Schals bezieht sie ausschliesslich in der Schweiz. Die Schals aus Nähseide sind robust, langlebig – und so geschmeidig!

Kräuterzauber

Heimische Heilpflanzen findet Martina Rocco vor ihrer Haustür. In ihrem Kräutergarten und in der wilden Natur des Appenzellerlandes sammelt sie die Zutaten für ihre Naturkosmetik-Produkte. Von Hand gefertigt produziert sie in Kleinmengen und rein natürlich Salben, Crèmes, Shampoos und Öle. Ihr ist es wichtig, regionale Pflanzen und ihr umfangreiches Wissen zu erhalten, weiterzugeben und neu zu entdecken. Sie bietet Kräuterwanderungen an, gibt Salbenkurse und zaubert eine Vielzahl von Pflege- und Wellnessprodukten in kleine Dosen, Fläschchen und Töpfchen. Die meisten ihrer Produkte sind basisch und tragen zauberhafte Namen wie «Prinzessinencrème» oder «Elfentraum-Öl».

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Kräuterzauber
Martina Rocco
Hasen 189
9063 Stein | AR

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Balsam vom Marmotta

Die Natur ist die beste Apotheke. Was bereits unsere Vorfahren wussten, wird uns heute vermehrt wieder bewusst. Dazu zählt auch das Murmeltieröl, dem schon seit jeher eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Es soll helfen, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Muskelbeschwerden, Erkältungen und Hautkrankheiten zu lindern. Das Murmeltieröl enthält natürliches Kortison, und die damit verarbeiteten Heilkräutermischungen unterstützen die therapeutische Wirkung. Silvan Schmid bezieht das Murmeltierfett ausschliesslich direkt von Schweizer Jägern. Dazu gehört auch sein Vater, der in Frutigen ein Labor für die Herstellung der Murmeli-Produkte mitinitiierte. Diese reinen und kraftvollen Naturprodukte sind in ihrer Art einzigartig und eignen sich hervorragend zum Einreiben und Massieren.

Gerakelte Kunst

SchmierLappen, HandLanger, BrennDing, GlasTräger, UnterTan, VorHänger, BeulenTröster, BauchTänzer – das sind die Produkte, mit denen die Luzerner Designerin Andrea Wittmer die Menschen verzückt. Sie entwickelt, gestaltet und bedruckt im Handsiebdruckverfahren verschiedene Materialien wie Leder, Karton, Stoff und auch Keramik. Für die Motive lässt sie sich gerne von der Natur inspirieren. SiebSachen, Label und kreative Manufaktur in einem, entwirft und produziert pfiffige Mitbringsel, charmante Accessoires und witzige Anspielungen mit Unikatcharakter.

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SiebSachen
Andrea Wittmer
Ennetweg 5
6015 Luzern | LU

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Leinen zum Verlieben

In ihrem Atelier stellt Lilli Krakenberger in Handarbeit Beutel aus antikem Leinen für alles her, was in einen Beutel passt: Brot, Znüni, Gedörrtes, Obst und Gemüse oder Geschenke und Handys. Jeder Beutel ist ein liebevoll gestaltetes Unikat. Sie fertigt aber auch Kleidungsstücke, die nach Wunsch und auf Mass individuell genäht werden. Sie ändert und flickt Lieblingsstücke oder zeigt, wie man das selber macht. «Lieblingsstücke soll man tragen, bis sie auseinanderfallen», sagt sie. Lilli Krakenberger hat ein feines Gespür für Textilien und für das Heilsame am textilen Handwerken. Gelernt hat die Gewandmeisterin ihr Handwerk in Theater, Film und Haute Couture. Ihr Wissen vermittelt sie jede Woche in der offenen Nähstube und in Näh-, Flick- und Stickkursen.

Neues Taschenglück

Seit nunmehr 20 Jahren designt und produziert Lisa Grundwürmer Taschen. Oft verkauft sie die Einzelstücke mit ihrer besonderen Formensprache an Ausstellungen im eigenen Haus, dann wieder an Messen in Stuttgart, Basel und Tokio. Lisa Grundwürmer verarbeitet Restrollen von Markisen, aussortierte Bücher und alte Lagerbestände von Autosattlereien und Nähereien. Was andere nicht verwerten, wird bei ihr in ein einzigartiges Accessoire verwandelt. «Die nachhaltige Ressourcennutzung habe ich schon mit der Muttermilch aufgesogen», erzählt sie. «Früher musste ich das, heute habe ich Spass daran und es macht mehr Sinn denn je.» Die Taschen sind mal retro und mal topmodern, mal edel und mal poppig. Für Jede und Jeden ist etwas dabei.

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Taschenmanufaktur Grundwürmer
Lisa Grundwürmer
Schlossgasse 4
4222 Zwingen | BL

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Wohnlicher Filz

Marianna Gostner verfilzt sich nie. Aus heimischer Schafwolle lässt sie grosse Filzhocker in Steinoptik und originelle Sitzunterlagen entstehen. Die Naturwolle wird dafür nur mechanisch mit Seife gewaschen, damit die natürlichen Eigenschaften der Wolle wie die hohe Selbstreinigungskraft erhalten bleiben. Gefärbt wird mit Pflanzen aus dem eigenen Garten, gefüllt mit biologischer Hirsespreu aus der Schweiz, die die Körperform umschmiegt und so eine gute Sitzhaltung fördert. Marianna Gostner legt grossen Wert auf Natürlichkeit: «Mir ist es wichtig, dass die Schlichtheit meines Designs den Charakter und die wärmende Ausstrahlung des Rohmaterials sowie dessen Wärme wiedergibt». Ästhetisch, natürlich, bequem.

Getöpfert und gebrannt

Die Keramik-Objekte von Andrea Spano begeistern durch schlichte Formgebung und handwerkliche Präzision. In ruhiger Atmosphäre hört man das regelmässige Surren der Töpferscheibe, während sie konzentriert arbeitet. Sie töpfert Schalen, Vasen und Geschirr und brennt diese schliesslich in ihrem wunderschönen Atelier im ehemaligen Wasserkraftwerk der Papierfabrik Laufen. Ob filigran verziert oder robust und schlicht, ihr kreatives Schaffen kennt keine Grenzen.

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Töpferei Andrea Spano
Andrea Spano
Neumattweg 2
4243 Dittingen | BL

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